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Dreams



Anzahl Spieler

Für 3 bis 6 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 bis 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

Zoch
Zoch


Autor

Olivier Grégoire


Bild



Sonstiges:

Träume sind Schäume! Oder etwa nicht? Steckt da vielleicht mehr dahinter? Handelt es sich um Botschaften, möglicherweise von Außerirdischen oder gar von Göttern? Wir wissen es nicht, im Spiel Dreams aus dem Hause Zoch jedenfalls ist es klar, es sind Götter, die den Menschen Träume, Sternbilder und Visionen schicken.

Die Götter waren dabei jedoch so in ihr Tun vertieft, dass sie nicht bemerkten, wie sich ein Mensch unbeobachtet in ihre Mitte geschlichen hatte. Als man es schließlich bemerkte, war es zu spät, man konnte den Eindringling nicht mehr von den "wahren" Göttern unterscheiden, denn sie hatten den Menschen nach ihrem Abbild geschaffen. Nun galt es galt, diesen so schnell wie möglich zu finden und so erdachten sich die Götter ein Spiel, bei dem sich der Mensch verraten sollte.

Die Götter, unter ihnen der eine Mensch, der zustimmte um sich nicht gleich zu verraten, beschlossen eine Vision gebildet aus Sternen am Firmament entstehen zu lassen und da nur die "echten" Götter die wahre Vision kennen, würde sich der Mensch durch unpassend platzierte Sterne verraten. So zumindest der Plan.

Das Firmament liegt in Form einer ovalen Spielmatte in der Tischmitte aus und jeder Mitspieler erhält jeweils einen Stern in den Farben schwarz, weiß und grau. Darüber hinaus erhält jeder noch eine Mondsichel, mit der er seinen Punktestand festhält, und eine Wahlscheibe in einer der Spielerfarben.
Mit diesen Wahlscheiben versuchen die "echten" Götter, nachdem die Vision aus Sternen am Firmament erstrahlt ist, den Menschen zu entlarven, während der Mensch versucht die wahre Vision zu erkennen und hofft sich nicht verraten zu haben. Wer richtig liegt bekommt Punkte und eine neue Runde mit neuen Göttern und einem möglicherweise neuen zufällig bestimmten Menschen schließt sich an, bis schließlich einer der Spieler die für den Sieg erforderlichen 16 Punkte erreicht hat.

Doch eines nach dem anderen. Vor einer Spielrunde werden vier zufällige Visionen in Form von Karten offen ausgelegt und mit einer Nummer versehen.
Diese Nummern finden sich auch auf Plättchen wieder, wobei jeder Plättchenstapel aus Plättchen mit derselben Nummer besteht. Die Anzahl entspricht der Mitspielerzahl minus 1, und für das fehlende Nummernplättchen wird in jeden Stapel ein Menschen-Plättchen verdeckt eingemischt.

Nachdem die Stapel nun von mehreren Spielern gemischt wurden, ohne dass es die anderen gesehen haben, weiß niemand mehr, welcher Stapel welche Nummer beinhaltet. Einer diese Stapel wird ausgewählt und an jeden Mitspieler ein Plättchen verdeckt ausgeteilt. Nun haben wir drei Spieler, welche die Plättchen mit der Nummer bekommen haben und also wissen, welche der ausliegenden Vision die "richtige" ist und einen, der das Menschen-Plättchen bekommen hat und nur weiß, dass er kein Gott sondern ein Mensch ist.

Der Startspieler beginnt nun und legt einen seiner Sterne auf das Firmament, danach kommen auch alle anderen reihum an die Reihe. Dabei sollten die Götter darauf achten, dass der gelegte Stern zwar einem Bildpunkt der "wahren" Vision entspricht um sich nicht verdächtig zu machen, aber nach Möglichkeit auch nicht zu eindeutig auf eine Vision hindeutet, so dass der Mensch sofort erraten kann welches die richtige Vision ist und dann natürlich leichter unentdeckt bleiben kann.

Der Mensch versucht zu erahnen, welches wohl die richtige Vision ist und seine Sterne entsprechend zu legen. Liegt er dabei völlig daneben, werden ihn die Götter schnell entlarven, es gilt also seine Sterne möglichst so zu legen, dass möglichst viele Visionen in Frage kommen könnten, darunter (hoffentlich) die "wahre" Vision.

