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Santiago



Anzahl Spieler

Für 3 bis 5 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

8 Punkte (HOlg)



Verlag

Amigo
Amigo


Autor

Claudia Hely,
Roman Pelek


Bild



Sonstiges:

Vor den Spielern liegt eine unfruchtbare Wüste, der Spielplan. Das und ein Startkapital aus 10 Escudos stehen den Spielern zur Verfügung, daraus muss ein fruchtbarer Landstrich mit Plantagen der unterschiedlichsten Arten entstehen.
Was unmöglich erscheint muss geschafft werden, und ist auch zu schaffen, da eine Wasserquelle ganz in der Nähe ist. Pflanzer, die auf den Plantagen arbeiten, sind ausreichend vorhanden und ein Kanalaufseher sorgt dafür, dass Kanäle das so wichtige Wasser von der Quelle zu den Plantagen befördern werden.
Doch der ist bestechlich und kann es nicht allen Plantagenbesitzern recht machen.

Neben den bisher geschilderten Problemen erscheint es geradezu leicht, an die zur Kultivierung des Landes ebenfalls benötigten Plantagen zu kommen, denn diese werden zu Beginn jeder Runde versteigert. Dabei werden allerdings immer mindestens soviele Plantagen aufgedeckt, wie Mitspieler vorhanden sind. Es ist also für alle gesorgt.

Doch warum dann versteigern? Ganz einfach, bei den Plantagen gibt es Unterschiede! Manche bringen gleich zwei Pflanzer mit (haben also Platz für zwei Ertragssteine), manche nur für einen und es dürfte schon jetzt klar sein, welche wahrscheinlich mehr begehrt sind, doch dazu später mehr.

Ansonsten ist der "Wert" einer Plantage für jeden Spieler anders. Ist es Anfangs noch ziemlich egal, mit welcher Plantagenart (Zuckerrohr, Kartoffeln, Bananen usw.) man anfängt, sind im späteren Spielverlauf die Plantagen am begehrtesten, die an mehrere bereits gelegte Plantagen der gleichen Art angrenzend gelegt werden können.
Das liegt daran, dass bei Spielende alle Ertragssteine der Spieler, die sich auf den Pflanzern von Plantagen auf dem Spielplan befinden Punkte bringen. Und zwar wird die Anzahl Ertragssteine auf einer zusammenhängenden Fläche gleicher Plantagen mit der Anzahl der Plantagen dieser Fläche multipliziert. Es lebe die Monokultur.
Die Punkte die man bekommt hängt also einmal von der Anzahl der Ertragssteine ab, und zum anderen von der größe der Fläche gleicher Plantagen. Wer also auf einer großen Monokultur schon recht gut vertreten ist, wird bemüht sein, diese noch zu vergrößern. Am besten natürlich gleich noch eigene Ertragssteine draufsetzen, das bringt am meisten Punkte.
Wer an einer solchen großen Monokultur noch nicht vertreten ist, kann durch Anlegen einer weiteren Plantage mit eigenen Ertragssteinen vom Kuchen noch ein Stück abbekommen, stärkt aber natürlich auch alle anderen, die schon an dieser Monokultur beteiligt sind.

Doch zurück zur Versteigerung der Plantagen. Jeder gibt reihum einmal ein Gebot für das Recht zuerst aus den offenliegenden Plantagen auswählen zu dürfen ab oder passt. So wird die Reihenfolge ermittelt, in der die Spieler sich Plantagen aussuchen dürfen und es wird der Kanalaufseher unter den Spielern festgelegt. Kanalaufseher wird immer der Spieler mit dem niedrigsten Gebot bzw. derjenige, der zuerst passt.
Doch aufgepasst, wer gepasst hat, darf nicht soviele Ertragsteine auf die Plantage legen wie Pflanzer vorhanden sind, sondern immer einen Ertragsstein weniger!

Nach dieser Versteigerung müssen die Plantagen auch sofort auf dem Spielplan eingesetzt werden. Der Standort kann zwar beliebig gewählt werden, sollte aber wenn möglich an einen bewässerten Kanal angrenzen oder zumindest bald angrenzen, denn am Ende einer Runde kommt es zu einer Dürre auf allen Plantagen, die nicht bewässert sind.

