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Star Wars: Rebellion



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 14 Jahre


Spieldauer

Ca. 180 bis 240 Minuten


Bewertung (max. 10)

10 Punkte (HOlg)



Verlag

Heidelberger Spieleverlag
Heidelberger Spieleverlag


Autor

Corey Konieczka


Bild



Sonstiges:

Der Weltraum, unendliche Weiten...halt, nein, das war ja das andere...nochmal...Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis...ja, das ist es. Der Kampf der Rebellen gegen das Imperium geht nicht nur im Kino sondern auch auf den Spieletischen in eine weitere Runde. Star Wars: Rebellion heißt das gute Stück, stammt aus dem Hause Fantasy Flight Games bzw. Heidelberger und verschlägt zwei Spieler in die aus den Filmen bestens bekannte und vom Bürgerkrieg gebeutelte Galaxis. Ein Spieler lenkt dabei die Geschicke der Rebellen während der andere auf Seiten des Imperiums den Krieg für sich entscheiden will.
Grundsätzlich funktioniert Star Wars: Rebellion zwar auch mit mehr als zwei Spielern, aber aus meiner Sicht haben wir hier eindeutig ein Zweipersonenspiel mit einer konstruierten Möglichkeit das Spiel auch zu viert spielen zu können.

Während die Ziele beider Fraktionen gleich sind - beide wollen den Bürgerkrieg gewinnen - ist nicht nur die Motivation dahinter eine ganz andere - Frieden und Freiheit auf der einen Seite bei der Rebellion, Macht und Unterdrückung auf der anderen beim Imperium - sondern auch der Weg und die Mittel, welche die beiden Seiten zum Sieg führen könnten, unterscheiden sich deutlich voneinander. Star Wars: Rebellion ist ein asynchrones Spiel, in dem die Rebellenallianz dem Feind im Grunde hoffnungslos unterlegen ist, im offenen Kampf so gut wie keine Chance hat und sich daher auf Guerillataktiken und Diplomatie konzentrieren muss um zum einen zu überleben und zum anderen letztlich eine galaxisweite Revolte gegen die Schreckensherrschaft des Imperiums auszulösen, was schließlich den Sieg der Rebellen zur Folge hätte.

Das Imperium auf der anderen Seite verfügt über Massen an Kriegsmaterial in Form von Bodentruppen, T-Fightern, Sternenzerstörern und auch Todessternen und trotzdem will es (bisher) einfach nicht gelingen die Rebellion restlos zu zerschlagen. Und so versucht man das Einflussgebiet der Imperiums immer weiter zu vergrößern, die Aktionen der Rebellen soweit als Möglich einzuschränken und letztlich den geheimen Stützpunkt der Rebellen zu finden, diesen zu zerstören und damit der Rebellion endgültig und dauerhaft ein Ende zu bereiten.

Star Wars: Rebellion wird über mehrere Runden gespielt. Jede Runde beginnt mit einer Zuweisungsphase, in der die Spieler ihre Anführer entweder Missionen zuweisen, von denen jeder schon zu Beginn einige auf der Hand hat und auch behält, so dass diese auch mehrmals durchgeführt werden können, oder er lässt sie im Führungszentrum auf einen späteren Einsatz warten. Allerdings müssen dabei die Fertigkeitssymbole der Anführer und der Missionen beachtet werden, denn ein Anführer muss zumindest ein zur Mission passendes Symbol vorweisen um eingesetzt werden zu können. Nicht jeder Anführer ist eben für jede Aufgabe geeignet.

Schon in dieser Phase ist man das erste Mal vor das Problem der knappen Ressourcen gestellt, in diesem Fall allerdings nicht nur der Rebellenspieler allein, der sich öfter mal einem Ressourcenmangel gegenüber sieht, sondern auch der Spieler des Imperiums. Beide wollen auf der einen Seite Missionen erfüllen um voran zu kommen, müssen aber auf der anderen Seite auch darauf achten ggf. Missionen der Gegenseite vereiteln zu können und auch Befehlshaber in petto zu haben die in der Lage sind die Flottenverbände und Bodentruppen zu befehligen und wirksam einzusetzen.

