Holgs Spieleteufel       Würfel Teufel



  Startseite
  Editorial / Impressum
  News
  Rezensionen
  Forum (inkl. Ringkriegbereich)
  Meine Top Ten
  Spielecharts
  Spieleevents
  Wunschliste
  Verkaufsliste
  Zitate zum Thema Spiele
  Schweinfurter Spieletage
  Schweinfurter Spieletreff
  Links
  Counterstatistik
  RSS-Feed
  Awards
  holger.kiesel@spieleteufel.de
  Datenschutzerklärung
  Follow me on
  
   


 
   

Haste Bock



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 30 bis 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Zoch
Zoch


Autor

Gordon Lamont,
Fraser Lamont


Bild



Sonstiges:

Haste Bock ist nicht etwa eine neue billige Anmache für "Hin- und Mit-Spelunken" sondern eine neue Auflage des auf wenige Exemplare beschränkten und daher schnell vergriffenen Shear Panic von Fragor Games.
Sie sind also wieder da, die knuffigen Schafe der Spielemesse 2005. Ihr neues Zuhause haben sie bei Zoch gefunden, die das Spiel auch bis auf Kleinigkeiten so belassen haben wie es war. Und eigentlich gab es auch nicht viel zu ändern. Die Optik war ja seinerzeit schon einer der Faktoren der zum schnellen Ausverkauf beigetragen hat und spielerisch wurde in erster Linie ein Spielplan ergänzt, welcher der Übersichtlichkeit dienen soll. Regeltechnisch ist nahezu alles beim alten geblieben, so dass in erster Linie all denjenigen, die bei Shear Panic leer ausgegangen sind die Gelegenheit gegeben wurde, dieses Spiel doch noch zu erwerben.

Ausgerüstet mit den Aktionskärtchen einer Farbe versuchen die Spieler während des Spiels die zunächst dichtgedrängte Schafherde mit dem schwarzen Schaf im Zentrum so zu beeinflussen, dass die Position der Schafe in der Spielerfarbe möglichst punkteträchtig ist. Welche Position(en) das sind, ändert sich während des Spielverlaufs des öfteren und wird durch den jeweils aktuellen Spielabschnitt vorgegeben. Vier solcher Spielabschnitte gibt es und in welchem man sich gerade befindet kann man an der Position des Zeitsteines auf der Wertungsleiste erkennen.

Schon bevor das eigentliche Spiel beginnt hat jeder Spieler bereits einmal die Gelegenheit die Schafherde in seinem Sinne durcheinander zu wirbeln. Jeder würfelt einmal mit dem Farbwürfel und bewegt ein entsprechendfarbiges Schaf waagerecht, senkrecht oder diagonal soweit, bis ein anderes Schaf gerammt wird, welches dann um eine Position in dieser Richtung verschoben wird.

Jetzt erst geht es so richtig los und jeder Spieler am Zug wählt eines seiner offenliegenden Aktionsplättchen aus und führt die entsprechende Aktion aus. Da kommt so richtig Bewegung in die Herde, es wird bewegt, geschubst und übersprungen. Einzelne Schafe oder ganze Reihen, Ausmaß und Umfang variieren unter Umständen gewaltig.
Ist das Aktionskärtchen ausgeführt, wird der Zeitstein um die Anzahl Felder vorgerückt, die der Ziffer auf dem Aktionskärtchen entspricht, wodurch Wertungen ausgelöst oder Rammstösse mit einem ausgewürfelten Schaf durchgeführt werden können. Verlässt der Zeitstein einen farblich Bereich der Wertungsleiste gelten für die kommenden Wertungen andere Vorgaben als bisher.

Im ersten Abschnitt gilt es die eigenen Schafe möglichst nahe zusammen zu halten. Nach jedem Spielzug gibt es Punkte, wenn die eigenen Schafe vertikal, horizontal oder diagonal benachbart sind. Es wird also nach jedem Spielzug gewertet.
In Abschnitt zwei müssen die eigenen Schafe möglichst nahe beim Schafsbock, der sich an einer Spielplanseite befindet, stehen. Allerdings wird jetzt nur dann gewertet, wenn der Zeitstein die vorgegebenen Punktfelder überschreitet.
Im nächsten Abschnitt ist das schwarze Schaf punkteträchtig und zwar jedesmal dann, wenn nach einem Spielerzug die eigenen Schafe benachbart zum schwarzen Schaf stehen.
Zu guter letzt kommt noch das Friseurschaf ins Spiel, das diesmal an einem Spielplanrand steht. Doch im Gegensatz zum Schafsbock wollen die Schafe das Scheren meiden und es gibt Punkte, wenn die eigenen Schafe möglichst weit entfernt vom Friseurschaf stehen. Diesmal wird wieder nicht nach jedem Spielerzug sondern beim Erreichen bestimmter Felder durch den Zeitstein gewertet. Dieser Zeitstein beendet dann auch das Spiel beim Erreichen des letzten Feldes der Leiste und macht denjenigen zum Gewinner, der mit seinem Wertungsstein am weitesten vorrücken konnte.

Die Optik ist sicherlich unumstritten. Die Schafe waren und bleiben knuffig und klasse und machen einen nicht unerheblichen Teil des Spielreizes aus! Beim Namen des Spiels mögen sich die Geister scheiden, für mich ist das jedoch kein Kriterium um ein Spiel zu beurteilen. Ob Shear Panic oder Haste Bock, das Spiel bleibt was es war, was es ist, ein taktischer Leckerbissen, der seinen vollen Reiz in voller Besetzung entfaltet.

Der Einsatz seiner Aktionkärtchen muss gut überlegt sein, schliesslich kann jedes Kärtchen nur einmal im Spiel eingesetzt werden. Doch Vorausplanen ist nicht einfach, insbesondere zu viert, so dass es eher taktische als strategische Möglichkeiten gibt. Die Spieldauer ist nicht zu lange, so dass Zeit für eine zweite Partie bleibt, denn Wiederspielreiz ist sicherlich vorhanden.
Schön, dass dieses schöne Spiel wieder zu haben ist und nicht einigen wenigen vorbehalten bleibt.

Vielen Dank an Zoch für das Rezensionsexemplar!


Ähnliche Spiele:
(Familienspiel, Taktik)

Dschunke
Java
La Citta
Löwenherz
Caylus
Mexica
Puerto Rico

weitere Treffer...


Spiele vom selben Autorenteam:
(Gordon Lamont, Fraser Lamont)

Keine Spiele vom selben Autor
in der Datenbank gefunden !


Spiele vom selben Verlag:
(Zoch)

Tobago
Doktor Schlüsselbart
Goldbräu
Salamanca
Aztec
Dreams
Altamira


Spiele vom selben Jahrgang:
(2006)

Paladine & Drachen
Descent - Reise ins Dunkle
Imperial
Bison
Space Dealer
Die Säulen der Erde
Blue Moon City

weitere Treffer...