Holgs Spieleteufel       Würfel Teufel



  Startseite
  Editorial / Impressum
  News
  Rezensionen
  Forum (inkl. Ringkriegbereich)
  Meine Top Ten
  Spielecharts
  Spieleevents
  Wunschliste
  Verkaufsliste
  Zitate zum Thema Spiele
  Schweinfurter Spieletage
  Schweinfurter Spieletreff
  Links
  Counterstatistik
  RSS-Feed
  Awards
  holger.kiesel@spieleteufel.de
  Datenschutzerklärung
  Follow me on
  
   


 
   

Die Baumeister von Arkadia



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 45 bis 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Ravensburger
Ravensburger


Autor

Rüdiger Dorn


Bild



Sonstiges:

Wer in seinem Job gut ist, der kann auch gutes Geld verdienen. Oder Gold, wie im Spiel "Die Baumeister von Arkadia", in dem die Spieler als Baumeister die verschiedensten Gebäude und auch einen Palast für eine neue Stadt Namens Arkadia errichten. Vier wohlhabende und einflussreiche Familien geben Gebäude in Auftrag, an deren Errichtung die Spieler mit ihren Arbeitern mitwirken und dadurch Siegel der entsprechenden Familien erwerben welche dann im Rahmen von bis zu fünf Wertungen zu spielentscheidenden Gold gemacht werden.

Auf dem Spielplan ist das gesamte zur Verfügung stehende Baugelände zu sehen. Zunächst sind nur Zelte für die Arbeiter vorhanden und der Bauplatz für den Palast, der anfangs festgelegt und so gewählt werden muss, dass keines der Zelte verdeckt wird. Um das Baugelände herum sind drei Ablagebereiche für die Bauteile des Palastes, einer für jede der drei Etagen, die der Palast einmal umfassen wird.
Jeder Spieler erhält vier Baukarten auf die Hand und einen Sichtschirm, hinter dem jeder anfangs drei Arbeiter seiner Farbe stehen hat. An diesem Schirm werden noch vier Flaggen befestigt mit denen Wertungen ausgelöst werden können und schon können die Dinge ihren Lauf nehmen.

Wer am Zug ist, kann bis zu zwei Aktionen ausführen. Als erstes muss entweder gebaut werden oder es müssen Arbeiter auf dem Spielpan eingesetzt werden. Wer bauen will, spielt eine seiner Baukarten aus, platziert das entsprechende Gebäude auf dem Spielplan und legt das auf der Karte angegebene Siegel darauf. Beim Ablegen des Gebäudes ist nur zu beachten, dass es an den Palast(Bauplatz), ein bereits ausliegendes Gebäude oder einen bereits eingesetzten Arbeiter angrenzen muss.
Was man weiterhin beachten sollte ist, dass am besten möglichst viele Zelte überbaut werden, denn für die gibt es jeweils einen neutralen Arbeiter hinter den Sichtschirm. Arbeiter sind knapp, oder werden es sehr schnell sein, und die neutralen Arbeiter bringen einem Spieler zwar letztlich keine bzw. nicht unmittelbar Siegel ein, können aber mithelfen ein Gebäude fertigzustellen, auch wenn die eigenen Arbeiter nicht ausreichend sind. Und das ist oft genug sehr wichtig, wie wir noch sehen werden.
Nach dieser Aktion wird die Kartenhand durch eine der drei offenliegenden Karten oder durch eine des verdeckten Nachziehstapels ergänzt.

Wer nicht bauen will, der muss Arbeiter einsetzen. Dazu wird ein beliebiges Gebäude auf dem Spielplan gewählt, das noch nicht fertiggestellt ist, auf dem sich also noch ein Siegel befindet. Dort werden auf angrenzende freie Felder maximal soviele eigene oder neutrale Arbeiter gesetzt, wie hinter dem Sichtschirm vorhanden.
Sobald entweder durch das Legen von Gebäuden oder das Einsetzen von Arbeitern alle an ein Gebäude angrenzende Felder besetzt sind, gilt dieses als fertiggestellt. Derjenige, der die Arbeiten abgeschlossen hat - also das letzte freie Feld in irgendeiner Weise besetzt hat - erhält das Siegel auf dem Gebäude, alle anderen Spieler erhalten Siegel entsprechend der Zahl ihrer an dieses Gebäude angrenzenden Arbeiter.
Durch geschicktes Bauen und Einsetzen können auch mehrere Gebäude auf einmal fertiggestellt werden! Wie auch immer, für jedes fertiggestellte Gebäude wird nach der Vergabe der Siegel ein Palastbauteil auf dem dafür vorgesehen Bauplatz, auf einem freien Feld einer Etage abgelegt. In eine höhergelegene Etage darf allerdings immer erst dann gebaut werden, wenn die aktuelle Etage fertiggestellt ist. Für die Etagen eins und zwei des Palastes gibt es je drei Bauteile in jeder Siegelfarbe und diese Farben sind immer dann von Bedeutung, wenn es zu einer Wertung kommt.

