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Blue Moon City



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

8 Punkte (HOlg)



Verlag

Kosmos
Kosmos


Autor

Reiner Knizia
Reiner Knizia


Bild



Sonstiges:

Die Völker Blue Moons sind zurück. Die Krise ist überwunden, man bekriegt sich nicht mehr und nicht nur das. Gemeinsam versuchen sie mit Hilfe der 2 bis 4 Mitspieler die zerstörte Stadt Blue Moon City wieder aufzubauen und bringen ihrem Gott Blue Moon Opfer dar. Die Spieler hingegen arbeiten zwar letztlich auch gemeinsam am Wiederaufbau der Stadt, allerdings will jeder in der Gunst des Gottes Blue Moon höher stehen als alle anderen und am Ende die meisten Opfer am Obelisken dargebracht haben.

Aus 21 beidseitig bedruckten Gebäudetafeln wird der Spielplan vor jedem Spiel neu zusammengesetzt. Anfangs liegen die Seiten mit den Bauskizzen oben, die Gebäude müssen ja erst während des Spiels errichtet werden. Für jeden Mitspieler ist eine Holzfigur enthalten, mit der die aktuelle Position in der Stadt Blue Moon City angezeigt wird und die bei Spielbeginn auf den Marktplatz im das Zentrum der geplanten Stadt gestellt wird. Die drei aus Kunststoff modellierten Drachen sind vielen schon aus dem Kartenspiel Blue Moon bekannt. Sie können durch die Spieler auf Gebäudetafeln der Stadt gesetzt bzw. gezogen werden und bringen dort den Spielern unter Umständen Drachenschuppen ein, die wiederum wertvolle Kristalle bedeuten können.
Kristalle kann man aber auch und in erster Linie durch die Beteiligung an der Errichtung der Gebäude bekommen, die durch einen der 10 Holzbausteine in der entsprechenden Spielerfarbe beim jeweiligen Gebäude angezeigt wird. Für den Bau an den Gebäuden benötigen die Spieler die Hilfe der Blue Moon Völker, die durch Spiel Spielkarten dargestellt werden von denen jeder Spieler bei Spielbeginn acht auf die Hand bekommt.
Die Kristalle werden benötigt, um sie zum Obelisken der Stadt (Einblendung: 1 Obelisk) zu bringen. Die beiden unteren, äußeren Felder werden im Spiel zu zweit nicht berücksichtigt.

Zunächst darf ein Spieler am Zug seine Spielfigur um 2 Gebäudetafeln weit bewegen. Gezogen werden darf horizontal und vertikal wobei Abbiegen erlaubt ist. Auch ein Verzicht auf die Bewegung ist zulässig, wenn beispielsweise auf der aktuellen Gebäudetafel gebaut bzw. geopfert werden soll.

Auf der Gebäudetafel, auf der eine Bewegung endet, darf nun ein Baustein der eigenen Farbe platziert werden, wenn dort noch ein Baufeld frei ist und die benötigten Karten zur Verfügung stehen. Der Gebäudebau ist in einzelne Bauabschnitte unterteilt und je nach Gebäudegröße gibt es 1 bis 4 einzelne Bauabschnitte die vollendet werden müssen um ein Gebäude fertig zu stellen. Dargestellt werden diese Bauabschnitte durch Baufelder, die derjenige mit einem Baustein in seiner Farbe belegen darf, der den entsprechenden Bauabschnitt durchgeführt hat.
Um bauen zu dürfen müssen Völkerkarten in der Farbe des Gebäudes und mit einem Gesamtwert ausgespielt werden, der dem des gewünschten Baufeldes entspricht. Wenn die Karten ausreichen können auch mehrere Bauabschnitte hintereinander in Angriff genommen werden.
Der Palast hat die meisten und auch sehr umfangreiche (hohe Werte) Bauabschnitte. Dafür können für den Bau des Palastes Völkerkarten jeder Farbe genutzt werden, allerdings keine verschiedenen Farben für ein Baufeld. Beispielsweise können für den linken Bauabschnitt fünf schwarze und für den rechten Bauabschnitt 3 rote Völkerkarten eingesetzt werden, nicht aber eine Kombination verschiedenfarbiger Völkerkarten für einen dieser Bauabschnitte.

