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Giganten der Lüfte



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 45 bis 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

5 Punkte (HOlg)



Verlag

Queen Games
Queen Games


Autor

Andreas Seyfarth


Bild



Sonstiges:

Die Zeppeline waren die erfolgreichsten Luftschiffe, ausgestattet mit einem kompletten Skelett aus Trägern und Streben. Der Bekannteste dürfte der Zeppelin LZ 129 Hindenburg, benannt nach dem deutschen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg, sein. Zusammen mit dem Schwesterschiff LZ 130 war er das größte jemals gebaute Luftschiff und ist seit seiner Jungfernfahrt 1936 bis heute das größte je gebaute Luftfahrzeug.

Die zwei bis vier Spieler haben gerade ihre eigene Luftschiffwerft gegründet. Klein aber fein beginnt man Investoren und Ingeneure für das eigene Unternehmen zu interessieren und dieses zu vergrößern. Schließlich sollen Luftschiffe gebaut, am besten sogar am Bau der Hindenburg mitgewirkt werden. Doch dazu muss die Werft eine gewisse Größe aufweisen, sonst dürften solche Versuche fehlschlagen.

Sechs Unternehmensausbauten in Form von Spielkarten haben auf dem Tabelau eines jeden Spielers Platz, welches die Werft darstellt. Ein Ausbau aus jedem der vorhandenen Bereiche (Finanziers, Kommandanten, Ingenieure, Material, Hallen und Motoren) kann ein Unternehmen verbessern und damit die Chancen erhöhen einen Auftrag für ein Luftschiff oder gar einen Auftrag zum Bau eines Teils der Hindenburg zu bekommen. Beides bringt die für den Spielsieg benötigten Punkte. Eine erste Unternehmensverbesserung aus einem zufälligen Bereich erhält jeder bei Spielbeginn und insgesamt sechs weitere liegen offen auf dem Angebotstabelau aus. Wer am Zug ist, deckt eine weitere Karte vom verdeckten Nachziehstapel auf und legt sie in die entsprechendfarbige Zeile des Angebotstabelaus.

Anschließend sucht man sich eine der Karten aus. Eine die man gerne in sein Unternehmen integrieren würde. Diese Karte muss erwürfelt werden, um sie auf dem eigenen Tabelau ablegen und ihren positiven Effekt künftig nutzen zu können. Im oberen Bereich der Karte ist zu sehen, mit wie vielen Würfeln in welcher Farbe man das ebenfalls angegebene Ergebnis erzielen muss.
Aufgrund des Unternehmerplättchens - es zeigt einen weißen Würfel - und der ersten Ausbaukarte stehen jedem Spieler zu Beginn zwei weiße Würfel zur Verfügung und man wählt sich eine Karte, deren Ergebnis mit den vorhandenen Mitteln/Würfeln auch erreichbar ist, sprich nicht mehr als ein Würfelergebnis aus zwei weißen Würfeln erfordert. Da die Ausbaukarten nach ihren farblich abgestuften Rückseiten sortiert ins Spiel kommen (die hellen zuerst) ist sichergestellt, dass nicht gleich zu Beginn des Spiels richtig große Ausbaukarten ins Spiel kommen, die noch keiner erwürfeln kann.

Wer also als erste Ausbaukarte beispielsweise eine Halle wählt, für die man mit einem weißen Würfel eine drei erreichen muss, der würfelt mit seinen beiden weißen Würfeln und hofft wenigstens mit einem eine drei zu erreichen. Ist dies geschafft und damit die Bedingung der Karte erfüllt, darf die Ausbaukarte auf dem Unternehmenstabelau in das Feld mit der entsprechenden Farbe abgelegt werden. Unten auf der Karte ist zu sehen, welchen Nutzen sie einem bringt. Die Halle aus dem gerade angeführten Beispiel bringt z.B. einen weiteren weißen Würfel, der einem schon in der nächsten Runde zur Verfügung steht. Beim nächsten Würfelwurf darf man also schon auf drei Würfel zurückgreifen und es stehen dann auch Karten zur Wahl, für die man drei weiße Würfel benötigt.
Benötigt man für eine Karte weniger Würfel, als einem zur Verfügung stehen, erhöht das die Wahrscheinlichkeit das geforderte Würfelergebnis zu erreichen, denn nur die besten Würfelergebnisse können dann gezählt werden, während schlechte Ergebnisse ohne Auswirkung bleiben.

Erreicht man das geforderte Würfelergebnis nicht, erhält man nur einen Bonuschip. Pro Würfelwurf kann man einen dieser Chips ab sofort einsetzen, um ein Würfelergebnis um 1 zu verbessern, falls man mal knapp scheitert. Gibt man nach seinem Zug drei dieser Bonus-Chips ab, darf man sofort einen weiteren Zug durchführen, und das sogar mehrmals, wenn man ausreichend Chips im Vorrat hat.

