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Lords of Creation



Anzahl Spieler

Für 2 bis 5 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 120 bis 180 Minuten


Bewertung (max. 10)

7 Punkte (HOlg)



Verlag

Warfrog


Autor

Martin Wallace


Bild



Sonstiges:

Die Götter sind unter uns! Und für sie ist die Welt nichts weiter als ein Spielbrett.

Bei Lords of Creation erschaffen die 2 bis 5 Götter...äh...Spieler zunächst eine Welt mit unterschiedlichen Landschaften, teilweise bewohnbar, teilweise unwirtlich, um dort Bewohner der bevorzugten Rasse (eigene Spielsteine) anzusiedeln.
Hierzu werden reihum Landschaftsplättchen gezogen, die auf dem noch leeren Spielplan ausgelegt werden können. Bis zu 3 dieser Plättchen darf man zurückhalten, sobald ein Spieler das vierte Plättchen zieht, muß er eines davon ablegen.

Doch was gilt es bei der Erschaffung der Welt zu beachten. Dazu muß man wissen, wie die Welt anschließend bevölkert wird, nämlich mittels der Menschenkarten, von denen jeder Spieler 7 Stück auf der Hand hat und die immer einen Geländetyp und eine Zahl zwischen 1 und 5 anzeigen.
Die Zahl gibt an, wieviele Menschen einzusetzen sind, der Geländetyp gibt die Region vor, in der diese Menschen eingesetzt werden dürfen.
Zum Zeitpunkt der Erschaffung der Welt kennt man seine 7 Karten und kann ggf. versuchen, größere Gebiete des Landschaftstyps entstehen zu lassen, dessen Karten man am häufigsten hat. Oder man beschränkt sich darauf zu achten, welche Gebiete die Mitspieler "fördern", um diese mit Wüsten-, Wasser- oder Gebirgsplättchen zu unterbrechen.

Wie auch immer, irgendwann ist die Welt erschaffen und muß nun bevölkert werden. Hierzu wählen alle Spieler verdeckt eine ihrer 7 Menschenkarten aus und decken sie gleichzeitig auf. Die Landschaftstypen geben die Reihenfolge an, in der die Spieler ihre Aktionen durchführen können (zuerst Insel-, dann Hügel-, dann Wald- und schließlich Grüngebiete). Haben mehrere Spieler denselben Landschaftstyp ausgespielt, entscheidet ein Würfelwurf darüber, wer beginnen darf.

Die erste Aktion, die ein Spieler ausführen muß, der an die Reihe kommt, ist das Einsetzen der vorgegebenen Anzahl an Menschen auf ein Plättchen des vorgegebenen Landschaftstyps, das entweder leer oder von eigenen Menschen bevölkert wird. Zu Spielbeginn sind die eingesetzten Menschen immer Barbaren, im Laufe des Spiels können diese aber zivilisiert werden. Das bringt in der Endabrechnung zwar mehr Punkte, hat aber den Nachteil, daß zivilisierte Menschen nur noch verteidigen und nicht mehr angreifen. Und ohne Angriff keine Expansion!

Auf ein leeres Feld werden also immer Barbaren eingesetzt, bei einem bereits durch eigenen Menschen besetztes Feld, haben die "neuen" Menschen immer die gleiche Eigenschaft (barbarisch oder zivilisiert) wie diejenigen, die sich bereit auf dem Feld befanden.

Jetzt können sich die Menschen beliebig weit über freie Felder bewegen. Allerdings darf kein durchzogenes Feld leer bleiben und der Geländetyp darf sich nicht ändern. Einmal auf beispielsweise Hügelland eingesetzt, können die Menschen dieses Hügelgebiet nicht mehr verlassen.
Durch Menschen eines anderen Gottes besetzte Felder können angegriffen werden, wenn auf dem Feld von dem aus angegriffen wird mindestens zwei Barbaren stehen. Hierzu würfelt der Angreifer mit zwei Würfeln. Ist der Geländetyp des angegriffenen Feldes gleich dem Feld von dem aus angegriffen wird, ist eine 6 nötig um ein verteidigendes Menschenplättchen in die ewigen Jagdgründe zu seinem Gott zu schicken anderenfalls muß mndestens eine 8 gewürfelt werden. Der Verteidiger würfelt mit einem Wurf und vernichtet immer dann einen Angreifer, wenn der Würfelwurf höher als der höchste Würfel des Angreifers ist.

Ein Pasch beendet den Zug eines Spieler sofort (Treffer werden noch ausgewertet!).
Gewinnt der Angreifer und entvölkert ein Feld, darf er es mit seinen Einheiten einnehmen, sofern es der passende (gleiche) Geländetyp ist.

Schließlich kann ein Spieler noch ein Feld zivilisieren bzw. einen Altar errichten. Das erste Zivilisieren eines Spielers kann auf einem beliebigen Feld erfolgen (Umdrehen der Menschen von der Barbaren- auf die Zivilistenseite). Alle weiteren Zivilisationen können nur auf Feldern vorgenommen werden, die an bereits zivilisierte Felder angrenzen.

Ganz wichtig zu beachten ist die Tatsache, daß man nicht nur eigene Felder sondern auch durch Gegner besetzte Felder zivilisieren kann (sofern die an bereits zivilisierte Felder angrenzen)! Auf diese Weise läßt sich unter Umständen der Angriff einer gegnerischen Übermacht noch abwehren!
Auf jeden Fall gilt: Einmal zivilisierte Menschen werden nicht wieder zu Barbaren und kämpfen auch nur noch zu Verteidigungszwecken!

Altäre können nur auf Feldern errichtet werden, die durch mindestens zwei eigene zivilisierte Menschen besetzt sind. Der oberste Zivilist wird entfernt und durch einen Altar ersetzt. Altäre werden vernichtet, sobald der letzte Zivilist darunter einem Barbarenangriff zum Opfer gefallen ist.

Welche Vorteile bringen nun zivilisierte Felder bzw. Altäre? Nun, bei der Endabrechnung bringen Felder mit Barbaren 1 Punkt, Felder mit Zivilisten 2 Punkte und alle Felder mit Altären 3 Punkte.

Die letzte Aktion eines Spielers ist es, seine Menschenkarten wieder auf 7 Stück zu ergänzen.

Das Spiel endet, wenn entweder die letzte Menschenkarte gespielt wurde oder mindestens zwei Spieler eine Karte mit gleichem Geländetyp und gleicher Zahl ausspielen und keine Karte zum Nachziehen mehr da ist, dann wird wie oben Beschrieben gewertet.

Lords of Creation ist ein Spiel, bei dem man schon 120 Minuten und mehr Zeit einplanen muß. Auch ist der Glücksfaktor durch das Auswürfeln bei Angriffen nicht unerheblich. Trotzdem bleibt noch reichlich Raum für taktische Erwägungen. Wann beginne ich mit dem Zivilisieren, damit ich bis Spielende möglichst vielen Punkte bekomme aber nicht zu früh nicht mehr expandieren kann? Wo kann man den Gegner am besten Angreifen und kann ich ein angegriffenes Feld auch übernehmen (z.B. im nächsten Zug durch Ausspielen einer entsprechenden Geländekarte)? Zivilisiere ich ein gegnerisches Feld? Das bringt dem Gegner zwar einen Punkt aber schützt mich evtl. vor dem Verlust anderer Felder!

Alles in Allem ist Lord of Creation ein spannendes, taktisches und optisch sehr schönes Spiel, bei dem zu viel Würfelpech mit Sicherheit "tödlich" ist.

Vielen Dank an Warfrog für das Rezensionsexemplar!


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