Holgs Spieleteufel       Würfel Teufel



  Startseite
  Editorial / Impressum
  News
  Rezensionen
  Forum (inkl. Ringkriegbereich)
  Meine Top Ten
  Spielecharts
  Spieleevents
  Wunschliste
  Verkaufsliste
  Zitate zum Thema Spiele
  Schweinfurter Spieletage
  Schweinfurter Spieletreff
  Links
  Counterstatistik
  RSS-Feed
  Awards
  holger.kiesel@spieleteufel.de
  Datenschutzerklärung
  Follow me on
  
   


 
   

Das magische Museum



Anzahl Spieler

Für 1 bis 4 Spieler
ab 8 Jahre


Spieldauer

Ca. 45 bis 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

6 Punkte (HOlg)



Verlag

Ravensburger
Ravensburger


Autor

Inka Brand,
Markus Brand


Bild



Sonstiges:

Tablets bzw. Smartphones und Brettspiele sind zwar eigentlich aus völlig verschiedenen Welten, aber längst nicht mehr so unvereinbar wie früher. Sehr viele Brettspiele sind inzwischen in Form von Apps für Tablets erhältlich, aber neben reinen Brettspielumsetzungen ergänzen sich Tablet oder Smartphone und einige Brettspiele inzwischen des Öfteren in der Art und Weise, dass beides zusammen zum Einsatz kommt. In einem Umfang wie im Spiel Das magische Museum aus der Reihe smart play von Ravensburger ist mir das bisher allerdings noch nicht oft untergekommen.

Die zum Spiel gehörende App führt per Sprachausgabe durch das Spiel, erklärt die Spielregeln und hält die aktuelle Spielsituation fest. Dazu wird das Smartphone in eine Halterung über den Spielplan gelegt und die Kamera kann nun den gesamten Spielplan "überblicken", Spielsituationen erkennen und darauf reagieren. Getestet habe ich das Spiel mit einem iPhone 4s, mit dem das Ganze auch soweit problemlos funktioniert hat. Allerdings werden einige gängige Smartphones derzeit nicht unterstützt, was aber teilweise gar nicht unbedingt technisch bedingt ist, sondern an der Größe des Smartphones bzw. der Halterung liegt. Ein Galaxy S5 beispielsweise passt schon nicht mehr in die Halterung und das, obwohl es trotz seiner unbestreitbaren Größe noch lange nicht das Größte Smartphone auf dem Markt ist.

Auf die technische Seite will ich hier aber gar nicht weiter eingehen, denn mit einem als kompatibel gelisteten Smartphone scheint das Spiel gut zu funktionieren und die Halterung für das Smartphone ist schnell und problemlos aufgebaut. Spielerisch muss sich Das magische Museum bei mir mit Der Millionen Coup aus der Ravensburger Tiptoi-Reihe oder Wer wars vergleichen lassen, die mir beide recht gut gefallen haben und mich auf weitere Spiele dieser Art hoffen ließen, insbesondere auch Spiele dieser Art für Erwachsene.

Fluffy ist der Auslöser der Geschichte rund um das magische Museum. Er ist ausgebüchst und streunt nun recht tollpatschig im Museum umher. Dabei zerdeppert er allerlei Ausstellungsstücke oder bringt diese zumindest durcheinander, in dem er sie im Museum herumträgt und an den unterschiedlichsten Stellen zurücklässt. Der Knochen eines T-Rex hat für einen Hund eben bestenfalls eine kulinarische Bedeutung und wird nicht als wertvolles Exponat gesehen.

Aufgabe der Spieler ist es nun, gemeinschaftlich in aller Stille und möglichst schnell alle entfernten Ausstellungsstücke wiederzufinden und rechtzeitig, bevor das Museum öffnet, wieder an Ort und Stelle zu bringen. Natürlich muss auch Fluffy eingefangen werden, sonst sind die Aufräumarbeiten für die Katz. Thematisch hört sich das Ganze also (wieder) recht kindgerecht an und das ist auch so. Das magische Museum ist ein Familienspiel, das unterschiedliche Generationen an einen Spieletisch zusammenbringen will, und das gelingt recht gut, denn trotz des Themas dürften nicht nur die jüngsten Familienmitglieder, so etwa ab acht Jahren, bei einer Partie Das magische Museum auf ihre Kosten kommen.

In jeder Spielrunde, die aus drei Phasen besteht, planen die Mitspieler gemeinschaftlich ihre Aktionen. Zunächst wäre da jedoch in Phase 1 der übereifrige Nachwächter, der zwar seine Schlüssel verloren hat, sich aber davon nicht entmutigen lässt und die Durchgänge zwischen den Räumen einfach mit Ritterrüstungen versperrt. Die App sagt den Spielern, in welchen Raum sich der Nachtwächter begibt und welche Durchgänge in Nachbarräume er mit Ritterrüstungen versperrt.