Befindet sich zum Zeitpunkt der Fertigstellung eines Bauabschnittes ein oder auch mehrere Drachen auf der Gebäudetafel, erhält der bauende Spieler dafür entsprechend viele Drachenschuppen. Allerdings nur einmalig während eines Spielzuges, auch wenn noch ein zweiter Bauabschnitt während desselben Spielzuges bebaut wird.

Wird der letzte Bauabschnitt eines Gebäudes fertiggestellt dieses Gebäude gewertet. Der Spieler der die meisten Bausteine auf der Gebäudetafel hat, ist der "Große Baumeister" und erhält dafür eine besondere Belohnung, die links oben auf jeder Gebäudetafel neben dem Stern abgebildet ist. Darunter ist die Belohnung zu sehen, die alle am Bau beteiligten Spieler erhalten, auch der "Große Baumeister".
Doch das ist noch nicht alles und jetzt kommt eine Komponente ins Spiel, die taktische bzw. strategische Überlegungen erlaubt. Jedes benachbarte Gebäude, das bereits fertig gestellt ist, bringt den am Bau des aktuellen Gebäudes beteiligten Spielern zusätzliche Belohnungen, die jeweils auf den benachbarten Gebäuden abgebildet sind. Das macht es natürlich besonders interessant an einem Gebäude baulich tätig zu werden, das schon einige festiggestellte Bauwerke in der Nachbarschaft hat. Im besten Fall kann das ordentlich Bonuskristalle bedeuten, die umso wertvoller sind, wenn man sie als einziger abgreifen kann. "Kleine" Gebäude, die man auch mal zügig allein vollenden kann in einer "günstigen" Position zwischen fertiggestellten Gebäuden die ihrer Nachbarschaft ordentlich Kristalle einbringen sind, solche Konstellationen gilt es zu erkennen und zum richtigen Zeitpunkt zu nutzen. Ist das neue fertige Gebäude gewertet, wird es umgedreht und die Spieler erhalten ihre Bausteine zurück.

Auf dem Marktplatz kann nicht gebaut werden. Wer seine Bewegung dort beendet darf dem Gott Blue Moon ein Opfer darbringen. Als Zeichen des Opfers wird ein Baustein des jeweiligen Spielers auf ein freies Feld des Obelisken gelegt, wobei die Felder von unten nach oben besetzt werden müssen. Das Opfer besteht darin, dass so viele Kristalle abgegeben werden müssen, wie auf dem zu besetzenden Feld des Obelisken angegeben ist.

Als letzte Aktion darf der aktive Spieler noch beliebig viele Handkarten abwerfen und anschießend seine Kartenhand auf acht ergänzen.

Auf den Völkerkarten sind Angehörige der verschiedenen Blue Moon Völker zu sehen, jede mit einem Wert, der neben der Kartenfarbe für den Gebäudebau wichtig ist. Sie haben den Wert 1, 2 oder 3 wobei Karten mit dem Wert 1 und 2 neben ihr "normalen" Funktion beim Gebäudebau auch eine Sonderfunktion haben. Allerdings kann man diese Karten entweder zum Bauen oder in ihrer Sonderfunktion, nicht aber für beides nutzen.

Mit den schwarzen, roten und blauen Karten, den Völkern Vulca, Terrah und Aqua können die Drachen in der Stadt platziert werden. Die Vulca bewegen den roten, die Terrah den grünen und die Aqua den blauen Drachen. Mit den Karten des Wertes 1 können die Drachen auf eine beliebige Gebäudekarte gestellt werden, also auch erstmalig ins Spiel gebracht werden, mit den 2er Karten darf der entsprechende Drache um bis zu 3 Gebäudetafeln nach den bekannten Zugregeln versetzt werden.