Der Mensch darf und sollte dabei auf alles achten, was die Götter so tun. Welche der Visionen wird besonders genau betrachtet? Ist das die "wahre" Vision? Oder versuchen die Götter nur eine Falle zu stellen. Stellenweise fühlt man sich wie beim Pokern.

Haben schließlich alle Spieler ihre drei Sterne platziert kommt der Moment der Wahrheit. Die Götter stellen auf ihren Wahlscheiben die Spielerfarbe des Spielers ein, den sie für den Menschen halten, der Mensch die Nummer der Vision, die er für die "wahre" Vision hält.

Götter, die den Menschen entlarvt haben erhalten zwei Punkte sowie einen weiteren, wenn kein anderer Gott sie für einen Menschen gehalten hat.
Der Mensch erhält drei Punkte wenn keiner der Götter ihn als den Eindringling gewählt hat, er also unentdeckt geblieben ist, und zwei weitere Punkte wenn er die "wahre" göttliche Vision erraten konnte.

Hat anschließend kein Spieler die für den Sieg erforderlichen Siegpunkte zusammen, schließt sich eine weitere Runde in gleicher Weise an.

Dreams erinnert an Mysterium wobei im Spiel Dreams kein Spieler eine grundlegend andere Rolle spielt, so wie bei Mysterium. Zwar ist nur einer der Mensch und die anderen sind Götter, doch auch der Mensch versucht sich wie ein Gott zu verhalten indem er Sterne platziert.
Bei Mysterium ist ein Spieler der Geist, der die Lösung kennt und den anderen versucht Hinweise durch Visionen zu geben und alle haben das gemeinsame Ziel das Rätsel zu lösen.

Und wenn man die beiden Spiele schon vergleicht, dann ist auch zu bemerken, dass es bei Mysterium sehr hilfreich ist konzentriert zu spielen, während genau das bei Dreams das Spiel kaputt machen kann.
Sind die Götter sehr aufmerksam und der Mensch auch noch recht frühzeitig mit dem Platzieren seines ersten Sterns an der Reihe, kann er sich sehr schnell verraten, wenn sich keine Sternenposition erkennen lässt, die zumindest für einige Vision denkbar ist.

Sobald aber die Götter, oder wenigstens einer von ihnen etwas lockerer "aus der Hüfte" spielt, wird es für die Götter schwieriger und das Spiel damit interessanter.
Gehen also alle Mitspieler eher "verkopft" an das Spiel heran, könnte der Spielspaß leiden, während beim lockeren Spiel mit viel Kommunikation während des Spielens das Ganze recht interessant sein kann.

Die Spielidee ist also im Grunde eine recht gelungenes Spiel mit Anleihen bei Mysterium oder Dixit, mit einer sehr stimmigen und opulenten Ausstattung, das aber nicht in jeder Besetzung funktionieren muss (und wird). Von daher dürfte das Spiel wohl eine große Bandbreite an Bewertungen, von "grottenschlecht" bis "spitzenklasse" erhalten, je nachdem wie das Spiel in der jeweiligen Runde ankam bzw. gespielt wurde.

Wer das Glück hat Dreams in einer "passenden" Runde zu spielen, der dürfte voll des Lobes sein, während die anderen es wohl schnell in die Ecke legen und sich etwas neues suchen. Daher fällt mir eine Bewertung auch ziemlich schwer, da ich beide Extremfälle erlebt habe.

Als Fazit kann man wohl festhalten, dass Dreams ein Spiel mit einigem Potential hat, das sich aber nicht immer und in jeder Runde voll entfaltet. Das ist natürlich einerseits ein Manko, auf der anderen Seite können die Mitspieler mehr Spielspaß erfahren, als bei vielen anderen Spielen und in gewisser Weise, wenn auch nicht im selben Umfang, gilt das ja für die meisten Spiele, nämlich dass sie in unterschiedlichen Spielrunden unterschiedlich gut funktionieren bzw. ankommen.

Von daher ist Dreams ein Spiel das unter dem Strich auf jeden Fall eine Chance verdient hat. Der eine oder andere dürfte recht angetan sein und das ist umso wahrscheinlicher, je öfter man Dreams in unterschiedlichen Besetzungen spielt. Das habe ich getan und daher kann ich das Spiel unter den genannten "Einschränkungen" nur empfehlen.

Vielen Dank an Zoch für das Rezensionsexemplar!


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