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Bison



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 90 Minuten


Bewertung (max. 10)

8 Punkte (HOlg)



Verlag

Phalanx Games
Phalanx Games


Autor

Wolfgang Kramer,
Michael Kiesling


Bild



Sonstiges:

Bison aus dem Hause Phalanx versetzt uns in eine Zeit, in welcher der wilde Westen wirklich noch "wild" war, sprich noch kein weisser Mann die Jagdgründe der Indianer betreten hat. Zwei bis vier Indianerstämme versuchen die besten Jagdreviere für sich zu sichern. Auf den Prärien sind die Bisons zu finden, in ertragreichen Flüssen kann gefischt werden und dann gibt es noch Gebiete, die Berge, in denen sich die Truthähne am liebsten aufhalten.

Grundsätzlich ist es am Ende egal, ob man seine Punkte hauptsächlich durch Bisons, Fisch oder Truthähne bekommen hat, aber während des Spiels ist es von entscheidender Bedeutung seine Tierbestände in möglichst allen Gattungen recht hoch zu halten, denn die Kosten für Aktionen, die man während eines Spielzuges durchführen darf, müssen mit Tieren bezahlt werden, wobei diese immer aus allen Tiergattungen kommen müssen, beispielsweise 2 Bisons, 2 Fische und 2 Truthähne.
Zwar darf im Verhältnis 3 zu 1 getauscht werden, aber auf Dauer dürfte das "zu teuer" sein, um eine Chane auf den Spielsieg zu haben.

Zu Spielbeginn hat jeder Indianerstamm einen Tierbestand von 10 jeder Gattung, der auf einer Tafel mit je einem Spielstein angezeigt wird. Nur drei Landschaftsplättchen liegen anfangs aus, in deren Mitte der Totempfahl zu sehen ist, welcher die drei Start-Landschaften kennzeichnet und jeder Spieler verfügt in seinem Vorrat über vier Indianer, zwei Wigwams (Wert 1 und Wert 2) sowie über zwei Kanus mit den Werten 1 und 2. Das restliche Spielmaterial in den Spielerfarben steht im weiteren Spielverlauf als Markt zur Verfügung, von dem jederzeit "eingekauft" werden kann.
Der Startspieler beginnt und wählt eine von sechs Aktionen aus, die er ausführt und mit einem seiner vier Aktionssteinen markiert. So wird reihum verfahren, bis jeder Mitspieler vier mal am Zug war und seine vier Aktionssteine eingesetzt hat.

Die Aktion "Geländetafel und ggf. Indianer einsetzen" ist eine Pflichtaktion, die jeder Spieler während jedem seiner Spielzüge einmal ausführen muss. Ein zu Rundenbeginn gezogenes Geländeplättchen wird angelegt, wobei diese Feld nicht mehr als drei Plättchen vom Totempfahl entfernt sein darf um ein allzu wildes und unkontrolliertes Ausdehnen der Landschaft zu verhindern. Im Rahmen dieser Pflichtaktion können auch neue Indianer vom Vorrat ins Spiel sprich auf das eben gelegte Geländeplättchen eingesetzt werden.
Die Kosten für diese Aktion ist abhängig von der Anzahl an Indianern, die dafür "benutzt" werden. Wer keinen Indianer einsetzt, also auf die Aktion mehr oder weniger verzichtet, erhält ein Tier einer beliebigen Gattung auf seiner Bestandstafel gutgeschrieben, wer einen Indianer einsetzt zahlt nichts und ab dem zweiten Indianer fallen Kosten an. 2 Tiere für zwei Indianer, 4 Tiere für drei Indianer usw. Mit steigender Indianerzahl steigt also der Einfluss, den man mit seiner Aktion auf das Spielgeschehen ausüben kann, allerdings auch die Kosten, und zwar in einem nicht unerheblichen Maße. Die Indianer werden auf das eben gelegte Geländeplättchen eingesetzt, und zwar alle auf eine der drei Landschaftsarten (Prärie, Fluss oder Berge).

