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Carcassonne - Die Stadt



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 8 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 bis 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

9 Punkte (HOlg)



Verlag

Hans im Glück
Hans im Glück


Autor

Klaus-Jürgen Wrede


Bild



Sonstiges:

Eine Messneuheit aus Essen vom Hans im Glück heißt.......Carcassonne! Nein, wir haben nicht das Jahr 2000, es ist von der Messe 2004 die Rede. Vier Jahre später und immer noch, bzw. wieder Carcassonne?! Ja, und das Spiel hat nichts von seinem Charme verloren.
Dem edlen Spiel wurde nun auch eine edle Verpackung spendiert und das Spielmaterial besteht aus noch mehr Holz. Aber auch regeltechnisch hat sich einiges getan, auch wenn das Grundprinzip gleich geblieben ist.

Wer Carcassonne mag, wird Carcassonne - Die Stadt lieben. Naja, zumindest auch mögen. Spielerisch ist die Stadt besser, optisch allerdings nicht, zumindest was die Plättchen angeht. Die Stadtmauern und Türme sind schon Klasse und das Spiel bietet vor dem Zusammenräumen noch einen schönen Anblick, die Plättchen jedoch haben mir beim original Carcassonne jedoch besser gefallen.

Die Ritter heißen jetzt Marktfrauen, die Bauern sind zu Vögten geworden und der Wegelagerer hat seine negative belastete Bezeichnung gegen den Titel Bürger eingetauscht. Soviel hat sich am Grundprinzip geändert.
Nach wie vor wird vom Spieler am Zug zunächst ein Plättchen vom verdeckten Stapel gezogen. Davon gibt es jetzt genau drei Stück und jeder hat eine genau festgelegte Anzahl an Plättchen, denn das Aufbrauchen eines jeden der drei Stapel läutet eine andere Spielphase ein. Das Plättchenziehen ist allerdings in allen Spielphasen gleich, genauso wie das passende Anlegen an die bereits ausliegenden Plättchen. Doch hier gibt es jetzt mehr Möglichkeiten denn einzig ein Weg muß passende fortgesetzt werden. Alle anderen Plättchen können nahezu beliebig aneinander gelegt werden. Anschließend kann wie gewohnt ein eigener Gefolgsmann auf das gerade gelegte Plättchen gestellt bzw. gelegt werden (in ein Stadtteil, auf einen Weg, auf einen Markt).

In der ersten Phase, also solange vom ersten Stapel (mit 30 Plättchen der größte) gezogen wird, wars das auch schon. Evtl. kommt es zu einer Wertung (ein Weg oder ein Markt wird abgeschlossen, kann also nicht mehr erweitert werden) und der nächste Spieler kommt an die Reihe. Gefolgsleute auf gewerteten Wegen und Märkten bekommt man zurück in den eigenen Vorrat. Wege, die maximal über drei Plättchen reichen, bringen 1 Punkt pro Plättchen, ab dem vierten Plättchen über das ein Weg reicht, gibt es 2 Punkte pro Plättchen.
Die Marktplätze, und da deutet sich schon an, daß der Rechenaufwand bei Wertungen (insbesondere der Schlußwertung) gegenüber den Vorgängern gestiegen ist, bringen soviele Punkte, wie das Produkt ihrer Größe (Anzahl der Plättchen über die sich der Marktplatz erstreckt) und der Zahl der unterschiedlichen Marktstände (Fisch-, Tier- und Getreidestand).
Wie damals die Bauern, bleiben die Vögte in ihren Stadtteilen, bis zur Schlußwertung am Spielende.

