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Emira



Anzahl Spieler

Für 3 bis 5 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 120 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Phalanx Games
Phalanx Games


Autor

Liesbeth Vanzier,
Paul van Hove


Bild



Sonstiges:

Der Traum so manchen Mannes könnte mit dem Spiel Emira von Phalanx in Erfüllung gehen. Bis zu 6 Spieler dürfen sich einen Harem zusammenstellen! Doch auch hier gibt es, wie bei allem im Leben, eine Kehrseite der Medallie. Die angehenden Haremsdamen bringen nicht nur Fähigkeiten in den unterschiedlichsten Bereichen wie Haushalt, Libido usw. mit, nein sie wissen auch durchaus was sie wollen und versuchen ihre Interessen bestmöglich durchzusetzen. Die Emanzipation hält auch im Harem Einzug und es ist gar nicht so einfach, die "richtigen" Damen für seinen Harem zu gewinnen.

Während sich die Interessen der angehenden Haremsdamen auf die Bereiche Ausstrahlung, Status, Palastgrösse und Liquidität konzentrieren, muss man als Scheich darauf bedacht sein, dass die eigenen Haremsdamen möglichst schnell die Zielvorgaben, sprich die richtige Kombination aus Intelligenz, Fähigkeiten im Haushalt, Kochkünsten und Libido erfüllen. Diese Zielvorgabe erhält jeder angehende Haremsbesitzer zu Spielbeginn in Form einer Karte. Wem nun aber die "richtigen" Damen nicht gewogen sind, da die Konkurrenz besser deren "Bedürfnisse" befriedigen kann, beispielsweise mehr Austrahlung, Geld usw. besitzt, der kann den Spielsieg noch immer durch blosse Quantität erringen. Ein Spieler, dem es als erster gelingt sechs Damen in seinem Harem zu versammeln, bevor ein anderer seine Zielvorgabe erfüllt, der gewinnt das Spiel, auch wenn seine Zielvorgaben nicht erfüllt sind.

Jeder Scheich hat bei Spielbeginn eine andere Ausgangssituation. Während der eine über ein grösseres regelmäßiges festes Einkommen verfügt, hat ein anderer bereits am Anfang einen besser ausgebauten Palast, eine grössere Ausstrahlung durch edle Klamotten oder bereits Kamele usw.
Das Ziel ist einfach und klar, der Weg dahin nicht, zumindest nicht einfach. Jede Runde wählt eine zufällig vom Stapel gezogene Dame einen Scheich aus und gehört fortan zu dessen Harem. Welcher Scheich das ist, ergibt sich aus den Vorlieben der Dame. Zwei Vorlieben hat eine jede, eine davon liegt ihr besonders am Herzen und sie erwählt denjenigen, der hier am meisten zu bieten hat. Erst wenn es hier mehrere potentielle Kandidaten gibt, kommt die zweite Vorliebe zum tragen und erst wenn sich auch hier keine eindeutige Entscheidung ergibt, bleibt die Dame vorerst unentschlossen.

Nun könnte man meinen, dass man einfach versuchen sollte möglichst jede Dame in seinen Harem zu bekommen, doch das kann ganz schön ins Geld gehen. Jede Haremsdame kostet am Ende jeder Runde Unterhalt und einige der Damen bringen noch weitere "Nachteile" mit sich, so dass nicht jede Dame im eigenen Harem unbedingt gerne gesehen ist. Doch die Entscheidung, welcher Harem die Heimat einer der Damen sein soll, liegt ausschließlich bei den Frauen! Der einzige Fall, dass eine Dame nicht zu ihrem Wunschkandidaten geht tritt dann ein, wenn der Palast nicht ausreichend Platz bietet. Im Grundausbau können zwei Damen einziehen, für jede weitere muss angebaut werden.

