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Die Tribute von Panem: Überleben in Distrikt 12



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 14 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 bis 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

4 Punkte (HOlg)



Verlag

Kosmos
Kosmos


Autor

Christopher Guild,
Chris Raimo


Bild



Sonstiges:

Der tägliche Kampf ums Überleben ist hart im Distrikt 12. Nahrung, Kleidung, Brennstoff, Medizin, alles ist nur schwer zu bekommen, wird aber dringend benötigt und nicht nur zum eigenen Verbrauch sondern auch um die regelmäßig geforderten Abgaben leisten zu können. Wer das nämlich nicht kann, muss eines seiner Lose in die Trommel werfen, was wiederrum die Wahrscheinlichkeit erhöht am Ende gezogen zu werden und als Vertreter des Distrikts an den Hungerspielen teilnehmen zu müssen (und damit das Spiel zu verlieren).

Der Spielplan zeigt den Distrikt 12 mit den wichtigsten Orten, an denen die überlebenswichtigen Ressourcen gefunden und/oder eingetauscht werden können. Doch der Distrikt ist nicht so groß, wie es vielleicht den Anschein hat. Wie viele Plätze an den einzelnen Orten vorhanden sind und von den Mitspielern genutzt werden können, ist von der Mitspielerzahl abhängig. Doch eines ist sicher, alle finden nie zur gleichen Zeit am selben Ort Platz und so gilt das Motto "Wer zuerst kommt, malt zuerst".

Im Wald ist immer mal wieder Nahrung zu finden und wer zu Beginn einer Spielrunde, wenn die Spielfiguren an einen anderen Ort versetzt werden müssen, den Wald aufsucht, der darf drei sog. Überlebenskarten vom Nachziehstapel ziehen und, sofern sich mindestens eine Nahrungskarte unter diesen befindet, eine Nahrungskarte davon in seinen Vorrat legen. Die übrigen Karten werden im Kapitol-Lager abgelegt.

Wer dieses Kapitol-Lager aufsucht, kann sämtliche abgelegte Karten durchsehen und eine davon gegen eine seiner Handkarten austauschen. Das macht immer dann Sinn, wenn eine bevorstehende Abgabe Ressourcen von einem fordert, die man noch nicht besitzt aber im Kapitol-Lager vermutet.

Die oberste Karte vom Nachziehstapel darf ziehen, wer sich zum Everdeen-Haus begibt und beim "Hob" darf man eine der im Laufe des Spiels dort verdeckt abgelegten Karten gegen einen Handkarte eintauschen.

In der Bäckerei werden während des Spiels immer wieder Karten offen abgelegt, und wer sich dorthin begibt, der darf alle Karten, die sich bis dahin oberhalb des Aktionsfeldes angesammelt haben, in seinen Vorrat nehmen. Das kann sehr interessant sein, da sich dort etliche Karten ansammeln können und man auf diese Weise auch mal deutlich mehr als eine Karte bekommen kann.

Das Justiz-Gebäude ist für jeden Spieler nur einmal verfügbar und erlaubt es, seine Position mit der eines Mitspielers zu tauschen. Das ist für denjenigen, der versetzt wird nicht von Nachteil, da er zu diesem Zeitpunkt die Aktion des entsprechenden Ortes bereits genutzt hat, für den versetzenden Spieler aber unter Umständen von existentieller Bedeutung, da vollbesetzte Orte ja nicht besucht werden können, auch wenn man die dortigen Ressourcen noch so sehr benötigt.

Auf diese Weise sammeln die Spieler jede Runde Ressourcen um nach Möglichkeit zu Beginn der Runden 4, 7, 10 und am Ende der Runde 12 die geforderten Ressourcen abgeben zu können. Dabei gilt es die Werte, die sog. Überlebenspunkte, auf den Ressourcenkarten zu berücksichtigen, denn am Ende gewinnt der Spieler, dessen Karten in der Summe die höchsten Überlebenspunkte aufweisen. Die hohen Karten behalten, die niedrigen abgeben, wem das möglichst oft gelingt, der sollte am Ende die wenigsten Lose abgegeben und eine sehr hohe Überlebenspunktzahl erreicht haben.

Wer die Abgabeforderungen nicht oder nicht vollständig erfüllt, der muss für jede fehlende Karte ein Los (Karte) verdeckt in die "Glaskugel" legen, aus der am Ende des Spiels, nach der 12. Runde ein Spieler ausgelost wird. Dieser Spieler muss als Tribut für Distrikt 12 an den Hungerspielen teilnehmen und hat das Spiel auf jeden Fall verloren, unabhängig davon, wie viele Überlebenspunkte er sammeln konnte.

Zu erwähnen wären dann noch die Vorteilskarten, von denen jeder Spieler zu Spielbeginn eine erhält und offen vor sich ablegt. Dreimal während des Spiels kommen zusätzliche Vorteilskarten an bestimmten Orten ins Spiel und jeder Spieler der einen solchen Ort aufsucht und auf die normale Aktion des Ortes verzichtet, darf seine Vorteilskarte abgeben und die Karte des Ortes als neue Vorteilskarte vor sich ablegen.
Im Gegensatz zu den Startvorteilskarten bringen die weiteren Karten keinen Vorteil während des Spiels, dafür ggf. Bonuspunkte bei Spielende, so dass es früher oder später fast schon unumgänglich ist, sich eine neue Vorteilskarte zu sichern.

Nach der 12. Runde endet das Spiel. Bevor jedoch der Sieger mit den meisten Überlebenspunkten ermittelt wird, werden die Loskarten auf dem Ablagefeld "Glaskugel" gemischt und zufällig ein Spieler ausgelost, der definitiv aus dem Rennen ist und auch dann nicht mehr gewinnen kann, wenn er die meisten Überlebenspunkte vorweisen kann.

Bei Die Tribute von Panem handelt es sich im Grunde um ein relativ abstraktes "Kartensammelspiel". Das Thema wirkt aufgesetzt und wäre im Grund beliebig austauschbar, ist aber trotz allem der (möglicherweise einzige) motivierende Aspekt des Spiels. Das gleiche Spiel mit einem anderen Thema oder völlig abstrakt würde möglicherweise (noch) weniger Spaß machen und damit ist im Grunde schon alles gesagt. Spielerisch etwas mager ist das ansprechend ausgestattete Spiel wohl in erster Linie für Fans der Buchreihe bzw. des Films so richtig interessant.

Die Spielregel ist einfach, die Spieldauer kurz, das relativiert den Glücksfaktor im Spiel, insbesondere den bei Spielende, wenn derjenige ausgelost wird der das Spiel auf jeden Fall verloren hat. Was bei einem längeren Spiel sicherlich für Frust sorgen würde ist bei Die Tribute von Panem ein der Thematik geschuldeter Mechanismus, der zu verschmerzen ist. In der Summe bietet das Spiel für meinen Geschmack zumindest spielerisch etwas zu wenig und verlässt sich in erster Linie auf seine Thematik. Diese ist zugegebenermaßen schlau gewählt und lässt den einen oder anderen sicherlich gerne über spielerische Defizite hinwegsehen. Wer sich durch das Thema nicht angesprochen fühlt, der sollte sich zunächst in einer Testpartie ein Bild vom Spiel machen.

Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar!


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