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Mesopotamien



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 45 Minuten


Bewertung (max. 10)

9 Punkte (HOlg)



Verlag

Phalanx Games
Phalanx Games


Autor

Klaus-Jürgen Wrede


Bild



Sonstiges:

Das fruchtbare Mesopotamien lockte im Laufe der Geschichte unzählige Völker an und die zwei bis vier Mitspieler schlüpfen in die Rolle solcher Völker. Sie siedeln sich in Mesopotamien an, bauen Hütten und Kultplätze und versuchen die Gunst Baals, dem Gott der kanaanäischen Götterwelt der für Fruchtbarkeit, Sexualität und Leben steht, zu gewinnen. Nur wer zuerst vier Opferplättchen dem Gott Baal opfert gewinnt die göttliche Gunst und kann sich durchsetzen.

Einen Spielplan gibt es bei Mesopotamien nicht sondern die Spielfläche entsteht im Laufe des Spiels durch Auslage von Spielplättchen. Das ist nichts Neues, das gabs schon öfter. Was daran neu ist, ist die Verzahnung dieser Plättchen, die ein Verschieben des entstandenen Spielplans in sich verhindert. Das ist so einfach wie genial und man fragt sich unwillkürlich, warum da nicht schon längst jemand drauf gekommen ist.
Die begrenzte und von der Mitspielerzahl abhängige Startauslage bietet so gerade genug Platz für die ersten Hütten, Bevölkerungssteine sowie Rohstoffe, ohne die ein weiteres Ausbreiten unmöglich wäre. Doch das umliegende Gelände wird schnell entdeckt und weitere Landschaftsplättchen mit Bauplätzen für Hütten, Kultstätten oder weiteren Ressourcen werden "eingehackt".

Fünf Bewegungspunkte hat ein Spieler am Zug grundsätzlich zur Verfügung, die er beliebig auf seine Bevölkerung verteilen darf. Würde ein Spielstein dabei vom Spielplan ziehen, wird ein Landschaftsplättchen vom verdeckten Stapel gezogen und an entsprechender Stelle angebracht. Ist auf der neuen Landschaft ein Steinbruch oder Wald zu sehen, werden wiede abhängig von der Mitspielerzahl entsprechende neue Rohstoffe ins Spiel gebracht und auf dem Spielplan und zwar auf die Steinbruch- bzw. Waldfelder verteilt.
Ein Vulkanplättchen darf beliebig angelegt werden und anschließend wird ein Ersatzlandschaftsplättchen gezogen. Diese Vulkanplättchen haben nur den einen Sinn, die Wege für die Konkurrenten länger zu machen, denn sie dürfen von keinem betreten werden.

Während der Bewegung kann ein Spielstein jederzeit einen beliebigen Rohstoff oder ein Opferplättchen aufnehmen. Während ein Opferplättchen, einmal aufgenommen, nur noch im Tempel abgelegt werden kann um dem Gott Baal geopfert zu opfern, dürfen Rohstoffe auch jederzeit und überall wieder abgelegt werden.
Steine können für den Bau von Kultstätten verwendet oder im Tempel abgeliefert werden, um den eigenen Manavorrat und die Maximalgrenze, die das eigene Mana erreichen kann, zu erhöhen.
Holz benötigt man für den Bau weiterer Hütten durch die auch die Opferplättchen ins Spiel gebracht werden. Unter jede neugebaute Hütte wird verdeckt ein Opferplättchen nach Wahl des jeweiligen Spielers gelegt. Die Opferplättchen haben verschiedene Werte welche den Manavorrat symbolisieren, den man angehäuft haben muss, um das entsprechende Opferplättchen im Tempel auch wirklich opfern zu können. Reicht der Manavorrat derzeit nicht aus, darf der Bevölkerungsstein das Plättchen nicht ablegen und ist derzeit nicht für den Transport von Rohstoffen einsetzbar.

