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Belfort



Anzahl Spieler

Für 2 bis 5 Spieler
ab 12 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 bis 90 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Pegasus
Pegasus


Autor

Jay Crmier,
Sen-Foong Lim


Bild



Sonstiges:

Eigentlich ist Belfort eine Industrie- und Garnisonsstadt in Ostfrankreich, nahe der Grenze. Doch Pegasus Spiele verlagert mit dem gleichnamigen Spiel das Geschehen in eine Fantasywelt, in der Belfort als befestigte Stadt nahe der Grenze zu den wilden Trollhorden errichtet werden soll. Irgendetwas ist bei der Planung des Ganzen jedoch schief gelaufen und es wurden mehrere Oberbaumeister mit derselben Aufgabe betraut, nämlich die bis zu fünf Mitspieler. Klar dass dabei Spannungen vorprogrammiert sind, vor allem aufgrund der Tatsache, dass es trotz mehrerer Baumeister nur einen einzigen Stadtschlüssel gibt. Und den erhält nur derjenige, der sich beim Stadtbau am meisten eingebracht und sich damit als Würdigster erwiesen hat.

Den Spielern stehen für ihre Aufgabe je ein Team aus drei Elben und drei Zwergen zur Verfügung, welche die für den Gebäudebau benötigten Rohstoffe und finanziellen Mittel besorgen. Weitere Elben und Zwerge in den Spielerfarben können während des Spiels angeworben werden um noch effektiver agieren zu können. Darüber hinaus erhält jeder Mitspieler eine Spielertafel, die neben einer Übersicht über den Spielablauf, den Wertungen und den einzelnen Baukosten auch der Organisation der Ressourcen eines Spielers dienen, die neben und unterhalb der Tafel bei den entsprechenden Symbolen gelagert werden. Anfangs liegen dort die spärlichen Startressourcen sowie 12 Gebäudefiguren, mit denen später durch die Spieler errichtet Gebäude auf dem Spielplan dargestellt werden.

Der Spielplan besteht aus mehreren Spielplanteilen, den fünf Bezirken, die zusammen die fünfeckige Stadtfläche von Belfort ergeben. Auf weiteren Tafeln sind die Aktionsmöglichkeiten zur Beschaffung von Ressourcen, zum Anheuern weiterer Elben und Zwerge und zur Beeinflussung der Spielerreihenfolge zu finden bzw. ein Kalender, der den Spielfortschritt dokumentiert und die Aktionsmöglichkeiten im Handelsposten. Dort liegen auch eine von der Mitspielerzahl abhängige Anzahl an Gnomen bereit, die von den Spielern für ganz spezielle Aktionen angeheuert werden können, die nicht von Elben oder Zwerge übernommen werden können.

Belfort wird innerhalb von 7 Runden errichtet, die in immer gleicher Weise ablaufen. Zunächst wird der Kalender, die Spielfortschrittsanzeige, aktualisiert in dem der Kalenderanzeiger in den nächsten Monat verschoben wird. Anschließend setzen die Spieler ihre verfügbaren Elben und Zwerge bei den Aktionen bzw. Einnahmen ein, die sie ausführen bzw. erhalten möchten. Diese befinden sich zum einen und hauptsächlich auf der sog. Einnahmetafel, aber auch in Form von Gilden(-Plättchen), die lukrative Einnahmen versprechen, auf dem Spielplan. Später im Spiel dürften die meisten Spieler auch Gebäude errichtet und die entsprechenden Gebäudekarten vor sich ausliegen haben. Auch hier können sehr oft Zwerge, Elben oder Gnome eingesetzt werden um Ressourcen, Gold oder andere Vergünstigungen zu erhalten.

Reihum setzen die Spieler also beginnend mit dem Startspieler abwechselnd immer einen Elb oder Zwerg am gewünschten Ort ein, sofern dort noch Platz ist. Eine Ausnahme bilden dabei die Ressourcenfelder. Hier werden die verbliebenen Arbeiter eines Spielers erst dann und auf einmal eingesetzt, sobald dieser Spieler gepasst hat. Welcher Arbeiter bzw. welche Arbeiterkombination dann auf welchem Ressourcenfeld aktiv werden kann, ist auf der Einnahmetafel beim entsprechenden Feld zu sehen. Auch können hier Spielfiguren mehrerer Spieler auf demselben Ressourcenfeld stehen.