Im weiteren Spielverlauf erhält man immer weitere und bessere Ausbauten, wobei immer darauf geachtet werden muss, dass man von jedem Ausbau einer Farbe immer nur einen besitzen kann. Wer schon einen Motor besitzt, der kann einen neuen Motor nur dann in sein Unternehmen integrieren, wenn er den alten abgibt. Am effektivsten wird das Unternehmen, wenn man in möglichst vielen Bereichen eine Ausbau besitzt, denn der Nutzen der Karten summiert sich und verbessert die Chancen erheblich.
Schnell stehen einem durch Ausbauten auch rote und/oder schwarze Würfel oder Modifikatoren für einzelne Würfelergebnisse zur Verfügung, die für einige Ausbauten und Luftschiffe zwingend erforderlich sind und auch höhere Würfelergebnisse ermöglichen.
Einige Ausbaukarten sind weniger effektiv, bringen dafür aber bei Spielende Siegpunkte. Man sollte solche Karten nicht zu früh erwürfeln, denn sonst blockieren sie einen Platz im Unternehmen der benötigt wird, um seine Würfelchancen zu verbessern. Aber natürlich auch nicht zu spät, denn sonst kann es sein, dass einem die Konkurrenz zuvor kommt.

Sobald das Unternehmen mal einen gewissen Stand hat, kann man sich an den Bau von Luftschiffen wagen. Diese liegen offen auf vier Stapel zu je drei Karten, wobei die Luftschiffe innerhalb eines Stapels immer aufwändiger werden und damit schwerer zu erwürfeln sind. Man bekommt die siegpunktträchtigen Luftschiffkarten genauso wie die Ausbaukarten, es muss das geforderte Ergebnis mit den vorgegebenen Würfeln erwürfelt werden. Luftschiffkarten werden auf einem Luftschiff-Ablagefeld auf dem Unternehmenstabelau gesammelt.
Derjenige, der zuletzt ein Luftschiff gebaut hat, erhält den Holz-Zeppelin. Diesen behält man so lange, bis ein anderer Spieler ein Luftschiff baut. Bis dahin aber erlaubt einem das Schiff sein Würfelergebnis immer um 1 zu verbessern es erhöht also die Wahrscheinlichkeit ein benötigtes Würfelergebnis zu erreichen.

Sobald einer der Luftschiff-Kartenstapel aufgebraucht ist, darf auch an den vier Bauabschnitten der Hindenburg gebaut werden. Der Bau erfolgt wie gewohnt durch das Erreichen des vorgegebenen Würfelergebnisses. Wer einen Bauabschnitt fertig stellt erhält den Holz-Zeppelin und legt in den Bauabschnitt einen seiner Bonusmarker. Ist die Hindenburg bis zum Spielende komplett fertig gestellt, erhält man für die erledigten Bauabschnitte den höheren der beiden dort angegebenen Punktwerte, ansonsten nur den kleineren Wert.

Das Spiel endet zum einen durch die Fertigstellung der Hindenburg aber auch, sobald sich auf den vier Stapeln mit Luftschiffen nur noch je maximal eine Luftschiffkarte befindet. Wer dann die meisten Siegpunkte auf Ausbau-, Luftschiffkarten und natürlich auch den Bauabschnitten der Hindenburg vorweisen kann, gewinnt das Spiel.

Bei Giganten der Lüfte wird gewürfelt ohne Ende. Auch ansonsten ist das Spielprinzip so richtig einfach und trotz der einfachen und an sich glücksabhängigen Würfelei ist man meist seines eigenen Glückes Schmied. Wer sehr hohe aber theoretisch mögliche Würfelergebnisse mit wenigen Würfel zu erreichen versucht wird wohl nur selten Erfolg haben und das Spiel gewinnen können, selbst bei einem gelegentlichen Glückstreffer. Die Wahrscheinlichkeiten zu seinen Gunsten beeinflussen und zur richtigen Zeit mit vertretbaren Risiko des Scheiterns die großen Punkte einfahren, das ist die Kunst bei Giganten der Lüfte.
Berücksichtigen allerdings alle Mitspieler den Grundsatz des kalkulierbaren Risikos, dann wird tatsächlich am Ende das Glück über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Die Umschreibung taktisches Würfelspiel trifft den Nagel voll auf den Kopf, wobei die anwendbare Taktik doch eher einfacherer Natur ist. Aggressiv und risikoreich sehr schnell und dann mit Glück das Unternehmen aufbauen oder mit geringerem Risiko aber etwas langsamer die Siegpunkte einfahren, mehr gibt es eigentlich nicht zu überlegen. Wer komplexe Spiele bevorzugt, dem dürfte Giganten der Lüfte wohl zu wenig bieten aber zumindest Gelegenheitsspieler und auf jeden Fall auch Würfelfans sollten auf ihre Kosten kommen und als Ausklang eines Spieleabends könnte es öfter mal auf den Tisch kommen.

Vielen Dank an Queen Games für das Rezensionsexemplar!


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