Sollten im Rahmen einer Bewegung einmal mehr eigene Bevölkerungssteine auf ein und demselben Feld wie rohstofftransportierende Spielsteine der Konkurrenz stehen, so können die unbeladenen eigenen Spielsteine die Rohstoffe der Konkurrenz stehlen und sofort abtransportieren und verwerten, sofern noch ausreichen Bewegungspunkte übrig sind.

Ist die Bewegungsphase abgeschlossen darf noch eine Aktion ausgeführt werden. Zur Wahl stehen folgende Aktionen:

Bau von Hütten:
Auf jedem Ebenenplättchen dürfen bis zu zwei Hütten errichtet werden. Ist auf einer Ebene mit mindestens einem freien Bauplatz ein Rohstoff Holz sowie zwei Bevölkerungsspielsteine des aktiven Spielers, kann durch diese Aktion eine neue Hütte errichtet werden, unter die ein Opferplättchen gelegt wird. Sind diese Voraussetzungen auf mehreren passenden Landschaftsplättchen gegeben, können durch diese Aktion auch mehrere Hütten auf einmal errichtet werden.

Bau von Kultplätzen:
Auf einem unbebauten Ebenenfeld können durch zwei Bevölkerungssteine und einem Rohstoff Stein ein Kultplatz errichtet werden. Mit diesen Kultplätzen kann der Manavorrat, der durch die Abgabe der Opferplättchen im Tempel immer wieder aufgebraucht wird, wieder aufgefüllt werden.
Jedesmal am Ende des Zuges wird überprüft, ob an einem eigenen Kultplatz eine eigene Bevölkerungsfigur und an fremden Kultplätzen zwei eigene Figuren stehen. Jeder Kultplatz, der die jeweilige Bedingung erfüllt, erhöht den Manavorrat bis maximal zu derzeitigen Höchstgrenze. Zur Erinnerung: Die Maximalgrenze des Manavorrates wird durch das Abliefern von Steinen beim Tempel erhöht.

Vermehrung:
Zwei eigene Spielfiguren bei einer Hütte ohne Opferplättchen sorgen, wenn diese Aktion gewählt wird, für Nachwuchs. Ein weiterer Bevölkerungsspielstein darf bei dieser Hütte ins Spiel gebracht werden. Der Vorteil liegt auf der Hand, mehr Spielsteine können mehr und schneller Rohstoffe transportieren bzw. an Kultplätzen den Manavorrat schneller auffüllen.

Karte ziehen:
Bietet sich mal keine sinnvolle Aktion an, darf zumindest eine Ereigniskarte gezogen werden und die sind teilweise auch nicht von schlechten Eltern. Diese Karten dürfen in den folgenden Spielzügen eingesetzt werden und verschaffen unter Umständen schon mal ganz erhebliche Vorteile. So kann beispielsweise mal ein gegnerischer Bevölkerungsstein mit eine Opferplättchen ein ganzes Stück vom Tempel wegteleportiert werden oder es gibt am Ende des Zuges mehr Mana als normal usw.

Sofort wenn ein Spieler seinen letztes Opferplättchen der Gottheit darbringen konnte endet das Spiel und Baal gewährt seine Gunst diesem Spieler. Mesopotamien hat das Zeug zum Spiel des Jahres denn es dürfte sowohl die sog. Viel- als auch Gelegenheitsspieler ansprechen. Der Glücksfaktor besteht lediglich im Ziehen der Ereigniskarten und kann auch beim Entdecken der Landschaft zuschlagen, hat aber kein Übergewichtet und ist nicht spielentscheidend.
Ein Aufbau- und Entdeckungsspiel mit überschaubaren Regeln und einfachem Spielablauf das strategische bzw. taktische Anforderungen an die Spieler stellt, Spielerherz was willst du mehr?
Das Spielmaterial ist äußerst ansprechend und funktional aufgrund der genialen Verzahnung der Landschaftsplättchen derzeit maßstabsetzend. Alles in allem ein echter Hammer des Jahres 2005!

Vielen Dank an Phalanx Games für das Rezensionsexemplar!


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