An die Zuweisungsphase schließt sich die Kommandophase an, in der beide Seiten abwechselnd ihre Anführer einsetzen. Entweder wird eine Mission mit einem oder mehreren Anführen aufgedeckt oder mit einem Anführer im Führungszentrum ein System auf dem Spielplan aktiviert, in dem man ihn dort platziert.
In ein aktiviertes System können dann Einheiten aus sämtlichen benachbarten Systemen bewegt werden, allerdings nicht aus Systemen, in denen sich bereits ein eigener Anführer befindet, denn ansonsten könnten die Schiffe innerhalb einer Spielrunde riesige Strecken zurücklegen in dem man sie innerhalb einer Spielrunde Anführer für Anführer immer wieder weiter bewegt. Dabei können die Schiffe entsprechend ihrer Transportkapazität auch Bodeneinheiten bzw. im Falle des Imperiums auch T-Fighter mitbringen. Befinden sich anschließend Einheiten der verschiedenen Seiten in einem System oder/und auf einem Planeten kommt es zu einem Gefecht, doch dazu später.

Solche Truppenbewegungen sind vor allem für das Imperium wichtig, einmal um sich auszudehnen, Systeme zu kontrollieren und auf diese Weise die Ressourcen zum Schiffsbau für die Rebellion immer weiter einzuschränken, und zum anderen um den geheimen Rebellenstützpunkt zu finden. Dieser wird bei Spielbeginn festgelegt, in dem sich der Rebellenspieler ein beliebiges System, in dem sich keine imperialen Truppen oder Kontrollmarker befinden aussucht und die entsprechende Systemkarte verdeckt bei sich ablegt.
Erreicht das Imperium mit seinen Truppen dieses System, muss der Stützpunkt sofort bekanntgegeben und die Systemkarte aufgedeckt werden. Der Rebellenspiele hat nun ein richtig ernstes Problem, denn jetzt gilt es für das Imperium "nur noch" sämtliche Einheiten dort zu eliminieren bevor der geheime Stützpunkt etwa verlegt werden kann um das Spiel zu gewinnen.

Anstelle von Truppenbewegungen kann man sich aber auch jederzeit um eine seiner mit Anführern verdeckt ausgespielten Missionen kümmern, diese aufdecken und entweder abhandeln oder versuchen sie durchzuführen. Meist findet eine solche Mission in einem System statt, in das dann der bzw. die zugewiesenen Anführer gestellt werden. Ist eine Mission abzuhandeln, wird einfach der Kartentext umgesetzt, die Mission kann nicht scheitern.
Anders ist das, wenn eine Mission versucht werden muss. In diesem Fall kann der Gegenspieler intervenieren und, sofern vorhanden, einen seiner Anführer in das Missionssystem stellen. Allerdings müssen auch hier, wie schon bei der Zuweisung von Anführern zu Missionen, die Fertigkeitssymbole des Anführers zur Mission passen.
Anschließend wirft jeder Spieler Würfel entsprechend seiner passenden Fertigkeitssymbole auf seinen Anführern und wer mehr "Erfolge" erwürfelt schafft bzw. vereitelt die Mission. Bei einem Gleichstand ist die Mission gescheitert, wird nicht interveniert, ist die Mission automatisch erfolgreich und die Missionskartenfähigkeit kommt zum Tragen.

Schließlich gibt es zum Abschluss einer Spielrunde noch die Auffrischphase mit einigen "Verwaltungsaufgaben". Alle Anführer werden in das jeweilige Führungszentrum zurückbeordert (sofern sie nicht in Karbon- oder Gefangenschaft geraten sind), neue Missionskarten werden gezogen, der Zeitmarker weitergerückt, Einheiten gebaut, weitere Anführer rekrutiert und ggf. in Auftrag gegebene Einheiten, die fertiggestellt wurden, stationiert.
Der Imperiumsspieler startet zusätzlich Suchdroiden, in dem er zwei Systeme vom Stapel zieht und damit die Suche nach dem Rebellenstützpunkt Runde für Runde weiter einschränkt, während der Rebellenspieler spezielle Zielkarten zieht. Mit diese kann er den Spielendemarker auf der Rundenleiste nach vorne auf den Spielrundenmarker zubewegen, in dem er deren Bedingungen erfüllt. Ein Beispiel dafür wäre, mindestens vier Systeme unter Kontrolle zu halten und dort Truppen vor Ort zu haben.
Erreicht der Spielrundenmarker den Spielendemarker ohne dass das Imperium den Rebellenstützpunkt aufgebracht hat, ist der Rebellenspieler siegreich.