Nach der Pflichtaktion eines Spieler ist die Entscheidung zu treffen, ob man eine seiner Flaggen einsetzen will. Diese bringt dem entsprechenden Spieler zwei seiner Arbeiter aus dem Vorrat hinter seinen Sichtschirm, die ab dem nächsten Zug eingesetzt werden können, und erlaubt es ausserdem keine, einige oder alle bereits erworbenen Siegel gegen Gold einzutauschen. Der aktuelle Wert der Siegel ist dabei von entscheidender Bedeutung und ergibt sich aus der Summe aller sichtbaren Siegelfarben auf den bereits verbauten Palastteilen. Es wird von oben auf den Palast geblickt und wer beispielsweise rote Siegel vergolden will, zählt alle von oben sichtbaren roten Palastbauteile, die bereits verbaut wurden. Die Summe dieser Palastbauteile sind der Multiplikatort für die Siegel. Fünf rote Siegel bringen also 25 Siegpunkte, wenn fünf rote und verbaute Palastbauteile sichtbar sind.

Ist die Pflichtaktion und ggf. die freiwillige Aktion abgeschlossen, kommt der nächste Spieler in gleicher Weise zum Zug. Sobald der Bau der zweiten Etage des Palastes abgeschlossen wurde, kommt jeder Spieler noch genau einmal an die Reihe. Anschliessend werden alle noch bei den Spielern verbliebenen Siegel zu Gold gemacht und es gewinnt derjenige mit dem meisten Gold.

Die Baumeister von Arkadia sind schnell erklärt, da eigentlich recht einfach. Die Aktionsmöglichkeiten sind überschaubar, was "problematisch" ist, ist die richtige Aktion zum richtigen Zeitpunkt zu wählen. Schlecht ist es beispielsweise längere Zeit ohne Arbeiter in der eigenen Farbe hinter dem Sichtschirm zu sein. So beraubt man sich der Möglichkeit eine günstige Gelegenheit wahrzunehmen und an einem Gebäudebau von derzeit möglicherweise wertvollen Siegeln mitzuprofitieren. Besser, wenn auch nicht optimal, ist es da mal eine Flagge zu opfern ohne Siegel zu verkaufen (weil deren Wert derzeit gering ist) und dafür aber zwei eigene Arbeiter zu erhalten.
Schon in der Spielregel ist der Tipp zu lesen, dass es nicht auf die Anzahl der Wertungen die man durchführt ankommt, sondern darauf zur richtigen Zeit zu werten und dieser Tipp ist auch sehr angebracht. Mit einer guten Wertung kann man drei Schlechte aufwiegen und manchmal mehr. Ohne eigene Arbeiter steht man aber eigentlich immer schlecht da.

Eine Siegelfarbe, deren Bauteile in der ersten Etage nicht oder kaum verwendet wurden, kann in der zweiten Etage sehr interessant werden. Da nie alle für eine Etage vorgesehenen Bauteile auch tatsächlich verbaut werden können, die nicht verbauten Teile aber in den Vorrat der nächsten Etage übernommen werden, stehen dann dort dann wesentlich mehr Bauteile dieser Farbe zur Verfügung. Das erhöht natürlich die Wahrscheinlichkeit einer Wertsteigerung der Siegel dieser Farbe erheblich, noch dazu wenn man genug Arbeitskräfte besitzt um in naher Zukunft einige Gebäude fertigzustellen und damit selbst die Palastbauteile (dieser Farbe) wählen und verbauen zu können.

Die Baumeister von Arkadia ist ein prima Spiel und gut ausgestattet. Der Einstiegsaufwand bis zum ersten Spiel ist aber trotz einfachen Regeln etwas höher als normal, denn sämtliche Palastbausteine müssen mit Siegelplättchen beklebt werden und an solchen Dingen finden meist nur Hardcore-Spieler Gefallen. Ansonsten verläuft ein Spiel eigentlich recht zügig, wobei manches Mal auch etwas gegrübelt wird. Doch abgesehen davon hat man in Arkadia viel Spass und kurzweilige Unterhaltung.

Vielen Dank an Ravensburger für das Rezensionsexemplar!


Ähnliche Spiele:
(Aufbauspiel, Taktik)

Civilization
Die Siedler von Catan
Dschunke
Java
La Citta
Löwenherz
Caylus

weitere Treffer...


Spiele vom selben Autor:
(Rüdiger Dorn)

Die Händler von Genua
Istanbul
Louis XIV
Goa
Jambo
Reise zum Mittelpunkt der Erde
Diamonds Club

weitere Treffer...


Spiele vom selben Verlag:
(Ravensburger)

Mexica
Java
Tikal
Die Fürsten von Florenz
Pueblo
Ökolopoly
Hase und Igel

weitere Treffer...


Spiele vom selben Jahrgang:
(2006)

Paladine & Drachen
Descent - Reise ins Dunkle
Imperial
Bison
Space Dealer
Die Säulen der Erde
Blue Moon City

weitere Treffer...