Wie verbessert man nun seine Attribute, welche für die begehrten Damen von entscheidenden Interesse sind? Ganz einfach und banal mit Geld. Und man braucht weniger davon, wenn man über reichlich Kamele verfügt.
Für die unterschiedlichen Lebensbereiche wie Ausstrahlung, Palastgrösse, Kamele usw. gibt es pro Runde genau eine Verbesserungsmöglichkeit. Wer also unbedingt seinen Palast ausbauen möchte, der sollte möglichst frühzeitig seine Wunschaktion auswählen dürfen, sonst könnte es sein, dass ein anderer Spieler seinen Palast ausbaut und diese Aktion in dieser Runde nicht mehr zur Verfügung steht. Zuerst auswählen darf der Spieler, der in einer Versteigerung das Höchstgebot abgibt und bezahlt. Dann wird wieder per Versteigerung ermittelt, wer als nächster aus den noch verbliebenen Bereichen wählen darf, solange bis jeder Spieler eine Aktion durchgeführt hat.
Es gilt zwar nicht der reichste Scheich zu sein oder zu werden, doch ohne Geld wird es schwer. Einige der Damen lassen sich unmittelbar durch Reichtum beeinflussen, alle anderen zumindest mittelbar, so dass jeder Scheich über ein nicht zu knapp bemessenes Einkommen verfügen sollte. Das feste regelmäßige Einkommen, dass jedem Scheich in jeder Runde automatisch zusteht ist da nicht ausreichend. Früher oder später muss man sich auch dem Gewürzhandel widmen, der weiteres und höheres Einkommen bedeutet. Doch das "kostet" wieder Aktionen und damit Zeit und benötigt eine gewisse Anfangsinvestition, für die man erstmal Geld übrig haben muss. Man muss also immer ganu abwägen, wann welche Aktion für einen sinnvoll ist, und wieviel einem diese ggf. Wert ist, falls sich mehrere gleichzeitig dafür interessieren. Manchmal ist es unabdingbar eine Aktion jetzt auszuführen, koste es was es wolle, manchmal kann man auch noch eine Runde warten und die Aktion für die Konkurrenz aber etwas teurer machen.

Emira ist ein lupenreines Versteigerungsspiel, das optisch äusserst ansprechend ist. Zwar ist das Ziel recht einfach und klar doch auf dem Weg dahin gibt es zahlreiche Möglichkeiten sich zu verzettlen und Rückstände sind - insbesondere gegen erfahrene Spieler - nur sehr schwer wieder aufzuholen. Das Thema mag man ansprechend finden oder auch nicht, jedenfalls macht das Spiel an sich viel Spass und die Zeit verfliegt derart schnell, dass man gar nicht so recht bemerkt, dass die auf der Schachtel angegebene Spieldauer doch eher als optimistisch Angabe einzuschätzen ist.
Es gibt zwar in grossen Runden schon auch einiges an Wartezeiten, bis man selbst (wieder) so richtig ins Spiel eingreifen kann doch trotzdem hat sich in unseren Testrunden auch bei voller Besetzung zu keiner Zeit Langeweile eingestellt. Jeder verfolgte immer mit Spannung die Aktionen der Mitspieler.
Wer recht früh im Spiel abgeschlagen ist und unaufholbar hinten liegt mag das möglicherweise anders empfinden, doch mit ein oder zwei Spielen Erfahrung sollte eine solche Situation nicht bzw. nicht zu früh im Spiel vorkommen.
Glück ist schon auch im Spiel und ein nicht zu unterschätzender Faktor, insbesondere wenn man die Fähigkeiten und Bedürfnisse der Haremsdamen nicht kennt. Woher soll man wissen, dass die von einem begehrten Damen ausgerechnet und ausschließlich auf Dinge Wert legen, um die man sich (noch) nicht kümmern konnte. Welche Bedürnisse die Haremsdamen haben, die man benötigt, weiß man bestenfalls nach mehreren Partien und wann diese Damen im Spiel dann auftauchen ist immer Zufall. Aber ohne das unnötige Quentchen Pech sollte am Ende der bessere Planer gewinnen.
Unterm Strich ist Emira aber aus meiner Sicht sowohl sein Geld als auch die aufzuwendende Zeit wert.

Vielen Dank an Phalanx Games für das Rezensionsexemplar!


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