Phase 2 ist dann die bereits erwähnte Planungsphase in der die Spieler ihr Vorgehen absprechen und festlegen, wer welche Aktionen durchführt. Dazu legen die Spieler ihre Aktionsscheiben, deren Anzahl von der Mitspielerzahl abhängt, auf die gewünschten Aktionen. Nicht alle Spieler müssen alle ihre Aktionsscheiben einsetzen, aber mehr als die erlaubten Scheiben dürfen nicht zum Einsatz kommen. Die Zeit für diese Planungsphase ist begrenzt aber man sollte sich trotzdem gut absprechen, es aber vermeiden, sich zu sehr in Diskussionen verzetteln.

Nach der Planung erfolgt in der Aktionsphase dann die Umsetzung der geplanten Aktionen. Die Aktionsleiste, auf der die Aktionsscheiben der Spieler eingesetzt wurden, wird von links nach rechts abgearbeitet und die entsprechenden Aktionen von dem/den entsprechenden Spieler durchgeführt. Dabei erhalten die Spieler ihre Aktionsscheiben für die folgende Runde zurück.

In der Aktionsphase kann sich durch die Räume des Museums bewegt werden, wobei die Zugweite von der Anzahl der eingesetzten Aktionsscheiben abhängt, oder beispielsweise der Nachtwächter einer Befragung unterzogen werden, der einen Auskunft über den Aufenthaltsort von Fluffy geben kann und auch noch weitere wertvolle Tipps auf Lager hat. Rüstungen können aus dem Weg geräumt werden, um lange Umwege zu vermeiden, wobei man hier unter Umständen Lärm verursacht. Lärm ist nicht gut! Ein T-Rex könnte erwachen, die Spieler jagen und in den dunklen Keller verschleppen, aus dem man nicht ganz so leicht wieder entkommen kann. Klingt unwahrscheinlich?!? Tja, dieses Museum ist nicht umsonst ein magisches Museum.

Um die vermissten Gegenstände zu finden, muss in den Ausstellungsräumen danach gesucht werden. Im Profi- und Expertenspiel gibt es im Museum zusätzlich auch noch Alarmanlagen, die man mittels Aktionen versuchen kann zu entsichern usw., das Spiel ist also auch mit zunehmender Spielerfahrung nicht zu schnell ausgereizt.

Um 8:00 Uhr öffnet das Museum, und bis dahin muss alles wieder in Ordnung gebracht, Fluffy eingefangen und die Eingangshalle von allen Spielern erreicht sein.

Das magische Museum kommt aus meiner Sicht nicht ganz an Der Millionen Coup oder Wer wars ran, ist aber dennoch ein weiterer gelungener Versuch ein Brettspiel durch Technik zu ergänzen. Sehr angenehm ist dabei (vor allem für Spielunerfahrene), dass man nach dem Spielaufbau und dem Lesen des Spielziels die Spielanleitung beiseitelegen kann, denn ab da übernimmt die App auf Wunsch die Erklärung des Spiels.

Zielgruppe des Spiels sind hauptsächlich Familien und für diese Zielgruppe ist Das magische Museum auch bestens geeignet. Schade nur, dass die Halterung nur Smartphones bis zu einer gewissen Größe aufnimmt. Wo doch diese Dinger zurzeit immer größer werden.

Vielen Dank an Ravensburger für das Rezensionsexemplar!


Ähnliche Spiele:
(Deduktionsspiel, Familienspiel, Kooperativ, Optimierungsspiel, Solitärspiel, Strategie)

Civilization
La Citta
Caylus
Puerto Rico
Tadsch Mahal
Tikal
Paladine & Drachen

weitere Treffer...


Spiele vom selben Autorenteam:
(Inka Brand, Markus Brand)

EXIT Das Spiel: Die verlassene Hütte
Village
Der Goldene Kompass
Im Schutze der Burg
Star Wars: Angriff der Klonkrieger
My Village
Saint Malo


Spiele vom selben Verlag:
(Ravensburger)

Mexica
Java
Tikal
Die Fürsten von Florenz
Pueblo
Ökolopoly
Hase und Igel

weitere Treffer...


Spiele vom selben Jahrgang:
(2014)

Die Schlacht der fünf Heere
Jäger + Späher
Die Legenden von Andor: Die Reise in den Norden
Die Staufer
Eldritch Horror
Love Letter
Istanbul

weitere Treffer...