Eine zweite Aktionsmöglichkeit ist der Bau oder Ausbau eines Wigwams. Auf einem Gelände, auf dem sich eigene Indianer befinden, kann ein Zelt, ein Wigwam errichtet werden, dessen Grösse durch Punkte angezeigt wird. Es gibt die Grössen 1, 2 und 3 und ebensoviele Indianer müssen sich in dem Gebiet befinden, um ein entsprechend grosses Zelt zu errichten. Diese werden vom Spielplan entfernt und stehen über den Markt wieder zur Verfügung.
Der Ausbau eines Wigwams ist ebenso möglich. Man kann unter Einsatz von zwei Indianern in einem Gebiet mit einem 1er Zelt ein 3er Zelt errichten usw.

Genauso wie bei den Wigwams verhält es sich auch beim Bau von Kanus, nur dass diese natürlich in Flüssen errichtet bzw. vergrössert werden müssen.

Schließlich können bereits zuvor eingesetzte Indianer noch bewegt werden, wobei es hier drei (Aktions-)Möglichkeiten gibt. Eine Zusammenkunft bedeutet, dass ein Indianer bis zu fünf weitere Indianer in sein Gebiet zusammenrufen kann, egal wo auf dem Spielplan sich diese momentan befinden. Und dann gibt es noch zwei Aktionen, welche die Bewegung von bis zu fünf Indianer um ein Gebiet bzw. um bis zu drei Gebiete ermöglichen. Bei allen Bewegungen muss immer darauf geachtet werden, dass diese zwar durch von Mitspielern besetzte Gebiete führen, aber nicht dort enden dürfen.
Wie immer sind auch diese Aktionen mit Kosten in Abhängigkeit von der Anzahl der "verwendeten" Indianer verbunden.

Zusätzlich zu seinen Aktionen darf jeder Spieler jederzeit während er am Zug ist am Markt einkaufen, also weitere Indianer, Wigwams und Kanus in seinen Vorrat bringen. Zu schnell sind die eigenen Vorräte aufgebraucht und es wird Nachschub benötigt. Und natürlich muss auch hier mit Tieren bezahlt werden, es gilt also immer genau abzuwägen, wann man wieviel ausgibt.

Am Ende einer jeden Runde, also wenn alle ihre vier Aktionen ausgeführt haben, kommt es zu einer Wertung, d.h. die Spieler bekommen Tiere für die Gebiete, in denen sie besonders stark vertreten sind. Wer beispielsweise in einer Prärie am stärksten vertreten ist, bekommt soviele Bisons, wie in diesem Gebiet zu finden sind. Der zweitstärkste erhält immerhin noch die Hälfte der dort vorhandenen Tiere und der 3. und 4. Rang erhält soviele Tiere, wie auf genau dem Feld der Prärie befinden, auf dem auch die eigenen Indianer, Wigwams oder Kanus sind.
In den ersten Runden sind diese Erträge Einnahmen, die in der folgenden Runden eingesetzt werden sollten, um sich weiter auszubreiten und noch weitere Gebiete mit zahlreichen Tieren unter die eigene Kontrolle zu bekommen. Erst die erhaltenen Tiere der letzten Spielrunde, in der die letzten Landschaftsplättchen ausgelegt werden, sind gleichbedeutend mit Siegpunkten, die letztlich spielentscheidend sind.

Bison ist ein kleines aber feines Spiel. Das Haushalten mit den eigenen Ressourcen und die Entscheidungen, in welchen Gebieten man sich engagiert, wo der Aufwand wohl lohnt, ist das A und O.
Einen kleinen Vorteil hat meines Erachtens wer in einer Runde hinten sitzt. Er kann wunderbar auf die Aktionen der Mitspieler reagieren und wer dabei zusätzlich die noch offenen Aktionsmöglichkeiten der Mitspieler im Auge behält, der kann sich schon mal den einen oder anderen Vorteil herausarbeiten. Aber der Startspieler wechselt von Runde zu Runde, so dass dieser Vorteil ständig wechselt.
90 Minuten Spielzeit sind, insbesondere in den ersten Partien, sicherlich nicht zu hoch gegriffen. Sind die Regeln zwar nicht sonderlich kompliziert, so gibt es doch viel zu berücksichtigen. Und je grösser die Spielfläche wird, desto schwerer überschaubar ist das Ganze und da kostet eine Spielzug schon etwas Zeit.
Auf jeden Fall ist Bison ein Spiel, in dem mehr steckt, als die "kleine" aber ausreichende Grösse der Spielschachtel den einen oder anderen möglicherweise vermuten lässt.

Vielen Dank an Phalanx Games für das Rezensionsexemplar!


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