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Majesty



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 7 Jahre


Spieldauer

Ca. 20 bis 40 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Hans im Glück
Hans im Glück


Autor

Marcel Andre


Bild



Sonstiges:

In Majesty geht es um Königreiche, jeder Mitspieler hat ein solches, daher auch der Untertitel Deine Krone - Dein Königreich. Doch was ist ein Königreich ohne Untertanen? Nichts! Also gilt es für jeden König sein Königreich zu bevölkern, denn das bringt Geld in die königliche Kasse und das ist nicht nur das Hauptziel im Spiel, es ist das Einzige. Und so simpel wie das Spielziel sind im Grunde auch die Regeln des Spiels.

Einen Spielplan gibt es nicht, jeder Spieler hat einen identischen Stapel bestehend aus acht beidseitig bedruckten Gebäudekarten. In den ersten Spielrunden wird empfohlen die Seite A der Gebäudekarten zu verwenden und diese nebeneinander, entsprechend ihrer Nummerierung zu einer Landschaft auszulegen, den Königreichen der Spieler. Nach ein paar Partien kann man dann auch mit den B-Seiten der Gebäudekarten beschäftigen, wobei immer darauf zu achten ist, dass alle Spieler dieselben Gebäudeseiten verwenden. Die Grundregeln bleiben dabei zwar identisch aber trotzdem verändert sich das Spiel nicht unerheblich durch die neuen Gebäudefunktionen usw.
Tja und sollten dann irgendwann auch die B-Seiten ausgereizt sein, lassen sich die A- und B-Seiten ja auch noch beliebig kombinieren, wobei es dann auch zu Unausgewogenheiten kommen kann, denn alle möglichen Kombinationsmöglichkeiten der Gebäudekarten konnten verlagsseitig natürlich nicht hinreichend ausgetestet werden.

Jeder Spieler hat zusätzlich eine mit fünf Meeple besetzte sog. Meeple-Karte. Die Meeple auf dieser Karte sind quasi einfache Arbeiter die eingesetzt werden um ganz gezielt neue Personen im eigenen Königreich anzusiedeln, sind also durchaus wichtig, wie wir später noch sehen werden. Kommt ein Spieler nun an die Reihe, wählt er eine von insgesamt sechs ausliegenden Personenkarten, bringt sie im dazugehörigen Gebäude seines Königreiches unter indem er die Personenkarte unterhalb dieses Gebäudes ablegt und das Gebäude anschließend wertet.

Bei der Wahl der Person gilt es aber nicht nur darauf zu achten welche Wertung diese Karte auslöst, oder ob sie für die Mehrheitsverhältnisse in den einzelnen Personengruppen entscheidend ist, die bei Spielende ermittelt werden und Punkte bringen, sondern auch an welcher Position in der offenen Auslage diese gewünschte Personenkarte liegt. Wählt man nämlich nicht die Person, die dem verdeckten Nachziehstapel am nächsten liegt, muss auf jede Personenkarte die man "überspringt", die also näher am Nachziehstapel liegt als die gewählte Karte, ein eigener Meeple gelegt werden.
Das "Überspringen" von Personenkarten funktioniert also nur so lange man noch ausreichend Meeple zur Verfügung hat und daher ist eine Karte auf der bereits einige Meeple abgelegt wurden früher oder später auf jeden Fall interessant, denn wählt man eine Karte mit Meeple darauf, darf man diese Meeple auf seiner Meeple-Karte ablegen und später wieder einsetzen. Meeple die man am Ende seines Zuges nicht auf seiner Meeple-Karte unterbringt, bringen immerhin noch ein wenig Geld und einen damit zumindest ein klein wenig dem Sieg näher.
Einige Personenkarten sind besonders interessant, da sie Doppelkarten sind, also zwei Personen zeigen und damit die Wahl bieten, in welches Gebäude man sie ablegt.

Eine Müllerin beispielsweise muss in die Mühle gelegt werden und löst die auf der Mühle angegebene Wertung aus. Diese besagt, dass man für jedes Getreidesymbol (das beispielsweise auf jeder Müllerin zu finden ist) im eigenen Königreich zwei Münzen erhält. Während die erste Müllerin also zwei Münzen einbringt, bekommt man für die zweite Müllerin schon 2x2 Münzen usw.
Einige Personen bzw. Gebäude ermöglichen Sonderaktionen. Soldaten in der Kaserne führen einen Angriff auf die Königreiche der Mitspieler und fügen diesen Schaden zu, sofern sie nicht mindestens genauso viele Verteidiger in ihren Wachtürmen haben, wie der Angriff Soldaten mit sich bringt. Der Schaden besteht in solchen Fällen darin, dass die am weitesten links im Königreich ausliegende Personenkarte ins Lazarett gelegt werden muss. Dort zählt sie nicht nur nicht mehr für die Mehrheitsverhältnisse bei Spielende, sondern bedeutet dann auch noch eine Münze Verlust und daher gibt es glücklicherweise auch noch die Möglichkeit der Heilung im Hexenhaus, durch das man Personenkarten aus dem Lazarett wieder zurück in ihr ursprüngliches Gebäude bringen kann.

Sobald jeder Spieler 12 Mal an der Reihe war und damit 12 Personen in seinem Königreich hat, endet das Spiel mit einer Schlusswertung. Jeder erhält nochmals so viele Münzen, wie er unterschiedliche Personen in seinem Königreich hat, multipliziert mit sich selbst. Also sieben verschieden Personen bedeuten 7x7=49 Münzen usw.
Schließlich gibt es noch die mehrfach erwähnte Mehrheitenwertung. Wer die meisten Personen einer Art in seinem Königreich hat, erhält die auf der dazugehörigen Gebäudekarte rechts oben angegebenen Punkte, also beispielsweise 10 im Falle der Müllerin. Wer anschließend die meisten Münzen hat, gewinnt das Spiel der Throne.

Majesty ist regeltechnisch wirklich sehr einfach, bietet dafür aber ziemlich viel Spielspaß, der durch die doppelseitigen Gebäudekarten und den damit verbundenen Kombinationsmöglichkeiten auch relativ lange anhält, und ist damit ein Familienspiel der besten Sorte. Die, wie von Hans im Glück gewohnt, vorbildliche Spielregel und die erstklassige Ausstattung - Münzen in Form von Pokerchips - runden diesen Eindruck perfekt ab. Marketingtechnisch hätte man das Spiel nur noch "Majesty: A Game of Thrones" nennen müssen und es hätte sicherlich noch mehr Aufmerksamkeit erhalten bzw. Interesse geweckt.

Planbar sind die Königreiche der Spieler allerdings nur bedingt. Strategische Überlegungen sind nicht gefragt, es gilt zu Optimieren und zum Zeitpunkt des eigenen Zuges die bestmögliche Wahl zu treffen. Diese ist etwas breiter gefächert, wenn man darauf achtet immer eine gewisse Anzahl am Meeple im Vorrat zu haben, aber wenn es nicht laufen will, dann läuft es nicht, da ist dann nicht dran zu rütteln, auch nicht durch Meeple. Keine Soldaten für den Wachturm, viele Angriffe durch Mitspieler und dann schnappen einem auch noch die Mitspieler fast alle Hexen weg, in solchen Fällen wird man das Spiel verlieren, ohne dass man großartig etwas falsch gemacht haben muss.
Dieser Glückfaktor ist zugegebenermaßen recht hoch, aber wer sich daran nicht stört - und das muss man bei der relativ kurzen Spieldauer nicht unbedingt - der kann mit Majesty richtig viel Spaß haben.

Vielen Dank an Hans im Glück für das Rezensionsexemplar!


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