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Star Wars: Angriff der Klonkrieger



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 8 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 bis 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Kosmos
Kosmos


Autor

Inka Brand,
Markus Brand


Bild



Sonstiges:

Obi-Wan Kenobi, der einer Verschwörung gegen die Republik auf die Spur gekommen ist, wird auf einem Wüstenplaneten namens Geonosis gefangen gehalten. Anakin Skywalker eilt zu Hilfe und zusammen mit einigen weiteren Jedi-Rittern müssen sie in einer Arena um ihr Leben kämpfen. Ein Rettungskommando ist auf dem Weg, doch bis zu dessen Eintreffen sind die Jedis auf sich gestellt und müssen sich gegen eine gewaltige Übermacht behaupten. Genau dieser Abschnitt der zweiten Episode aus der Star Wars Saga ist Gegenstand der Komosneuheit Star Wars: Angriff der Klonkrieger.

Die Spieler schlüpfen die Rolle von Obi-Wan, Anakin, Mace Windu und/oder Kit Fisto und kämpfen in der Arena nicht nur gegen Kampfdroiden, Superkampfdroiden und Droidekas sondern auch gegen andere Bedrohungen und sogar "Mega-Bedrohungen" wie einem Nexu oder Reek oder Jango Fett. Fünf Runden gilt es zu überstehen, bevor Hilfe eintrifft und alle zusammen das Spiel gewonnen haben.

Der Spielplan zeigt die Kampfarena, die in sechseckige Felder unterteilt ist, die ihrerseits wiederrum in unterschiedlich große Gebiete gruppiert sind. Zu jedem Gebiet gibt es ein entsprechendes Gebietsplättchen und bereits vor Spielbeginn, nach dem die Spieler ihre Jedi-Figuren angrenzende zu den Säulen im Zentrum der Arena platziert haben, werden für die Kampfdroiden, die Super-Kampfdroiden und die Droidekas je vier Gebietsplättchen gezogen. Auf jedes freie Feld der gezogenen Gebiete wird ein entsprechendes Droiden-Plättchen gelegt, so dass die Situation gleich zu Beginn schon recht bedrohlich wirkt. Doch damit nicht genug! Pro Runde werden drei Bedrohungs- und eine Mega-Bedrohungskarte gezogen und auf die entsprechenden Felder des Spielplans gelegt. Es gilt nicht nur die Droiden in Schach zu halten sondern nach Möglichkeit auch diese Bedrohungen abzuwenden. Das Meistern der Mega-Bedrohung einer Spielrunde ist sogar Voraussetzung um das Spiel fortsetzen zu können, doch auch die anderen Bedrohungen können mehr als unangenehm werden.

Neben ihrem Jedi erhalten die Mitspieler ein Tableau, auf dem die Aktionen zu sehen sind, die einem Spieler zur Verfügung stehen. Mit diesen Aktionen können sich die Jedis durch die Arena bewegen, Droiden bekämpfen oder "Macht" ansammeln, mittels derer man sich das Leben mitunter deutlich leichter machen kann. Voraussetzung für das Nutzen von Aktionen ist ein passendes Würfelergebnis.

16 Würfel werden (soweit möglich) gleichmäßig auf die Mitspieler verteilt, reihum wirft jeder einen Würfel und verwendet das Ergebnis indem er den Würfel entweder auf die gewünschte Aktion auf dem Spielertableau (sofern das Würfelergebnis passt) legt oder auf eine der (Mega-)Bedrohungskarten. Diese fordern wie die Aktionen ebenfalls bestimmte Würfelergebnisse in unterschiedlicher Anzahl oder aber eine bestimmte Summe, welche durch die auf der Karte abgelegten Würfel am Ende der Runde genau erreicht werden muss, um die Bedrohung abzuwenden. Die Mega-Bedrohungskarte "Kampf gegen Nexu!" beispielsweise verlangt, dass im Laufe der aktuellen Runde drei Würfel mit dem Ergebnis 2 darauf abgelegt werden, während die Mega-Bedrohung "Schutz für Padme!" die Würfelsumme 18 erfordert, egal wie viele Würfel dafür eingesetzt werden.

Damit man nicht völlig dem Würfelglück ausgeliefert ist, können einzelne Würfel dazu verwendet werden, um Macht anzuhäufen. Diese wird auf einer Leiste festgehalten und sollte nie auf null sinken, denn das wäre gleichbedeutend mit der Niederlage aller Spieler. Eingesetzt werden kann diese Macht von allen Mitspielern, um einzelne Würfelergebnisse zu verändern. Dabei muss die Differenz zwischen neuem und altem Würfelergebnis in Form von Macht bezahlt werden. Verändert man beispielsweise das Würfelergebnis 3 auf 5 oder 1, dann "kostet" das zwei Schritte auf der Machtleiste. Mit ausreichend Macht kann man also selbst einer noch unerfüllten Megabedrohung kurz vor Rundenende noch gelassen ins Auge blicken.

Sobald nacheinander alle Würfel eingesetzt wurden, endet eine Runde. Gebiete die nicht komplett ohne Droiden sind, werden mit Droidenplättchen der entsprechenden Sorte aufgefüllt und die vier Bedrohungen werden überprüft. Wurden die auf den Bedrohungskarten abgebildeten (Würfel-)Bedingungen erfüllt, ist die Bedrohung abgewehrt, anderenfalls kommt es zu den abgebildeten negativen Auswirkungen, wie z.B. weitere Droiden oder Machtverlust. Im Falle der Mega-Bedrohung ist das Nichterfüllen, wie bereits erwähnt, gleichbedeutend mit einer Niederlage aller Spieler.