Sobald der erste Stapel Plättchen aufgebraucht wurde, kommen Stadttor, Türme und Mauerteile ins Spiel. Jedesmal wenn es zu einer Wertung kommt, erhält jeder Spieler ein Mauerteil. Beim ersten Mal erhält der die Wertung auslösende Spieler statt der Mauer das Stadttor. Sobald das Stadttor an die Außenkante eines beliebigen außenliegenden Plättchens gelegt wurde, müssen die Mauerteile reihum an das eine oder andere Ende der entstehenden Mauer gelegt werden. Auf ein gerade gelegtes Mauerteil darf nun auch ein eigener Gefolgrsmann eingesetzt werden. Dieser übernimmt die Rolle eines Wächters. Er blickt von der Mauer in gerader Linie auf die Stadt und "bewacht" alle Plättchen in dieser Reihe, bis zur gegenüberliegenden Mauer oder einer Lücke. Allerdings darf gegenüber nicht schon ein anderer Wächter eingesetzt worden sein, denn dann wird diese Reihe ja schon bewacht.
Die Wächter bleiben wie die Vögte bis zum Spielende auf ihren Posten und erhalten dann Punkte für jedes öffentliche Gebäude (2 Punkte) und jedes historische Gebäude (3 Punkte) auf den bewachten Plättchen. Die Wächter sind zwar bis zum Spielende gebunden, können jedoch so richtig Punkte einbringen, wenn man sie auf die Mauer einer Plättchenreihe legt, in der schon einige punkteträchtige Bauwerke sind und das andere Ende noch durch weitere Gebäude ergänzt werden kann.
Der Spieler der die Wertung ausgelöst hat, kann nun auch noch einen seiner Türme an eines der beiden Mauerende setzen. Von diesen Türmen gibt es 12 Stück und die werden vor Spielbeginn gleichmäßig an die Mitspieler verteilt. Ein eingesetzter Turm bringt sofort Punkte, und zwar entsprechend der Mauerteile bis zum letzten angelegten Turm bzw. dem Stadttort. Je größer also der Abstand zum letzten Turm oder dem Stadttor, desto mehr Punkte bringt es.

Wurde auch der zweite Plättchenstapel aufgebraucht steigt das Spieltempo an. Statt einem Mauerteil bekommt jetzt jeder Spieler zwei Mauerteile, die eines nach dem anderen reihum angelegt werden müssen.
Ist auch der dritte Nachziehstapel aufgebraucht, endet das Spiel. Dies geschieht auch dann, wenn die letzte Mauer eingesetzt wird oder zwischen den beiden Mauerenden weniger als 5 freie Plättchen ohne Mauer vorhanden sind.

Wie auch immer, sobald das Spiel endet, wird die Mauer zu Ende gebaut und dadurch entstehende Straßen oder Marktabschlüsse gewertet. Die Mauer wird also auf jeden Fall geschlossen, zumindest gedanklich und wertungstechnisch, falls die Mauerteile nicht ausreichen sollten. Die Vögte und Wächter werden abgerechnet und der Gewinner steht fest und genießt den Anblick des fertiggestellten Carcassonne.

Carcassonne - Die Stadt ist spitze. Gäbe es das Original und die vielen Ableger nicht, wäre es sogar senationell! Ein geringer Glücksfaktor durch das Plättchenziehen ist geblieben aber mehr Möglichkeiten zu Punkten zu kommen und das erleichterte Anlegen, gleichen etwas Plättchenpech mehr als aus. Gefährlich für den einen oder anderen Neuling könnten die Wächter werden. Oft ist es verlockend sie einzusetzen, doch schnell sind zu viele Gefolgsleute als Vögte oder Wächter gebunden und das eigene Spiel reduziert sich auf das Ziehen und Anlegen von Plättchen.
Auch die Türme wollen zum richtigen Zeitpunkte eingesetzt werden. Insbesondere im Spiel zu zweit, in dem jeder Spieler 6 Türme zur Verfügung hat, kann es passieren, daß man einfach zu lange auf einen großen Punktgewinn für die eigenen Türme wartet und dann nicht mehr alle "losbekommt", also in Punkte verwandelt.
Ach ja, Stichwort Zweipersonenspiel. Zu zweit ist die Stadt am allerbesten zu spielen.

Auch wer Carcassonne besitzt macht keinen Fehlkauf, denn das Spielgefühl ist doch anders. Beide Varianten bieten ihren eigenen Reiz und das Original mit all seinen Erweiterungen kommt zukünftig bestimmt nicht seltener auf den Spieltisch als die Stadt.

Vielen Dank an Hans im Glück für das Rezensionsexemplar!


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