Holgs Spieleteufel       Würfel Teufel



  Startseite
  Editorial / Impressum
  News
  Rezensionen
  Forum (inkl. Ringkriegbereich)
  Meine Top Ten
  Spielecharts
  Spieleevents
  Wunschliste
  Verkaufsliste
  Zitate zum Thema Spiele
  Schweinfurter Spieletage
  Schweinfurter Spieletreff
  Links
  Counterstatistik
  RSS-Feed
  Awards
  holger.kiesel@spieleteufel.de
  Datenschutzerklärung
  Follow me on
  
   


 
   

Pueblo



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

8 Punkte (HOlg)

Weitere Bewertungen

7 Punkte (Thomas Fischer)


Verlag

Ravensburger
Ravensburger


Autor

Wolfgang Kramer,
Michael Kiesling


Bild



Sonstiges:

Der Name des Spiels Pueblo läßt Erinnerungen an Karl May, den Wilden Westen und/oder Indianer wach werden. Doch wer ein sehr stark auf dieses Thema zugeschnittenes Spiel erwartet wird enttäuscht sein, denn Pueblo ist ein abstraktes Spiel, ähnlich Atztec (Zoch), bei dem das Thema lediglich aufgesetzt wurde. Das tut dem Spielspaß aber keinen Abbruch.

Letztlich wird mit Bausteinen in den Farben der bis zu vier Mitspieler und neutralen Bausteinen ein Pueblo errichtet, bei dessen Baufortschritt man darauf achten sollte, daß von außen (auch von oben!) möglichst wenige Flächen der eigenen Farbe zu sehen sind.
Viel netter klingt da die Beschreibung, daß die Spieler in die Rolle von Indianern schlüpfen, die von ihrem Häuptling den Auftrag ein Pueblo zu errichten bekommen haben, welches weitmöglichst in neutraler Farbe gehalten sein sollte - irgendwie klingt das ganze nach bayerischen Baurecht ;-). Doch leider sind nicht alle Bausteine in der gewünschten neutralen Farbe und der Häuptling beobachtet mit strengem Blick den Baufortschritt. Er bestraft das Auftauchen bunter Bausteine sobald er sie zu sehen bekommt. Glücklicherweise kann der Häuptling nicht überall sein. Er umrundet den Bauplatz kontinuierlich und hat so den Blick immer nur auf einen Teil der Baustelle. Zeit genug (hoffentlich!), die eigenen farbigen Bausteine hinter Neutralen oder denen der Mitspieler bis zum Auftauchen der Häuptlings "verschwinden" zu lassen.

Anfang ist der Bauplatz noch völlig leer, der Häuptling beginnt seine Rundgänge auf einem der Eckfelder. Jeder Mitspieler hat eine bestimmte Anzahl Bausteine in seiner und in neutraler Farbe zur Verfügung, die immer in Blöcken zu je zwei Steinen (ein Farbiger, ein Neutraler) zusammengestellt werden. Der übrigbleibende farbige Baustein ist der, mit dem jeder Spieler beginnen muß.
Der Spieler am Zug verbaut zunächst immer einzelne vor ihm liegende Bausteine, am Anfang also den Farbigen. Ist kein einzelner Baustein vorhanden, darf man von einem der Zweierblöcke einen Baustein auswählen und verbauen, der andere muß dann in jedem Fall beim nächsten Zug eingesetzt werden. Beim Platzieren der Bausteine muß darauf geachtet werden, daß der Baustein komplett aufliegt, d.h. kein Teil des Steines ohne Unterlage (Spielplan oder andere Bausteine) bleibt. Im übrigen können die Bausteine beliebig gedreht und gewendet werden, auch die Höhe des Bauwerkes unterliegt keinerlei Beschränkungen. Anschließend wird der Häuptling um 1 bis 4 Felder auf seiner Bahn um den Bauplatz weiterbewegt. Auf seinem jeweiligen Zielfeld blickt dieser nun auf das Pueblo und verteilt Strafpunkte an die Spieler, deren farbige Bausteine er von seiner Position aus erkennen kann. Dabei steigt die Anzahl der Strafpunkte, je höher die farbige Fläche liegt (1. Etage = 1 Strafpunkt, 2. Etage = 2 Strafpunkte usw.). Auf den Eckfeldern blickt der Häuptling von oben auf das Bauwerk und verteilt je einen Strafpunkt für jede farbige Fläche die er in dem Quadranten des Bauplatzes sieht, zu dem der Aufenthaltsort, das Eckfeld, des Häuptlings gehört. Und schon ist der Spielzug beendet und der Nächste kommt an die Reihe.

Beendet wird das Spiel mit einer "Ehrenrunde" des Häuptlings um den Bauplatz, Feld für Feld, mit Verteilung evtl. Strafpunkte, sobald der letzte Baustein verbaut wurde. Wer jetzt insgesamt die wenigsten Strafpunkte kassiert hat, ist der Gewinner!

Bei der Abbauvariante geht das Spiel jedoch noch weiter. Jetzt wird das Pueblo Baustein für Baustein wieder abgebaut, auch hier umkreist der Häuptling den Bauplatz und verteilt Strafpunkte. Klar, daß beim Abbau des Pueblos nur eigene und neutrale Bausteine entfernt werden dürfen.
Bei dieser Variante endet das Spiel, sobald der letzte farbige Baustein vom Spielplan genommen wurde.

Pueblo überzeugt durch einfachste Regeln und bietet trotzdem, insbesondere im Spiel zu Zweit, einiges an Taktik! Puebloerfahrene Spieler und diejenigen, die reichlich räumliches Vorstellungsvermögen mitbringen, sollten unbedingt die Variante(n) der Profiversion mit den Kultstätten ausprobieren, denn die erschweren das Ganze nochmals deutlich und sorgen dafür, daß sich auch nach zahlreichen Partien keine Routine einschleicht. Wen abstrakte Spiel nicht von vornherein abschrecken, der wird mit diesem Spiel auf jeden Fall seinen Spaß haben, es ist eines der interesanntesten Neuheit der Nürnbergmesse 2002.

Vielen Dank an Ravensburger für das Rezensionsexemplar!


Ähnliche Spiele:
(Abstrakt, Taktik, Westernspiel)

Dschunke
Java
La Citta
Löwenherz
Caylus
Mexica
Puerto Rico

weitere Treffer...


Spiele vom selben Autorenteam:
(Wolfgang Kramer, Michael Kiesling)

Tikal
Java
Mexica
Torres
Bison
Raja
Der Schwarm

weitere Treffer...


Spiele vom selben Verlag:
(Ravensburger)

Mexica
Java
Tikal
Die Fürsten von Florenz
Ökolopoly
Hase und Igel
Scotland Yard

weitere Treffer...


Spiele vom selben Jahrgang:
(2002)

Mexica
Puerto Rico
Dschunke
Die sieben Weisen
Keythedral
Goldland
Zoo Sim

weitere Treffer...