Holgs Spieleteufel       Würfel Teufel



  Startseite
  Editorial / Impressum
  News
  Rezensionen
  Forum (inkl. Ringkriegbereich)
  Meine Top Ten
  Spielecharts
  Spieleevents
  Wunschliste
  Verkaufsliste
  Zitate zum Thema Spiele
  Schweinfurter Spieletage
  Schweinfurter Spieletreff
  Links
  Counterstatistik
  RSS-Feed
  Awards
  holger.kiesel@spieleteufel.de
  Datenschutzerklärung
  Follow me on
  
   


 
   

Sankt Petersburg



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 45 bis 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

8 Punkte (HOlg)

Weitere Bewertungen

7 Punkte (Thomas Fischer)


Verlag

Hans im Glück
Hans im Glück


Autor

Michael Tummelhofer


Bild



Sonstiges:

Der 16. Mai 1703 gilt als Geburtstag der Stadt Sankt Petersburg die inzwischen eine Metropole Russlands ist. Doch aller Anfang ist schwer und das gilt insbesondere auch für die Gründerjahre der Stadt, in die uns das Spiel Sankt Petesburg versetzt.
Die Grundfestung der Stadt wurde von Peter dem Grossen an der Nevamündung auf einem sumpfigen Küstengebiet angelegt. Künstliche Häfen und Kanäle wurden angelegt, um die Waren in die wachsende Stadt zu transportieren. Mit nur 25 Rubel machen sich die Spieler an den Aufbau der Stadt und versuchen Handwerker anzusiedeln, Gebäude zu errichten und letztendlich auch Adelige in die Stadt zu locken.

Die Handwerker, Gebäude und Adeligen werden im Spiel durch Karten symbolisiert, die getrennt voneinander gemischt und auf den entsprechenden Feldern des Spielplans bereitgelegt werden. Ein vierter Kartenstapel besteht aus Ausbaukarten, mit denen sich Karten der eigenen Auslage aufwerten lassen. So kann beispielsweise der Bergarbeiter zu einer Goldschmiede werden, welche dann neben ihren "normalen Einnahmen" auch noch die Kosten für die Adeligen senkt. Abhängig von der Mitspielerzahl werden einige Handwerker aufgedeckt und in die erste Reihe der Kartenablage gelegt. Die erste Runde kann beginnen.

Zunächst wird die Runde gespielt, an deren Ende die Handwerker (alle grünen Karten) gewertet werden. Diese bringen in erster Linie Rubel in die Kasse und sind gerade am Anfang sehr wichtig. In der nächsten Runde erfolgt nach den Spieleraktionen die Wertung der Gebäude (blaue Karten), die hauptsächlich Siegpunktlieferanten sind, und schliesslich kommen in der dritten Runde auch die Adeligen zur Wertung (orangefarbene Karten), bei denen sowohl Rubel als auch Siegpunkte zu holen sind. In der Runde der Austauschkarten gibt es keine Wertung und es beginnt anschliessend wieder mit der "Runde der Handwerker".
Am Ende jeder Runde werden die Karten der Kartenablage (erste und zweite Ablagereihe zusammen!) wieder auf acht Karten ergänzt. Diese neuen Karten werden vom Stapel der Karten genommen, die als nächstes zur Wertung anstehen und nur in die obere Ablagereihe gelegt.

Alle Runden laufen in der gleichen Weise ab. Die Spieler kaufen Karten aus einer der beiden Reihen der Kartenablage (die Kosten einer Karte sind links oben zu sehen). Ist nicht genügend Geld für die heissbegehrte Karte vorhanden, kann diese auch auf die Hand genommen werden um sie zu einem späteren Zeitpunkt ins Spiel zu bringen. Das verursacht zunächst keine Kosten, kann aber zu Minuspunkten führen, nämlich fünf an der Zahl pro Karte, wenn diese sich bei Spielende noch immer auf der Hand befinden. Ausserdem ist die maximal zulässige Zahl an Karten auf der Hand auf drei beschränkt, sofern man nicht das Lagerhaus hat, das auch eine grössere Kartenhand erlaubt.
Als dritte Aktionsmöglichkeit kann man Karten auf der Hand "bauen", also vor sich ablegen. Selbstverständlich werden dann die Kosten für die Karte fällig. Wer nichts tun möchte oder kann, muss passen und sobald alle Spieler hintereinander gepasst haben - denn auch wenn man einmal gepasst hat, kann man wieder eine andere Aktion wählen, falls man nochmals an die Reihe kommt - ist die laufende Runde beendet.

