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Cosmic Encounter



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 12 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Avalon Hill
Avalon Hill


Autor

Bill Eberle,
Jack Kittredge


Bild



Sonstiges:

Der Weltraum, unendliche Weiten..! Wir schreiben das Jahr 2001, noch immer hat das Spiel Cosmic Encounter nichts von seinem Reiz eingebüßt. Obwohl bereits mehrfach unter der Regie anderer Verlage und in abgespeckten Versionen auf dem Markt gekommen dürfte auch die Neuauflage seine Käufer finden! Das Spielmaterial ist Klasse und die nunmehr 20 Alienrassen, welche die Mitspieler vertreten können, sorgen für noch länger andauernden Spielreiz.

Im Grunde ist Cosmic Encounter kein kompliziertes Spiel. Jeder Mitspieler schlüpft in die Roller eines Alienführers, kontrolliert bei Spielbeginn 5 Planeten eines Planetensystems und versucht 5 weitere Kolonien in anderen Planetensystemen zu errichten und wem das zuerst gelingt ist der Chef im All, sprich der Gewinner des Spiels.

Die Ausbreitungsversuche der einzelnen Alienrassen laufen nach einheitlichen Regeln ab, von denen jedoch jede Rasse durch eine Spezialfähigkeit, die nur dieser einen Rasse zur Verfügung steht, die eine oder andere Regel durchbrechen kann und damit einen Vorteil gegenüber den anderen Konkurrenten in diesem Bereich hat.

Das Zentrum des Spielplan ist ein schwarzes Loch in welches im Laufe des Spiels immer wieder im Kampf verlorene Raumschiffe der Spieler landen und an das die Planetensysteme der Mitspieler angelegt werden. Die 5 Heimatplaneten der Spieler sind mit je 4 Raumschiffen besetzt die der Verteidigung dienen.
In jedem Spielzug kann ein Spieler bis zu zweimal versuchen eine neue Kolonie zu gründen bzw. einen Heimatplaneten, der durch einen Mitspieler erobert wurde, wieder unter eigenen Kontrolle zu bringen. Zwar ist nicht zwingend alle seine Heimatplaneten unter Kontrolle zu haben um zu gewinnen aber wer nur noch 2 oder weniger (bei zwei Spielern 3 oder weniger) Heimatplaneten kontrolliert, verliert die spezielle Fähigkeit seines Alienvolkes und das kann auf Dauer schon ein gravierender Nachteil werden.
In welchem Planetensystem man tätig werden kann wird, nachdem man als erste Aktion eines seiner Raumschiffe aus dem schwarzen Loch (falls vorhanden) zurück zu einer eigenen Kolonie gebracht hat, durch das Umdrehen von Farbscheiben ermittelt, von denen je Farbe drei vorhanden sind. Zeigt die Scheibe die eigene Farbe, kann man sich entscheiden, ob man einen durch Mitspieler besetzten eigenen Planeten angreifen oder lieber eine weitere Scheibe umdrehen will um in einem fremden Planetensystem tätig zu werden.

Wie auch immer, die Begegnung läuft, abgesehen von evtl. eingesetzten Spezialfähigkeiten der Alienrassen, immer nach dem gleichen Schema ab:

Der aktive Spieler entscheidet sich, wie viele eigene Raumschiffe er zum eigenen Planeten in fremder Hand oder in das entfernte Planetensystem entsenden will, nimmt sich die entsprechende Zahl Raumschiffe (max. 4), platziert sie auf dem Mutterschiff und postiert dieses neben dem Planeten der Begierde.
Anschließend kann der aktive Spieler, abgesehen vom Inhaber des betroffenen Planeten, Mitspieler einladen sich dem Feldzug anzuschließen. Der verteidigende Spieler kann natürlich Gleiches versuchen und die nicht betroffenen Mitspieler auf seine Seite einladen.
Reihum entscheiden sich alle geladenen Spieler ob und, falls sie von beiden Spielern um Unterstützung gebeten wurden, auf welche Seite sie sich schlagen. Die Spieler, die den Verteidiger unterstützen platzieren bis zu 4 eigenen Raumschiffe auf dem eigenen Trägerschiff und postieren dies neben dem umstrittenen Planeten, alle die mit dem Angreifer sympathisieren entsenden bis zu 4 ihrer Raumschiffe zum Mutterschiff des Angreifers.

