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Raja



Anzahl Spieler

Für 2 bis 5 Spieler
ab 12 Jahre


Spieldauer

Ca. 90 bis 150 Minuten


Bewertung (max. 10)

8 Punkte (HOlg)



Verlag

Phalanx Games
Phalanx Games


Autor

Wolfgang Kramer,
Michael Kiesling


Bild



Sonstiges:

Raja - Palastbau in Indien, irgendwie musste ich sofort an Tadsch Mahal denken und hoffte auf ein ähnlich gutes Spiel und glücklicherweise war es auch so. Ähnliche Thematik und ähnlich gut, das wars aber auch an Ähnlichkeiten, denn viel mehr haben beide Spiele nicht gemeinsam.

Mit fünfzehn Goldmünzen, sechs Häusern und sieben Palästen im Vorrat sowie einem Berater an der Seite reisen die Mitspieler als Architekten durchs Land, genauer gesagt durch sieben Städte. Die Wege zu diesen Städten führen durch Dörfer, in denen zumindest ein Haus errichtet sein muss, sonst darf diese Ortschaft auf keiner Reiseroute vorkommen.
Das Reisen ist eine Aktion, welche die Spieler während ihres Zuges beliebig oft und lang nutzen können, solang der Geldvorrat ausreicht, denn Reisen kann auch ganz schön teuer werden. Wer nämlich durch Dörfer reist, in denen kein eigenes Haus errichtet wurde, der muss an jeden Mitspieler, der dort ein Haus besitzt, ein Goldstück bezahlen.
Ohne den eigenen Geldbeutel zu sehr zu belasten kann derjenige Reisen, der als Berater den Wanderer gewählt hat, denn in diesem Fall werden die Reisekosten, falls welche bezahlt werden müssen, aus der Staatskasse bezahlt. Wer sich aber dadurch zu allzu sorglosem Umherreisen verleiten lässt sollte bedenken, dass die Mitspieler, welche Häuser in den durchreisten Dörfern haben, dabei unter Umständen ganz schön verdienen.

Doch wozu reist man eigentlich durchs Land? Ganz einfach, die sieben Paläste aus dem eigenen Vorrat wollen errichtet werden und der Herrscher des Landes, der Maharadja, besichtigt nach jeder Spielrunde eine seiner Städte und vergibt dort Punkte. Für diese gibt es unmittelbar nach der Wertung Geld, je mehr Punkte, desto mehr Geld. Wenn man bedenkt, dass ein Palast in der Regel 12 Goldstücke kostet, kann man davon gar nicht genug bekommen.
In die Stadt, die in einer Runde zur Wertung kommt, wird zu Beginn eines jeden Zuges die Figur des Maharadjas gestellt. Die Stadt, die aller Voraussicht nach in der nächsten Runde vom Herrscher besucht wird, kann man auf einer Leiste erkennen, auf denen die Stadtwappen zu sehen sind. Immer das Unterste gibt die in der nächsten Runde zu wertende Stadt an und es wird zu Beginn der nächsten Runde ganz nach oben versetzt.
Man kann also genau erkennen, welche Stadt wann gewertet wird, wobei auf diese Reihenfolge der Stadtwappen durch die Spieler in jeder Runde Einfluss genommen werden kann.

Bei einer Wertung werden an die Spieler Punkte vergeben. Drei Punkte bringt ein Palast im Zentrum der Stadt, alle umliegenden Paläste bringen nur noch einen Wertungspunkt, genauso wie die in dieser Stadt errichteten Häuser und evtl. vorhandene Architekten. In solchen Fällen ist oft der Priester als Berater sehr nützlich, denn dessen Sonderfähigkeit wertet die umliegenden Paläste auf, so dass sie ihrem Besitzer zwei statt nur einen Wertungspunkt einbringen.
Der Spieler mit dem höchsten Punktewert erhält auch das meiste Geld. Die genaue Staffelung kann man einer kleinen Spielübersicht entnehmen, die für jeden Mitspieler vorhanden ist.

Nachdem der Maharadja platziert und das Stadtwappen nach oben versetzt wurde, stellt jeder Mitspieler für die anderen nicht sichtbar zwei Aktionen (auch zweimal dieselbe Aktion ist erlaubt!) auf seiner Aktionsscheibe ein. Diese sollten anschliessend auch ausgeführt werden. Wer dies nicht kann oder will, muss zwei Goldstücke an jeden Mitspieler Strafe zahlen.

Mit diesen Aktionen kann man seinen Geldbeutel zumindest etwas auffüllen, die Reihenfolge der Stadtwappen und damit die Wertungsreihenfolge der Städte ändern, Häuser und Paläste bauen, seinen Berater austauschen oder auch bereits errichtete Häuser versetzen. Für den Bau von Palästen oder Häusern in den Städten muss der eigene Architekt vor Ort sein, bei Häusern, die in Dörfern errichtet werden sollen, ist dies nicht erforderlich. Dafür gilt dort, dass pro Dorf maximal zwei (im Spiel zu zweit sogar nur eines) Häuser errichtet werden dürfen.
Die Reihenfolge, in der die Spieler ihre Aktionen ausführen wird durch die Werte der Berater bestimmt, der mit dem niedrigsten Wert kommt zuerst an die Reihe.

Das alles dient nur dem Zweck bei den Stadtwertungen das für den Palastbau benötigte Geld zu verdienen, denn das Spiel endet in der Runde, in der ein Spieler seinen letzten Palast verbaut oder sobald ein Stadtwappen auf das Feld mit der 10 gelegt wird. In beiden Fällen gewinnt, wer die meisten Paläste errichtet hat, bei Gleichstand entscheidet der verbliebene Geldvorrat.

Raja funktioniert in jeder Besetzung sehr gut, wobei das Zweierspiel einen ganz anderen Charakter hat als das Mehrpersonenspiel. In einer Profiversion kommt ein siebter Berater ins Spiel, der eine dritte Aktion ermöglicht und auch Aktionschips.
Macht es das Spiel seinen Spielern von den Regeln her gesehen relativ leicht, verlangt es ihnen während des Spiels so einiges an schweren Enscheidungen ab. Die ständige Geldknappheit erfordert eine genaue Planung, die aber oft genug von den Mitspielern durch Verändern der Wertungsreihenfolge oder Austausch der Berater über den Haufen geworfen wird.
Raja ist ein Spiel, dass man einige Male gespielt haben muss, das aber macht einem das Spiel recht leicht, denn der Wiederspielreiz ist doch recht hoch.

Vielen Dank an Phalanx Games für das Rezensionsexemplar!


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