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Capitol



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

8 Punkte (HOlg)



Verlag

Schmidt Spiele
Schmidt Spiele


Autor

Alan R.
Alan R. Moon,
Aaron Weissblum


Bild



Sonstiges:

Das ewige Rom! Was für die Ewigkeit errichtet werden soll will schon gut geplant sein. Da darf der Baustil in einer der neun Präfekturen nicht wahllos gewählt werden sondern es gibt ganz gezielte Bauvorschriften, welche die bis zu vier Adelsfamilien berücksichtigen müssen, die dort die prächtigsten Villen errichten und besitzen wollen.
Zunächst muß ausreichen Baumaterial besorgt werden, denn auch die Höhe der Gebäude entscheidet darüber, ob und wo ein Gebäude errichtet werden kann. Dann muß die Dachform den örtlichen Gegebenheiten angepaßt werden (und jede Adelsfamilien hat nur eine begrenzte Anzahl einer der beiden möglichen Dachformen zur Verfügung!) und schließlich wird noch eine Baugenehmigung für eine der Präfekturen benötigt!

Eine ganze Menge gilt es da zu berücksichtigen und die Tatsache, daß die Gebäude erst nach ihrer Fertigstellung, also nach dem Abschluß durch ein Dach, in einer Präfektur errichtet werden dürfen aber nach ihrer Fertigstellung baulich nicht mehr verändert werden können, erleichtet die ganze Sache nicht gerade. Insbesondere der Umstand, daß ein neues Gebäude einer Präfektur immer mindestens die Größe des höchsten bereits dort errichteten Bauwerks haben muß, erhöht die Problematik deutlich, denn allzugern kommen einem die lieben Mitspieler zuvor und das eben fertiggestellte Gebäude kann in der gewünschten Präfektur nicht mehr errichtet werden, da dieses nun ein Stockwerk mehr haben müßte aber nun, nach Ausstattung mit einem Dach nicht mehr erhöht werden kann.

Bei Spielbeginn hat jede Adelsfamilie, vertreten durch einen der Mitspieler, bereits vier fertige Gebäude (je ein Haus mit einem Baustein und einem runden bzw. eckigen Dach und je ein Haus bestehend aus zwei Bausteinen in denselben Dachformen) sowie zwei Dach-, 2 Baustein- und 4 Baugenehmigungs-Karten zur Verfügung.
Diese Karten ermöglichen das Fertigstellen eines Gebäudes durch ein Dach (Dach-Karten), das Neubeginnen oder Erweitern von Gebäuden (Baustein-Karten) bzw. das Errichten bereits fertiggestellter Gebäude in den Präfekturen (Baugenehmigungen) und können in der jeweils ersten Phase, der Bauphase, von insgesamt vier Spielrunden ausgespielt werden.
Beginnend mit dem Startspieler können die Spieler immer genau eine ihrer Karten ausspielen, um die darauf abgebildete Aktion durchzuführen oder passen. Doch einmal gepaßt ist man in der Bauphase dieser Runde gänzlich raus!
War jeder Spieler einmal an der Reihe und nicht alle haben gepaßt, spielen die noch in der Bauphase verbliebenen Spieler eine weitere Runde, solange, bis auch der letzte Spieler gepaßt hat.