Bevor die nächste Runde beginnt findet ein neuer Droidenansturm statt. Wo und welche, das ist auf der Spielfortschrittsleiste abzulesen, auf der ein Kanonenboot nach jeder Phase einer Runde ein Feld weiter gezogen wird und anzeigt, was als nächstes geschieht.
Erreicht das Kanonenboot nach der fünften Spielrunde das Zielfeld, d.h. alle Mega-Bedrohungen wurden erfüllt, die Macht ist nicht auf null gesunken und die Vorräte der Droiden, Super-Droiden und Droidekas wurden nicht aufgebraucht, haben alle Mitspieler gemeinschaftlich gewonnen. Wie effektiv das Spielerteam dabei war, ergibt sich aus der Anzahl derjenigen Droiden, von denen sich die wenigsten im Vorrat befinden. Je nachdem, wie groß dieser Vorrat ist, erhalten die Spieler den Rang eines Jedi-Jünglings, eine -Padawans, eines -Ritters oder Jedi-Meisters.

Star Wars: Angriff der Klonkrieger ist ein einfaches kooperatives Spiel für die ganze Familie und in meinen Augen ein gutes Beispiel dafür, wie an sich einfache abstrakte Mechanismen, hier das erzielen vorgegebener Kombinationen aus Würfelergebnissen, thematisch ansprechend umgesetzt werden können. Die Regeln und Möglichkeiten sind überschaubar und die Würfel bringen einen relativ hohen Glücksfaktor ins Spiel, doch der lässt sich über das Ansammeln von Macht zumindest teilweise kontrollieren. Und trotzdem ist Zusammenarbeiten und koordiniertes Vorgehen gefragt. Gebiete sollten komplett von Droiden geräumt werden, denn sonst werden diese Gebiete zusätzlich zum neuen Ansturm aufgefüllt und die vorher für den Kampf gegen die beseitigten Droiden aufgewendeten Würfel waren verschwendet.

Besondere Beachtung verdienen auch die Bedrohungskarten, denn nicht nur die Mega-Bedrohungen können das Ende bedeuten, auch die Auswirkungen der "normalen" Bedrohungen können fatal sein. Sehr schnell ist die Macht aufgebraucht oder durch zusätzliche Droiden der Vorrat aufgebraucht. Die Vorräte gilt es immer gut im Auge zu behalten und hin und wieder lohnt sich ein Blick auf die Spielfortschrittsleiste. So lässt sich abschätzen, welche Droiden in der kommenden Runde verstärkt in die Arena strömen werden und man kann gezielt dafür sorgen, dass auch ausreichend Droidenplättchen im Vorrat sind und bleiben.
Um alle geforderten Bedingungen bis zum Ende zu erfüllen gilt der altbekannte Spruch "Möge die Macht mit euch sein!" in ganz besonderem Maße, denn nur mit ihr lassen sich die Würfel ggf. auch mal zwingen. Wer nicht zu den Glückskindern zählt, denen die Würfel immer gewogen sind, der muss mehr oder weniger oft auf die Macht zurückgreifen, um das Glück zu zwingen.

Star Wars: Angriff der Klonkrieger gefällt mir trotz aller Einfachheit recht gut und ist nicht nur für Liebhaber kooperativer Spiele einen Blick wert. Das Spiel kann durch einen anpassbaren Schwierigkeitsgrad sowohl erfahrene Spieler über einen längeren Zeitraum "bei der Stange halten" als auch Gelegenheitsspieler vor Frust bewahren. Wer sich anfangs sehr schwer tut oder wem die Herausforderung mit zunehmender Spielerfahrung möglicherweise zu gering ist, der kann die Startbedingungen und damit den Schwierigkeitsgrad anpassen. Mehr oder weniger Droiden am Anfang in der Arena und schon wird es deutlich leichter bzw. schwieriger. Mehr Macht am Anfang und schon klappt es viel besser oder weniger Droiden im Vorrat, schon muss wesentlich gründlicher überlegt und geplant werden und wer noch etwas dichter am Film spielen will, der entscheidet sich für die R2-D2/C-3PO Erweiterung, bei der zusätzlich die beiden Droiden mit dem C-3PO Kopf bzw. Körper besiegt werden müssen. Anschließend gilt es mit Würfelwürfen R2-D2 Kopf und Körper von C-3PO einsammeln und reparieren zu lassen. Noch mehr muss also mit den vorhandenen Würfeln erledigt werden und das macht das Spiel natürlich deutlich schwieriger.

Sicherlich, Star Wars: Angriff der Klonkrieger ist kein Strategiehammer und trotz Machtleiste bleiben die zufällig gezogenen Gebietsplättchen und die würfelbedingte Glückskomponente, aber zieht man nicht an einem Strang, und dabei meine ich nicht an verschiedenen Enden, und plant gemeinsam, ist das Spiel nicht zu gewinnen. Und aus meiner Sicht ist die Spielthematik natürlich auch ein absoluter Pluspunkt.

Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar!


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