Die grauen Karten des Flit-Volkes modifizieren die Bewegung der Spielfigur eines Spielers. 1er Karten erlauben das beliebige Versetzen der Spielfigur, 2er Karten erhöhen die Zugweite um 2 Felder.
Das grüne Volk der Khind fungiert quasi als Joker. Sie haben immer den Wert 1 und können zusätzlich zu einer beliebigen anderen Farbe ausgespielt werden. Die Spezialität der Mimix ist es, paarweise ausgespielt einer anderen Farbe zugeordnet werden zu können. Zwei Mimixkarten, die nicht den Wert 3 besitzen dürfen, können als eine beliebige andere Völkerkarte mit dem Wert 3 ausgespielt werden.
Die Hoax haben die Fähigkeit Farben umzuwandeln. Eine 1er Hoax-Karte kann bis zu vier Karten einer Farbe in eine andere umwandeln, während eine 2er Hoax-Karte das nur bei einer einzigen Karte kann. Wer also beispielsweise eine gelbe Pillar-Karte mit dem Wert 3 hat, aber eine blaue Aqua-Karte benötigt, der kann eine weiße Hoax-Karte mit dem Wert 2 zusammen mit der gelben Pillar-Karte ausspielen und hat so die benötigte blaue Karte.
Die 1er und 2er Karten der Pillar können beim Opfern am Obelisken des Marktplatzes eingesetzt werden. Grundsätzlich darf nur ein Opfer pro Spielzug gebracht werden, wer aber eine Pillar-Karte mit dem Wert 1 oder 2 ausspielt, darf ein zusätzliches Opferbringen, muss aber für dieses zusätzliche Opfer Kristalle im Werte der Pillar-Karte zusätzlich zu den durch das Obeliskenfeld geforderten abgeben.

Bleibt noch zu erläutern was es mit den Drachenschuppen auf sich hat. Wie bereits erwähnt kann man die Drachenschuppen erhalten wenn man auf Gebäudetafeln baut, auf denen auch Drachen stehen. Auch als Belohnung für die Beteiligung am Wiederaufbau eines Gebäudes gibt es manchmal Drachenschuppen.
Sobald die letzte Drachenschuppe des Vorrats an einen Spieler vergeben wurde, werden diese gewertet und anschließend zurück in den allgemeinen Vorrat gelegt, um erneut vergeben werden zu können. Reichen die Drachenschuppen bei der letzten Vergabe nicht aus, muss sich der entsprechende Spieler die Zahl der Schuppen, die er noch hätte bekommen müssen, merken und bei der Wertung berücksichtigen.
Wer zum Wertungszeitpunkt die meisten Drachenschuppen hat erhält als Belohnung 6 Kristalle. Bei Gleichstand erhalten diese Spieler je 3 Kristalle genau wie alle anderen, die mindestens 3 Drachenschuppen vorweisen können. Alle Spieler, die Kristalle bekommen haben, geben ihre Drachenschuppen zurück, die anderen, die weniger als 3 Drachenschuppen hatten und keine Kristalle erhalten haben, dürfen diese behalten und haben nun einen kleinen Vorsprung.

Das Spiel endet, sobald ein Spieler abhängig von der Mitspielerzahl eine bestimmte Anzahl Opfer beim Obelisken erbracht hat und dieser Spieler ist auch der Gewinner.

Blue Moon City besticht durch optisch sehr gelungenes Spielmaterial, das in hervorragender Weise das Fantasythema des Spiels unterstreicht. Mit seiner angenehmen Spieldauer und den nicht zu komplexen Regeln ist dieses Spiels meines Erachtens auch bestens für Familien und Spieler geeignet, deren Hobby nicht nur aus Spielen besteht.
Kenntnisse des Kartenspiels Blue Moon sind nicht erforderlich allerdings hat es nochmal einen weiteren Reiz, wenn man die Völker des Kartenspiels im Brettspiel wiederfindet und teilweise den Charakter eines Volkes in seiner Spezialfähigkeit wiederfindet.
Und auch wem das Kartenspiel nicht so recht gefallen wollte kann durchaus mal einen Blick auf Blue Moon City werfen, denn wie gesagt, die Gemeinsamkeiten sind lediglich thematischer und weniger spielerischer Natur.

Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar!


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