Da Geld immer knapp ist und die 25 Anfangsrubel schnell aufgebraucht sind, sollte man auf folgende Möglichkeiten der Kostensenkung achten:

- Karten aus der zweiten (unteren) Ablagereihe nehmen, denn diese Karten kosten einen Rubel weniger.
- Karten kaufen, von denen man bereits welche in der Auslage hat. Denn pro bereits ausliegender gleicher Karte reduziert sich der Preis um einen Rubel.
- Spezielle Gebäude bauen. Spielt man beispielsweise auf viele Adelige, lohnt sich die Goldschmiede, welche die Kosten aller Adeligen um einen Rubel senkt

Die Kostensenkungen greifen alle auch nebeneinander, d.h. man zahlt beispielsweise 3 Rubel weniger, wenn man eine Karte aus der zweiten Ablagereihe nimmt und bereits zwei Karten dieser Art ausliegend hat. Allerdings sinken die Kosten niemals auf null oder darunter, es ist immer mindestens ein Rubel zu bezahlen.

Wurden vier Runden gespielt werden alle Karten der zweiten Ablagereihe entfernt. Die der ersten Reihe rutschen nach unten in die zweite Reihe und vom Stapel der Karten mit den Handwerkern wird die erste Reihe befüllt, bis wieder insgesammt acht Karten ausliegen.
So verläuft das Spiel Runde um Runde, bis einer der vier Kartenstapel aufgebraucht ist. Dann wird nur noch die aktuelle Runde zu Ende gespielt. Nach der anschliessenden Schusswertung gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.

In der Schlusswertung wird zu den während des Spiels erreichten Punkten noch Punkte für Adelige und für verbliebenes Bargeld addiert. Eine Leiste auf dem Spielplan gibt an, wieviele Punkte man für wieviele verschiedene Adelige bekommt. Dieser Punktewert steigt mit zunehmender Zahl Adeliger ganz hübsch an und kann ein Spiel nochmal drehen. Bekommt man für einen Adeligen genau einen Punkt, erzielt man mit beispielsweise 9 Adeligen satte 45 Punkte.
Und schließlich bekommt man für je 10 Rubel nochmal einen Siegpunkt.
Jetzt sollte man nach Möglichkeit auch alle Handkarten verbaut haben, denn sonst gibt es pro verbliebener Handkarte fünf Minuspunkte.

Sankt Petersburg ist ein Spiel, das den Spielern trotz einfacher Regeln viele Möglichkeiten eröffnet und immer wieder spannend ist. Das Geld ist stets zu knapp und wer die Rubel am effektivsten "rollen lässt" hat die besten Gewinnchancen. Wobei erwähnt werden muss, dass auch ein bisschen Glück nicht schaden kann. Wer gerade im Bereich der Handwerker schon bei Spielbeginn "günstig einkaufen" kann, hat einen nicht unerheblichen Vorteil. Kommt dann in einer Runde noch das Glück dazu, dass von einer Gattung Handwerker, von denen man schon einen oder zwei hat, gleich mehrere aufgedeckt werden, die sich die Mitspieler so gerade eben nicht leisten können, man selbst aber billiger, da in der eigenen Auslage bereits vorhanden, einkaufen kann, den nächsten dann nochmals billiger usw., kassiert man bei der Handwerkerwertung natürlich extrem mehr als die Konkurrenz. Sowas ist schwer aufzuholen. Wer sich aber immer etwas Geld für die folgende Runde übrigbehält, kann dem einigermaßen vorbeugen.

Wie auch immer, anfangs sind die Handwerker und die daraus relutierenden Einnahmen sehr wichtig doch sobald es geht muss auch das Punktekonto beachtet werden, denn wenn die lieben Konkurrenten schon recht bald punkteträchtige Gebäude errichten, die ja in jeder Runde Punkte bringen, ist ein Punkterückstand oft nur sehr schwer aufzuholen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sankt Petersburg ein relativ schnell erklärtes, kurzweiliges Spiel ist und aus dem Jahrgang 2004 besonders hervorgehoben werden kann.

Vielen Dank an Hans im Glück für das Rezensionsexemplar!


Ähnliche Spiele:
(Kartenspiel)

Magic - Die Zusammenkunft
Middle Earth - The Wizzards
Hanabi
Android: Netrunner
Jäger + Späher
Blue Moon
Texas Holdem

weitere Treffer...


Spiele vom selben Autor:
(Michael Tummelhofer)

Stone Age
Pantheon


Spiele vom selben Verlag:
(Hans im Glück)

Rasende Roboter
Medina
Dominion
Dominion - Seaside
Dominion - Blütezeit
Carcassonne - Die Stadt
Dominion - Reiche Ernte

weitere Treffer...


Spiele vom selben Jahrgang:
(2004)

Der Herr der Ringe - Der Ringkrieg
Carcassonne - Die Stadt
Antiquity
Blue Moon
Einfach genial
Raja
Goa

weitere Treffer...