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EXIT Das Spiel: Die verlassene Hütte



Anzahl Spieler

Für 1 bis 6 Spieler
ab 12 Jahre


Spieldauer

Ca. 45 bis 90 Minuten


Bewertung (max. 10)

9 Punkte (HOlg)



Verlag

Kosmos
Kosmos


Autor

Inka Brand,
Markus Brand


Bild



Sonstiges:

Die letzte Spielemesse, die Spiel 16 in Essen, stand ganz im Zeichen eines neuen Trends. Escape-Spiele oder, wie man sie bei Kosmos nennt, EXIT-Spiele waren angesagt. Diese Spiele stellen die Mitspieler vor Rätsel, die sie zusammen lösen müssen um zu gewinnen bzw. zu entkommen. Und wie das bei sog. Trends ist, man kommt halt nicht umhin mal einen Blick darauf zu werfen, noch dazu wenn so ein Trend vielversprechend erscheint.

"Die verlassene Hütte" ist eines von drei Spielen, die wohl der Beginn einer ganzen EXIT-Reihe von Kosmos sein könnten. Das Spiel versetzt uns thematisch in ein Szenario, dass wohl jeder fürchtet. Eine Autopanne mitten in einer abgelegenen Gegend am Rand eines Waldes. Die Nacht bricht an und man weiß, das wird mit Sicherheit eine lange Nacht werden, möglicherweise sogar im Freien. Da ist es geradezu ein Glücksfall, wenn man ganz in der Nähe eine alte und verlassene Hütte entdeckt, die zwar nicht sehr komfortabel aussieht, aber zumindest etwas Schutz für die Nacht verspricht. Man richtet sich also gezwungermaßen und so gut es geht für eine Nacht in dieser Hütte ein und hofft am Morgen das Problem mit dem Auto beheben und die Reise fortsetzen zu können.

Die Nacht vergeht auch ohne Zwischenfälle und doch ist das Erwachen ein "böses", denn am Morgen ist die Tür der Hütte mit einem Zahlenschloss gesichert, die Fenster sind vergittert und nur eine Drehscheibe und ein Buch scheinen die ersten und sehr dürftigen Hinweise darauf zu sein, was passiert ist und wie die Kombination des Zahlenschlosses möglicherweise aussehen könnte. Ein Entkommen scheint auf den ersten Blick unmöglich, doch wer aufgibt hat schon verloren.

Das Spiel bringt neben den Dingen, die in der Hütte am Morgen vorzufinden sind, vor allem Karten mit, die sich in, sog. Rätsel-, Lösungs- und Hilfekarten unterteilen. Es werden also zunächst drei Kartenstapel gebildet, wobei darauf geachtet werden muss, dass die Karten der Stapel gemäß ihrer Buchstaben bzw. Zahlen auf den Rückseiten in aufsteigender Reihenfolge sortiert sind. Der Hilfekartenstapel wird dann weiter unterteilt. Es werden kleiner Stapel nach den Symbolen auf den Rückseiten gebildet, die aus je drei Karten bestehen. Jedes Symbol steht für ein zu lösendes Rätsel und die Hilfekarten geben für den Fall, dass die Spieler mal nicht weiterkommen, Hilfestellungen.

Die Karte "1. Tipp" sollte immer oben auf liegen und im Bedarfsfall als erstes umgedreht werden. Die ersten Tipps zu einem Rätsel verraten den Spieler neben einem ersten kleinen aber trotzdem hilfreichen Tipp vor allem welche Rätselkarten und Hinweise die Gruppe bereits gefunden haben muss, um dieses Rätsel überhaupt lösen zu können. Fehlt eine der notwendigen Rätselkarten, sollte zunächst an einer anderen Aufgabe weitergeknobelt werden, bis man alles Benötigte gefunden hat.
Der 2. Tipp wird dann schon etwas konkreter in seiner Hilfestellung und die dritte Karte nennt sich "Auflösung" und macht genau das, was sie verspricht, sie löst das komplette Rätsel. So kommt auch dann kein Frust auf, wenn man mal so gar nicht weiterkommen sollte.