Um in Star Wars: Rebellion erfolgreich zu sein, braucht es eine gute strategische Planung. Das wird nicht nur bei den Truppenbewegungen deutlich, die gut durchdacht und geplant sein will, da sich die Schiffe letztlich doch relativ schwerfällig und langsam durch die Galaxis bewegen, sondern auch beim Nachschub.
Zum einen gilt es Systeme mit den für den Bau der gewünschten Einheiten Ressourcen besetzt und frei von feindlichen Truppen zu halten und zum anderen die Bauzeit der Einheiten zu berücksichtigen.

Ein System gibt durch sein Ressourcensymbol vor, welche Einheit(in) gebaut werden können und die dazugehörige Zahl die Anzahl an Runden bis zur Fertigstellung dieser Einheit(en). Zumindest größere Einheiten sind nämlich nicht etwas sofort einsatzbereit, nein sie müssen auf die Produktionsleiste in das Feld gestellt werden, das die Ressourcenzahl vorgibt. Jede Runde bewegen sich diese zu produzierenden Einheiten ein Feld weiter und können erst dann auf dem Spielplan platziert werden, wenn sie das letzte Feld der Produktionsleiste verlassen.

Auf diese Weise verläuft Runde für Runde, bis das Imperium den Rebellenstützpunkt aufgebracht oder der Spielende- den Spielrundenmarker erreicht hat.

Star Wars: Rebellion ist definitiv kein Spiel für zwischendurch! Gerade die ersten Partien, in denen man zum einen seine Seite, die Rebellen oder das Imperium, "kennen-" und deren bzw. dessen Möglichkeiten nutzen lernt und auch mit den Regeln noch nicht so ganz vertraut ist, können schon mal mehr als nur den Abend füllen. Zwar steht man am Ende vom Spieltisch auf und fragt sich, wo die Zeit geblieben ist, denn die Zeit vergeht wie im Fluge, oftmals folgt der kurzweiligen Nacht eine sehr langer, anstrengender und unausgeschlafener Tag danach.

Der Kampf "Gut gegen Böse" mit einer militärisch deutlich überlegenen Seite, ein asynchrones Zweipersonenspiel mit der Möglichkeit bis zu vier Spieler teilhaben zu lassen, mit imposantem Spielmaterial und einer nicht unerheblichen Spieldauer, das kommt dem einen oder anderen vielleicht bekannt vor. Ich habe schon beim Lesen der Spielanleitung spontan an den Ringkrieg denken müssen und ich könnte mir vorstellen, dass so ziemlich die meisten, denen der Ringkrieg gefällt auch bei Star Wars: Rebellion einen Heiden Spaß haben werden.

Quantität und Qualität stimmen bei Star Wars: Rebellion, denn das Spielmaterial ist nicht nur in Hülle und Fülle vorhanden, schön, liebevoll und detailreich gestaltet sondern auch in Spielmechanismen und ein Thema eingebunden, dass dieses opulente Spielmaterial auch "wert" ist.

Star Wars: Rebellion ist ein hammermäßiges Spiel, vor allem wenn man dem Thema gewogen ist, das aber auch "anstrengend" und langwierig werden kann. Wen die Spieldauer nicht abschreckt, wer Herr der Ringe: Der Ringkrieg mochte und wer auch etwas mit der Star Wars Thematik anfangen kann, dem kann ich nur unbedingt und wärmstens Star Wars: Rebellion ans Herz legen. Möge dieses Spiel auch euch in seinen Bann ziehen.

Vielen Dank an Heidelberger Spieleverlag für das Rezensionsexemplar!


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