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Morisi



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

9 Punkte (HOlg)



Verlag

Cwali
Cwali


Autor

Corne van Moorsel


Bild



Sonstiges:

Strategie und Planung, Tiefgang und eigentlich null Glücksfaktor, daß charakterisiert Morisi wohl am besten.

Der variable Spielplan - die sechseckigen Spielplanfelder sind ja seit den Siedlern von Catan eigentlich jedem vertraut - besteht aus 39 Landschaftsplättchen und wird zu Spielbeginn nach dem Zufallsprinzip zusammengestellt so daß eine immer neue Landschaft aus Städten, Weinanbaugebieten und Gegenden die der Forstwirtschaft, dem Ackerbau, der Viehzucht oder der Fischerei dienen entsteht.
Jeder dieser die Städte umgebenden Landschaftstypen stellt andere Anforderungen an ein Verkehrsnetz und genau das ist es, was die Spieler aufbauen müssen. Es gilt möglichst viele Städte mit dem eigenen Verkehrswegen zu verbinden und in den 3 größten Städten (mit den insgesamt meisten Verkehrsanbindungen) den größten Anteil beizutragen.

Der Ausbau eines Verkehrsnetzes ist allerdings nicht so einfach. Um einen Weg durch ein Gebiet bauen zu dürfen, benötigt man zunächst das dafür erforderliche Wissen. Dieses wird durch Würfel der entsprechenden Farbe symbolisiert, die zu Spielbeginn reichlich auf den entsprechenden Spielplanfeldern verteilt werden.
Solange die Farbwürfel jedoch auf dem Spielplan liegen, nützen sie den Mitspielern noch nichts, das Wissen (die Farbwürfel) müssen erst erworben werden. Und schon sind wir mitten im Spiel!

Die erste Aktion eines jeden Spielers besteht immer darin, seine bei Spielbeginn auf ein beliebiges Landschaftsfeld eingesetzte Spielfigur um ein Feld weiterzubewegen und dort einen Farbwürfel aufzunehmen, sofern noch einer vorhanden ist. Dieser verschwindet dann zunächst hinter einem Sichtschirm, die Konkurrenten sollen sich schon merken müssen, über welches Wissen man verfügt! Felder, die durch eine Spielfigur eines Mitspielers besetzt sind, können zwar nicht besucht aber übersprungen werden.

Zu Beginn wird ein Spielzug nach dieser Aktion auch schon beendet sein, denn das Wissen über den Wegbau von ein oder zwei Landschaftstypen ist oft noch nicht ausreichend um zwei Städt miteinander zu verbinden. Bevor nämlich die zweite Aktion, die einem Spieler pro Zug zur Verfügung steht, durchgeführt werden darf, muß genug Wissen gesammelt worden sein, um einen kompletten Weg von einer Stadt zu einer anderen zu legen. Unfertige Wegstücke dürfen am Ende eines Zuges nicht mehr vorhanden sein!
Um also Wegstücke ins Spiel zu bringen legt man eines seiner Wegestäbchen an eine Stadt oder einen bereits gebauten eigenen Weg an und gibt einen Würfel der Farbe ab, die das Zielfeld des eben gelegten Wegstückes hat (Beispiel: ein Wegstück soll von einer Stadt in ein grünes Feld dann weiter in ein rotes Feld und anschließend in eine Stadt gelegt werden. Es ist also zunächst ein grüner Würfel abzugeben, dann ein Roter und schließlich nochmals ein roter Würfel um den Weg abzuschließen)!

Sobald es einem Spieler gelingt, zwei Städte miteinander zu verbinden, darf dieser in jede Stadt ein Häuschen stellen. Die Anzahl der Häuschen eines Spielers in einer Stadt müssen immer genau der Zahl der Verbindungen zu anderen Städten entsprechen, d. h. hat ein Spieler beispielsweise eine Stadt mit vier anderen Städten verbunden, stehen in dieser Stadt 4 Häuschen, in den anderen Städten jeweils nur ein Häuschen, sofern diese Städte nicht ihrerseits wieder mit anderen Städten verbunden sind!

Das waren eigentlich fast schon alle Regeln, die erklärt werden müssen! Eine Sache, abgesehen von der Tatsache, daß man nur ein Wegenetz beginnen darf, d.h. alle eigenen Wegstück miteinander verbunden sein müssen, ist allerdings für die Planung der Spieler noch sehr wichtig! Sobald ein Spieler zwei Landschaftsfelder mit einem Wegstück verbunden hat, wird es für die Mitspieler, die genau die beiden gleichen Felder verbinden wollen, also parallele Wegstücke legen wollen, teurer! Muß normalerweise ein Farbwürfel abgegeben werden, erhöht sich nun die Zahl der abzugebenden Farbwürfel um die Anzahl der dort bereits liegenden Wegstücke (im Zweipersonenspiel ist das Legen paralleler Wegstück gänzlich unzulässig!). Liegen beispielsweise schon zwei Wegstück von Mitspieler zwischen zwei Landschaftsteilen, müssen drei Farbwürfel abgegeben werden um noch ein weiteres Wegstück dorthin zu legen!
Man sollte zwar durchaus etwas warten bis man mit dem Bau seines Wegenetzes zu beginnen, denn dann kann man unter Umständen mehrere Wege auf einmal legen (solange die Farbwürfel eben reichen), wer aber zu lange wartet, muß evtl. mehr Farbwürfel als geplant abgeben, da schon einige Mitspieler Landschaftsfelder bebaut haben, durch die man selbst auch bauen muß!

Knifflig ist auch die Planung des Weges der Spielfigur, die für den Nachschub an Farbwürfeln sorgt! Schafft man es, die Spielfigur immer in Region zu dirigieren, deren Farbwürfel man gerade benötigt, hat man keine Sorgen. Allzu oft kommen einem aber die Mitspieler in die Quere und schnappen die im Laufe des Spiels immer knapper werdenden Wissenssteine weg!
Dazu kommt, daß das Spielende ebenfalls von den Wissensteinen abhängt. Sobald nämlich der letzte Wissensstein einer Farbe aufgenommen wurde, darf dieser Spieler seinen Zug noch beenden und damit dann auch das gesamte Spiel! Zu blöd, wenn der Wissensstein, den man noch unbedingt benötigt dann auch das ganze Spiel beenden würde obwohl ein anderer noch in Führung liegt!

Bei Spielende werden den Punkte der Mitspieler ermittelt. Jeder bekommt für jede Stadt, in der er mindestens ein Häuschen stehen hat, 4 Punkte. Für die drei größten Städte (also diejenigen, die die meisten Häuschen egal welcher Farbe haben - bei Gleichständen ggf. also auch mehr als 3 Städte!) erhalten die dort vertretenen Spieler so viele Punkte, wie sie Häuschen dort stehen haben!

Morisi ist ein Spiel, das nicht nur in ungewöhnlicher Verpackung daherkommt und dadurch ein "Hingucker" ist sondern auch in spielerischer Hinsicht absolut überzeugt.

Vielen Dank an Cwali für das Rezensionsexemplar!


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