Neben den im Spiel vorhandenen Spielmaterialien sind noch Stifte und Papier empfehlenswert, um sich die eine oder andere Notiz zu machen, sowie eine Stoppuhr, um am Ende die Leistung der Gruppe bewerten zu können. Natürlich fällt so eine Bewertung um so besser aus, je weniger Zeit benötigt wird. Damit aber nicht zu schnell auf Hilfekarten zurückgegriffen wird um eine möglichst gute Bewertung zu erreichen, wirken sich verwendete Hilfekarten negativ auf die Bewertung aus. Tja, alles hat eben seinen Preis!

Natürlich ist die Zahlenkombination für das Schloss an der Hüttentüre nicht das einzige Rätsel. Im Laufe des Spiels findet man immer neue Rätsel, verschlossene Schränke, Schachteln und Gegenstände die einem oft weiterhelfen, oft aber auch vor neue Aufgaben stellen
Letztlich besteht die Lösung eines jeden Rätsels immer aus einem dreistelligen Zahlen- oder Farbcode. Glaubt man die Lösung eines Rätsels gefunden zu haben, stellt man den zu überprüfenden Code auf der Drehscheibe unterhalb des zum Rätsel gehörenden Symbols ein. In einem Sichtfenster auf der kleinsten Drehscheibe ist dann eine Zahl zu sehen, die der Nummer der Lösungskarte entspricht, die man sich nun ansehen darf. Diese Lösungskarte verrät entweder unmittelbar ob die Lösung falsch oder richtig war, oder sie verweist auf eine weitere Lösungskarte in Abhängigkeit des Rätselsymbols, das man gerade überprüft. Schließlich erfährt man ob das Rätsel gelöst ist und was man ggf. an neuen Rätselkarten gefunden hat und nun aus dem Stapel heraussuchen und aufdecken darf, oder ob man falsch lag und weiterrätseln muss.

EXIT Das Spiel: Die verlassene Hütte ist ein kooperativer Rätselspaß mit teilweise knackigen Rätseln, die man aber letztlich alle mit etwas Kombinationsgabe, Kreativität, Zusammenarbeit und ggf. der einen oder anderen Hilfekarte lösen kann. Für meinen Geschmack sollte man sich gar nicht so sehr auf die Zeit und die damit verbundene Bewertung am Schluss konzentrieren, das raubt meines Erachtens sogar etwas den Spielspaß. Der Weg ist hier eindeutig das Ziel und die Rätsel in gemütlicher Runde, mit möglichst wenig Hilfekarten zu knacken scheint mir erstrebenswerter als ein möglichst schnelles Lösen aller Rätsel.

Einen zweiten Versuch um seine Zeit zu verbessern hat man allerdings nicht, da jedes EXIT-Spiel nur einmal gespielt werden kann. Das Spielmaterial wird teilweise "zerstört" (genickt, beschriftet oder zerrissen) aber vor allem sind die Rätsel natürlich reizlos, sobald man sie einmal gelöst hat.
Nachschub dürfte aber nicht lange auf sich warten lassen und zwischen 10 und 15 EUR für um die 90 Minuten Spielspaß - wer es gemütlich angeht und nicht auf Zeit spielt braucht durchaus auch länger - für bis zu sechs Spieler ist mehr als im vertretbaren Rahmen.

Die thematische Einbindung der Rätsel in das Szenario "Verlassene Hütte" ist absolut stimmig. Wer gerne Rätsel löst, gerne auch in einer größeren Runde, der kann mit EXIT Das Spiel: Die verlassene Hütte nichts falsch machen. Mir hat das Spiel super gefallen und ich habe mir gleich die beiden anderen Spieler dieser Reihe, die bisher zu haben sind, besorgt.

Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar!


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