Die zur Wahl stehenden Aktionen bieten alles, was ein Spieler für das weitere Spiel benötigt. Beim Anwerber-Pult gibt es gegen eine Gebühr von zwei Gold Nachschub an Elben oder Zwergen, im Lager des Königs kann die Spielerreihenfolge beeinflusst werden, die Gilden gewähren gegen Gebühr Gold, Ressourcen nach Wahl oder andere Vergünstigungen genauso wie Gebäude.

Sobald alle Arbeiter eingesetzt wurden erhalten die Spieler zunächst ihr Einkommen entsprechend der eingesetzten Arbeiter auf der Einkommenstafel zuzüglich einer Goldmünze extra, müssen aber auch entsprechend ihres Fortschrittes auf der Wertungsskala Steuern zahlen. Es gibt mehrere Grenzen auf der Wertungsskala, bei deren Überschreiten die Steuerschuld ansteigt und auch bezahlt werden muss. Wer das nicht kann, verliert entsprechend der nicht beglichenen Steuerschuld Siegpunkte.

Anschließend führen die Spieler in Spielerreihenfolge ihre durch an entsprechender Stelle eingesetzte Arbeiter reservierten Aktionen aus. Beispielsweise können gegen Abgabe der auf der entsprechenden Gebäudekarte geforderten Ressourcen Gebäude errichtet werden. Drei Gebäudekarten haben die Spieler zu Beginn erhalten, weitere Karten können später käuflich erworben werden, wobei immer drei Gebäude offen in einer Auslage zur Auswahl bereit liegen. Der Gebäudebau bringt die Spieler dem Sieg erheblich näher. Zum einen bieten viele Gebäude zusätzliches Einkommen in Form von Gold und/oder Aktionen, die durch Einsetzen von Arbeitern genutzt werden können. Zum anderen darf mit jedem Gebäudebau eine Gebäudefigur auf dem Spielplan, auf einem Bauplatz der für diesen Gebäudetyp vorgesehen ist, eingesetzt werden. Auf diese Weise können die Spieler Gebäudemehrheiten in den fünf Stadtvierteln erringen, die anlässlich von Wertungen Siegpunkte bedeuten.
Einmal pro Zug kann der Handelsposten besucht werden, um Gnome einzustellen, weitere Gebäudekarten zu kaufen oder Ressourcen zu kaufen bzw. zu verkaufen.

Ist das Kalenderfeld der laufenden Runde mit einem roten X markiert, kommt es nach Ausführen der Aktionen zu einer Wertung. Punkte gibt es dabei für Arbeiter-Mehrheiten (Zwerge, Elben, Gnome) oder Gebäudemehrheiten in den fünf Stadtbezirken. Nach der dritten Wertung am Ende der siebten Runde endet das Spiel und der Baumeister mit den meisten Punkten erhält den Stadtschlüssel und ist Sieger des Spiels.

Belfort ist ein klassisches Mehrheiten und Workerplacement Spiel, wobei die Orte, an denen man seine Arbeiter einsetzen kann nicht nur auf dem Spielplan und damit "fest" sind, sondern auch auf beispielsweise errichteten Gebäuden zu finden sind. Damit ergeben sich in jedem Spiel neue Möglichkeiten. Trotzdem sind die Mechanismen des Spiels natürlich nicht neu und bestens bekannt allerdings in ansprechender Weise aufbereitet. Thema und Ausstattung haben mich sofort angesprochen. Wem es ähnlich geht und wer Gefallen an den genannten Mechanismen gefunden hat, der kann mit Belfort eigentlich nichts falsch machen. Wer Mehrheiten- und Workerplacement Mechanismen nicht mehr sehen kann sollte sich nach einem anderen Spiel umschauen.

Vielen Dank an Pegasus für das Rezensionsexemplar!


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