Nunja, wer zuerst paßt, kann wenig bauen, wer aber zu spät paßt, der hat kaum noch Möglichkeiten in der immer auf eine Bauphase folgenden Auktionsphase. In dieser Phase, werden je nach Spielrunde Brunnen, Amphitheater und Tempel angeboten, welche die Spieler mittels ihrer nach der Bauphase noch verbliebenen Handkarten ersteigern können.
Neben ihrer Funktion in der Bauphase besitzt jede Karte nämlich noch einen Zahlenwert, der in der Auktionsphase Wirkung entfaltet. Die Spieler bieten verdeckt, indem sie ihre Stopp-Karte unterhalb der letzten Karte, die sie in dieser Aktionsrunde einsetzen wollen, in ihren Stapel Handkarten einsortieren. Haben alle Spieler dies getan, werden alle Karten in allen Handkartenstapel der Mitspieler bis zu deren Stopkarte aufgedeckt. Das höchste Gebot erhält das gerade angebotene Bauwerk, gibt die eingesetzten Karten ab und darf nun das Bauwerk auf ein noch freies, passendes Feld in einer beliebigen Präfektur einsetzen/errichten.
Pro Auktionsphase werden immer drei Bauwerke versteigert, wobei immer zwei Brunnen darunter sind. In den ersten beiden Auktionsphasen kommen noch je ein Amphitheater und in den letzten beiden Auktionsphasen je zwei Tempel hinzu.

Und wozu sollte man wertvolle Karten für solch Bauwerke opfern? Ganz einfach, richtig platziert bringen diese Bauwerke zum Teil erhebliche Vorteile weshalb jeder darauf Einfluß nehmen will. Jeder Brunnen in einer Präfektur erhöht den Wert und damit die Punkte die in dieser Präfektur gewonnen werden können um eins, jedes Amphitheater erlaubt es dem Gewinner in der entsprechenden Präfektur zwei Karten in der Kartenziehphase mehr zu ziehen. Klar, daß das einem ganz neue Möglichkeiten in den kommenden Bau- und Auktionsphasen bringt! Bleiben die Tempel, die zwar erst in den letzten beiden Auktionsphasen angeboten sind, nichts desto trotz aber sehr begeehrt sein dürften. Die Tempel verdoppeln den Punktewert einer Präfektur!

Sind die drei Bauwerke einer Auktionsphase versteigert kommt es zur Wertung. Jede Präfektur wird ausgewertet und bringt dem Spieler, der dort die meisten Bauteile (nicht Gebäude!) verbauen konnte zwei Siegpunkte zuzüglich Sonderpunkte durch Brunnen. Der Spieler mit den zweitmeisten Bausteinen in einer Präfektur erhält nur die Sonderpunkte durch Brunnen, sofern welche vorhanden sind. Bei einem evtl. Gleichstand hat der Spieler mit dem höheren Gebäude die Nase vorn!
Zu berücksichtigen sind ab der dritten Wertungsrunde die Tempel wegen der Punkteverdoppelung!

Nun wird die Kartenhand wieder aufgefrischt. Beginnend mit dem Startspieler zieht jeder Spieler insgesamt 6 Karten von den offenliegenden Stapeln. So kann jeder Spieler jedesmal entscheiden, ob er eine Baustein-Karte, eine Baugenehmigung oder eine Dach-Karte aufnimmt und sieht auch noch deren Auktionswert, falls sie nicht in der Bauphase verwendet wird. Jeder Gewinner in einer Präfektur mit einem Amphitheater darf zwei Karten mehr ziehen.

Und schon geht es in eine neue Runde. Bereits nach der vierten Wertung ist das Spiel zu Ende und derjenige, dessen Säule die meisten Punkte anzeigt, gewinnt das Spiel!

Capitol ist eines der besten Spiele des bisherigen 2001-Jahrganges, insbesondere im Spiel zu viert. Im Zweipersonenspiel kommt es nur in einigen Präfekturen "echten" Konflikten wodurch das Spiel etwas an Reiz verliert.
Am schwerwiegensten sind die Entscheidungen in der Bauphase. Meistens möchte man mehr als eine Karte pro Durchgang spielen, manchmal am liebsten garkeine. Doch das würde passen und damit Ausscheiden aus der gesamten aktuellen Bauphase, was man meist noch weniger möchte. Und dann ist das noch das Dilemma möglichst nicht alle Karten bereits in der Bauphase einzusetzen, um auch in der Auktionsphase noch ein Wörtchen mitreden zu können.

Vielen Dank an Schmidt Spiele für das Rezensionsexemplar!


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