Wessen Plantagen nach dem Platzieren schon bewässert sind, der hat (zumindest in dieser Runde) keine Probleme bei der nun folgenden Bestechung des Kanalaufsehers. Dieser darf nämlich nun genau einen Kanalabschnitt bewässern, in dem er einen blaues Stäbchen auf diesen Kanal legt. Dabei kann jeder Kanal gewählt werden, der an die Quelle oder einen bereits bewässerten Kanal angrenzt.
Es gibt also mehrere Möglichkeiten und nur selten sind sich alle einig. Also wird reihum, links vom Kanalaufseher beginnend, einen Gebotsrunde durchgeführt. Die Spieler geben ein Bestechungsgebot ab und platzieren das Stäbchen ihrer Farbe auf den Kanal, den sie gerne bewässert haben möchten. Liegt dort schon das Stäbchen eines Mitspielers, schließt man sich dessen Wunsch an und gebotenen Geldbeträge werden zusammengelegt. Wer kein Interesse daran hat, den Kanalaufseher von irgendetwas zu überzeugen, der passt einfach.
Als letzter kommt der Kanalaufseher selbst an die Reihe und entscheidet nun, ob er ein Gebot eines Spielers oder einer Gruppe von Spielern annimmt, wobei er bei der Auswahl völlig frei ist, es muss nicht das höchste Gebot gewählt werden, oder ob er trotz aller Gebote einen Kanal seiner Wahl bewässern will. Diese Entscheidung hängt nicht immer nur von der Lage der eigenen Plantagen ab, sondern oft genug auch von den eigenen Finanzen. Wer ein Gebot annimmt, bekommt Geld, muss aber den (Wunsch-)Kanal des/derjenigen Spieler bewässern, wer selbst entscheiden will, muss 1 Escudo mehr als das höchste Gebot war an die Bank zahlen. Nicht immer ein billige Angelegenheit!

Wie auch immer, ein Kanal wurde nun bewässert. Am Anfang des Spiels hat jeder Spieler ein Bewässerungsstäbchen bekommen, dass er einmal im Spiel, unmittelbar nach einer Bewässerung durch den Kanalaufseher einsetzen kann. Da das pro Runde nur von einem Spieler durchgeführt werden darf, wird reihum, wiederrum links vom Kanalaufseher beginnend, gefragt, ob dieses zusätzliche Stäbchen gelegt und damit ein zweiter Kanal in dieser Runde bewässert werden soll.
Dieses Stäbchen kann Gold wert sein, wenn man für den Kanalaufseher nicht genügend Geld bieten konnte oder wollte oder dieser trotz lukrativem Angebot andere Pläne hatte. Leider hat man im Spiel nur eines dieser Stäbchen, sollte es also sehr sinnvoll einsetzen. Zu lange mit dem Einsatz warten kann aber auch gefährlich werden, da immer nur ein Spieler diese zusätzliche Bewässerung pro Runde durchführen kann. Da kann man sehr schnell auch mal auf diesem Stäbchen "sitzenbleiben"!

Anschließend wird überprüft, welche Plantagen nicht bewässert sind. Von diesen wird nun ein Ertragsstein entfernt und dem entsprechenden Spieler zurückgegeben. Liegt dort kein Ertragsstein mehr, wird das Plättchen umgedreht und für den Rest des Spiel zu einem Wüstenfeld.

Bevor die nächste Runde beginnt, erhält jeder Spieler noch eine kleine Finanzspritze in Form von drei Escudos und weiter gehts.

Das Spiel endet je nach Mitspielerzahl nach der 9. bzw. 11. Runde. Nach dieser letzten Runde gibt es natürlich kein Geld mehr und die Trockenheit wird anders abgewickelt. Es wird nicht nur ein Ertragsstein von nicht bewässerten Plantagen entfernt, nicht bewässerte Plantagen werden sofort zur Wüste!
Nachdem alle Spieler den Wert ihrer auf dem Spielplan vorhandenen Ertragssteine ermittelt (Anzahl Ertragssteine einer Monokultur multipliziert mit der Anzahl Plantagen derselben Monokultur) und ausbezahlt bekommen haben, steht der Sieger fest.

Santiago ist ein Klasse Spiel, bei dem man ständig abwägen muss, ob eine Investition am Ende auch lohnenswert ist. Wer bei der Versteigerung der Plantagen gut mitmischt, hat vielleicht kein Geld mehr, um den Kanalaufseher dazu zu bewegen, die teuer ersteigerte Plantage auch zu bewässern.
Wer als Kanalaufseher mal eine Runde lang so richtig Geld scheffeln will, verzichtet zwangsläufig bei der Versteigerung auf die Auswahlmöglichkeit und muss nehmen was übrigbleibt. Oft genug ist das eine Plantage mit nur einem Pflanzer darauf. Dumm, wenn man dann bei der Plantagenversteigerung dann auch noch gepasst hat, denn wer passt darf ja nur einen Stein weniger als Pflanzer auf der Plantage sind platzieren, im schlimmsten Fall also garkeinen.
Aber eine Plantage, auf der man eh keine Ertragssteine platzieren darf, lässt sich herrlich dazu verwenden, das Wachstum anderer Monokulturen, an denen man nicht beteiligt ist, etwas zu bremsen, in dem man eine solche, ansonsten nutzlose Plantage dazwischenlegt.
Es gibt viel zu überlegen, viele Möglichkeiten und immer das Dilemma, welches wohl momentan die beste Entscheidung ist.

Vielen Dank an Amigo für das Rezensionsexemplar!


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