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Revolution!



Anzahl Spieler

Für 3 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 45 bis 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

4 Punkte (HOlg)



Verlag

Pegasus
Pegasus


Autor

Philip duBarry


Bild



Sonstiges:

Eine Revolution ist eine gefährliche Sache! Sehr schnell steht man auf der Verliererseite mit unangenehmen Konsequenzen und so schlüpfen die Spieler im Spiel Revolution! lieber in die Rollen von Personen, welche die Revolution nicht selbst herbeiführen aber zum eigenen Nutzen beeinflussen um am Ende nach Möglichkeit an der Spitze zu stehen. Wichtig ist dabei die Kontrolle über Personen in wichtigen Schlüsselpositionen, die man durch Bedrohung, Erpressung oder Bestechung zu erlangen sucht. Doch die Konkurrenz schläft nicht und man ist bei allem Planen auch auf das Glück des Tüchtigen angewiesen, denn wirklich einschätzen lassen sich die Aktionen der Mitspieler nur selten.

Auf dem Spielpan ist eine Stadt zu sehen die in sieben Einflussbereiche (Kathedrale, Festung, Rathaus usw.) aufgeteilt ist. Mehrheiten eigener Gefolgsleute in diesen Einflussbereichen sichern einem eine gewisse politische Unterstützung in der Endabrechnung und die entscheidet über Erfolg und Misserfolg. 25 solcher Gefolgsleute erhält jeder Spieler zu Beginn in seiner Spielerfarbe, zusammen mit einer Biettafel und insgesamt fünf Bietmarkern aus den Bereichen Zwang, Erpressung und dreimal Gold. Mit diesen Bietmarkern wird später versucht Einfluss auf zumindest einige der Personen auf der Biettafel zu nehmen und damit die Konkurrenz nur eine wage Vorstellung von den eigenen Plänen hat, geschieht das Ganze hinter einem Sichtschirm.

Jede Spielrunde beginnt mit dem sog. "Spionieren". Hört sich gefährlich an, ist aber halb so wild. Jeder Spieler muss die Art und Anzahl seiner Bietmarker offen legen. Anschließend kommt es zum Bieten. Die Biettafelen werden hierzu hinter die Sichtschirme gelegt und alle platzieren alle ihre Bietmarker auf diejenigen Personen, die sie gerne beeinflussen wollen. Dabei muss berücksichtigt werden, dass jeder Spieler maximal sechs Beeinflussungsversuche unternehmen kann und nicht jeder Bietmarker bei jeder Person hilfreich ist. Die Wirtin beispielsweise lässt sich nicht erpressen, während ein General über Drohungen nur lacht. Welche Personen gegen welche Beeinflussungen "immun" sind ist recht einfach an der Hintergrundfarbe der Personen auf der Biettafel zu erkennen.

Haben alle Spieler ihre Bietmarker gesetzt kommt es zur Auswertung. Die Sichtschirme werden entfernt und die Personen der Reihe nach überprüft. Derjenige mit dem höchsten "Gebot" gewinnt den Einfluss auf die entsprechende(n) Person(en) und die bei dieser Person auf der Biettafel abgebildete Vergünstigung. Das können direkt spielentscheidende Unterstützungspunkte sein, aber auch neue Bietmarker oder die Möglichkeit Gefolgsleute in der Stadt zu platzieren.
Bei der Auswertung gilt, dass Zwang stärker als Erpressung und Erpressung stärker als Bestechung anzusehen ist. D.h. ein Zwang-Bietmarker schlägt jede Anzahl der übrigen Bietmarker während Erpressungsmarker jede Anzahl Bestechungsmarker schlagen aber schon gegen einen Zwangmarker unterliegen. Nur wenn gleichstarke Bietmarker aufeinander treffen ist die Anzahl der Bietmarker entscheidend.

Gefolgsleute einsetzen zu dürfen ist die beste Möglichkeit Unterstützungspunkte zu bekommen. Wer einen Einflussbereich einer Stadt kontrolliert, also mehr Gefolgsleute dort platzieren konnte als die Konkurrenten, der erhält am Ende die dort angegebenen Unterstützungspunkte dieses Einflussbereiches.
Das Spiel endet sofort, wenn alle Felder des Spielplans mit Gefolgsleuten der Spieler besetzt sind. Die in der laufenden Runde erhaltenen Bietmarker können zwar nicht mehr eingesetzt werden, da keine weitere Runde gespielt wird, allerdings sind sie trotzdem hilfreich, denn sie bringen stattdessen Einflusspunkte. Die Revolution kann beginnen und derjenige mit den meisten Unterstützungspunkten profitiert am meisten und gewinnt das Spiel.

Endet das Spiel nach der Auswertungsphase nicht, dann werden als letzte Aktion einer Runde Spenden gesammelt. Jeder der weniger als fünf Bietmarken durch beeinflusste Personen bekommen hat erhält für jeden fehlenden Bietmarker einen Goldbietmarker. Jeder Spieler hat also am Ende wieder fünf Bietmarker für die kommende Runde.

Drei optionale Regeln, die nach Lust und Laune angewendet werden können, bringt das Spiel gleich mit. Da gibt es zum einen die "Gebotserstattung", bei der nur derjenige Spieler seine Bietmarker verliert, der die Person auch tatsächlich beeinflussen konnte, den "Bereichsbonus", der 10 Bonuspunkte bedeutet, wenn ein Spieler alle Felder eines Stadteinflussbereiches mit eigenen Gefolgsleuten kontrolliert, und die "Abmachnungen", welche unverbindliche Absprachen und Aussagen über das geplante Bietverhalten erlauben.
Der Bereichsbonus scheint mir dabei der Interessanteste zu sein, bringt er doch so etwas wie taktische Überlegungen ins Spiel und hilft dabei die Aktionen der Mitspieler ab und an einigermaßen einschätzen zu können.

Genau daran mangelt es Revolution! aber meines Erachtens. Man hat kaum Anhaltspunkte um die Mitspieleraktionen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit einschätzen zu können. Mit Glück kann man günstig Aktionen ergattern oder aber trotz höherem Bietaufwand leer ausgehen. Nicht so dramatisch wäre das Ganze, wenn die Spieldauer proportional zum Erkläraufwand wäre. Erklärt ist das Spiel aufgrund der sehr einfachen Regeln in wenigen Minuten, gespielt wird jedoch meist um die 45 Minuten und das ist mir bei einem Spiel Unwägbarkeiten in diesem Umfang zu lange.

Abgesehen davon hat man ein gut ausgestattetes Spiel, das einen schnellen Einstieg ermöglicht, einen funktionierenden Bietmechanismus bietet und bei einer passenden Runde auch Spaß macht. Mir persönlich ist Revolution für die Spieldauer zu "leicht" und unabwägbar, es gibt aber genug Spieler, die dieses Spiel sehr gerne und immer wieder spielen. Revolution! polarisiert also und daher sollte man im Zweifel eine Probepartie riskieren.

Vielen Dank an Pegasus für das Rezensionsexemplar!


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