Holgs Spieleteufel       Würfel Teufel



  Startseite
  Editorial / Impressum
  News
  Rezensionen
  Forum (inkl. Ringkriegbereich)
  Meine Top Ten
  Spielecharts
  Spieleevents
  Wunschliste
  Verkaufsliste
  Zitate zum Thema Spiele
  Schweinfurter Spieletage
  Schweinfurter Spieletreff
  Links
  Counterstatistik
  RSS-Feed
  Awards
  holger.kiesel@spieleteufel.de
  Datenschutzerklärung
  Follow me on
  
   


 
   

Tyros



Anzahl Spieler

Für 3 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 70 bis 90 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Kosmos
Kosmos


Autor

Martin Wallace


Bild



Sonstiges:

Das Entstehen von Imperien war schon öfter Thema von Brettspielen. Vinci und Civilisation wären da meiner Meinung nach an oberster Stelle zu nennen, denn beide Spiele sind absolute Spitzenklasse! Da geht man doch gleich mit einer großen Erwartung an das Spiel ran und freut sich aufs Testen. Man kann irgendwie kaum glauben, daß in so einer kleinen Schachtel - sie hat das halbe sonst übliche "Kosmos-Format", wie alle Spiele aus der Kosmos-Reihe "Spiele für viele" - ein Spiel stecken kann, daß sich einem so komplexen Thema widmet und dieses gelungen umsetzt.

Doch ich kann es vorwegnehmen, das Spiel schafft es! Und das unterstreicht mal wieder den Satz "do not judge a book by its cover".
Der relativ kleine Spielplan zeigt den Mittelmeerraum, der sich auch auf den einzelnen Landschaftskärtchen wiederfindet, die Zug um Zug auf den Spielplan gelegt werden. Hier sind 4 Imperien am Entstehen. Diese kämpfen um die Vormachtstellung und die 3 oder 4 Mitspieler (Spiele für viele?) versuchen für sich den größtmöglichen Nutzen daraus zu ziehen. Dieser besteht in Punkten, die über den Spielsieg entscheiden und die man für Mehrheiten an Städten in den einzelnen Reichen, für das Vertreten sein in möglichst allen Imperien und für die Kontrolle von Gebieten der Königreiche durch eigene Schiffe bekommt.

10 Schiffe und ebensoviele Städte stehen jedem Spieler zur Verfügung. Ins Spiel bringt man sie - bis auf die beiden Schiffe, die jeder Spieler zu Beginn in Tyros einsetzen darf - durch Handelskarten, die man natürlich nie in gewünschter Kombination und Anzahl zur Verfügung hat. Daher spielt der Handel in diesem Spiel eine große Rolle. Doch eines nach dem Andern!

Damit sich die 4 Imperien ausdehnen können, müssen sie erst einmal gegründet werden. 4 Landschaftsplättchen werden daher vor Spielbeginn aufgedeckt und auf die entsprechenden Felder des Spielplanes gelegt, sie sind die Gründungsstätten der Imperium und werden mit je einem Imperiumsmarker gekennzeichnet. 10 Handelskarten in den 4 Farben der Handelswaren und den grauen "Jokern" sind das Startkapital. Die Farben der Handelswaren entsprechen den Farben der Imperien, jedes hatte so seine bevorzugte Handelsware.

Bevor ein Spieler am Zug seine Handelskarten einsetzen darf, muß er je nach Spielerzahl 1 oder 2 Landschaftsplättchen auf Gebiete des Spielplans legen, die an eines der Imperien grenzen. Damit wird diese Region dem entsprechenden Imperium einverleibt und entsprechend gekennzeichnet.
Jetzt kann der Städte- und Schiffsbau beginnen. Städte darf man nur in Gebieten eines Imperiums errichten, wenn sich dort mind. ein eigenes Schiff alleine aufhält und man benötigt dazu Handelswaren, die das entsprechende Imperium bevorzugt. Zunächst gilt es also seine Schiffe in die gewünschten Gebiete zu bewegen. Will man sein Schiff beispielsweise in das Reich der grünen Farbe ziehen und muß dabei über 4 Spielplanfelder ziehen, muß man 4 Handelswaren in grüner Farbe abgeben. Soll dort jetzt noch eine Stadt errichtet werden (das eigene Schiff befindet sich alleine auf diesem Feld), müssen 5 weitere grüne Handelswaren abgegeben werden.
Beim Schiffsbau verhält es sich nicht anders, es werden Handelskarten der passenden Farbe benötigt. Können bei Spielbeginn nur in Tyros neue Schiffe vom Stapel laufen, ist es im späteren Spielverlauf auch möglich, eigene Städte zum Produzieren neuer Schiffe zu nutzen.

Es versteht sich von selbst, daß man selten die benötigten Karten in ausreichender Zahl auf der Hand hat und so muß man handeln. Wenn alle Stricke reißen und man mal keinen Handelspartner findet, kann man auch für 3 abgegebene Karten eine bestimmte oder 3 zufällig gezogene neue Karten bekommen.

Als letztes ziehen die Spieler 10 neue Karten vom Stapel und eine neue Runde beginnt. Sobald alle Landschaftsplättchen gelegt sind, endet das Spiel und die gegründeten Städte und gebauten Schiffe bringen hoffentlich viele Punkte. Wie viele Punkte pro Stadt das genau sind, hängt davon ab, wie groß das Imperium ist, in dem sie errichtet wurde und ob man die Mehrheit an Städten in Imperien hat.

Schiffe bringen nur dann Siegpunkte, wenn sie ihre Seefeld kontrollieren, d.h. sich alleine ohne konkurrierende Schiffe der Mitspieler dort aufhalten. Einen satten Bonus von 7 Siegpunkten bekommt dann noch jeder, der es geschafft hat in allen vier Imperien mindestens eine Stadt zu gründen.

Tyros ist ein Spiel, in dem mehr steckt, als man zunächst möglicherweise vermuten mag. Schon die Spieldauer ist ein erster Hinweis darauf. Geschicktes Handeln und Erkennen welche Imperien man durch das Anlegen von Landschaftsplättchen fördern kann und sollte um eigene Städte möglichst wertvoll zu machen sind Voraussetzungen für ein erfolgreiches Spiel. Dies dürfte Taktik- und Verhandlungsbegeisterte besonders ansprechen. Dazu kommt noch ein überaus moderater Preis von 18 ?.

Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar!


Ähnliche Spiele:
(Taktik)

Dschunke
Java
La Citta
Löwenherz
Caylus
Mexica
Puerto Rico

weitere Treffer...


Spiele vom selben Autor:
(Martin Wallace)

Kohle - Mit Volldampf zum Reichtum
Rise of Empires
P.I.
Steel Driver
Toledo
Way out West
Tempus

weitere Treffer...


Spiele vom selben Verlag:
(Kosmos)

Die Siedler von Catan
La Citta
Löwenherz
Die Siedler von Catan - Aufbruch der Händler
Jäger + Späher
Blue Moon
Der Herr der Ringe - Das Meisterquiz

weitere Treffer...


Spiele vom selben Jahrgang:
(2002)

Mexica
Puerto Rico
Dschunke
Pueblo
Die sieben Weisen
Keythedral
Goldland

weitere Treffer...