Und jetzt wird's spannend. Angreifer und Verteidiger spielen verdeckt je eine ihrer Begegnungskarten aus (falls keine mehr vorhanden sind, werden alle übrigen Karten ausgespielt oder abgelegt und 7 neue Karten gezogen).
Da es zwei Arten von Begegnungskarten gibt, können folgende Konstellationen auftreten:

1. 2 Angriffskarten
2. 2 Verhandlungskarten
3. 1 Angriffs- und 1 Verhandlungskarte

Im ersten Fall wird die Zahl der verteidigenden und der angreifenden Raumschiffe addiert und zur jeweiligen Zahl auf der Begegnungskarte dazugezählt. Die höhere Summe gewinnt (bei Gleichstand gewinnt der Verteidiger).
Alle Raumschiffe der Verliererseite (auch die der Verbündeten) landen im schwarzen Loch. Die Gewinner dürfen nun auf diesem Planeten Kolonien errichten. Ist die Verteidigende Seite erfolgreich, dürfen alle Verbündeten des Verteidigers so viele Karten ziehen, wie sie eigene Raumschiffe in der Schlacht hatten, oder entsprechend viele eigene Raumschiffe aus dem schwarzen Loch zurück auf eigene Kolonien bringen.

Im zweiten Fall haben Angreifer und Verteidiger 60 Sekunden Zeit, sich in irgendeiner Form zu einigen. Dabei können Begegnungskarten getauscht oder Kolonien auf Planeten gewährt werden. Kommt eine Einigung zu Stande, wird ein Konflikt vermieden (die Verbündeten gehen dabei leer aus). Wird keine Einigung erzielt, verlieren sowohl der Angreifer als auch der Verteidiger je 3 beliebige Raumschiffe, die ins schwarze Loch gesetzt werden müssen. Die Verhandlungen können da schon auch mal zu völlig überzogenen Forderungen führen, wenn man weiß, daß sich der Verhandlungspartner eine Nichteinigung auf keinen Fall leisten kann!

Im dritten Fall gewinnt immer der Spieler, der die Angriffskarte gespielt hat. Für die mangelnde Verhandlungsbereitschaft und das rücksichtslose Vorgehen darf der Unterlegene aber beim Eroberer so viele Karten ziehen, wie er gerade Raumschiffe verloren hat.

Kann der aktive Spieler seinen Spielzug positiv (Eroberung oder Einigung) beenden, darf er sofort noch einen zweiten Zug durchführen, anderenfalls endet der Spielzug und der nächste Spieler kommt an die Reihe.

Das relativ einfache Spielprinzip erfordert jedesmal aufs neue ein genaues Abwägen der Spielsituation. Ist es sinnvoll sich um Expansion zu bemühen, obwohl der Verlust der Spezialfähigkeit des eigenen Volkes droht? Ist es nicht vielleicht doch das Risiko wert ohne Verbündete in eine Schlacht zu ziehen um die Mitspieler nicht allzu leicht zu neuen Kolonien kommen zu lassen?
Ist eine Beteiligung als außenstehender an einer Schlacht erfolgversprechend oder hat der um Hilfe bittende eh keine Chance und möchte nur so viele Raumschiffe wie möglich mit in den Untergang ziehen? Fragen über Fragen, die bei jedem Zug erneut auf einen zukommen.

Sicherlich ist es bedauerlich, daß die Neuauflage von Cosmic Encounter nur für maximal 4 Spieler vorgesehen ist, denn erst ab 4 Spielern kommen die Verhandlungen um Verbündete im Kampf so richtig zum tragen und machen Spaß, aber in voller Besetzung ist nicht zuletzt aufgrund des reichhaltigen und tollen Spielmaterials und der 20 unterschiedlichen Alienrassen anhaltender Spielspaß garantiert. Daher auch meine Doppelbewertung. Die 5 Punkte bekommt das Spiel bei 2 und/oder 3 Spielern, 9 Punkte sind meines Erachtens für das Spiel zu viert angemessen.

Bleibt zu hoffen, daß eine Erweiterung für mehr als 4 Spieler baldmöglichst nachkommt, denn dann gibt's wahrlich nichts mehr zu meckern.

Vielen Dank an Avalon Hill für das Rezensionsexemplar!


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