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La Citta



Anzahl Spieler

Für 2 bis 5 Spieler
ab 12 Jahre


Spieldauer

Ca. 90 bis 150 Minuten


Bewertung (max. 10)

10 Punkte (HOlg)

Weitere Bewertungen

9 Punkte (Thomas Fischer)


Verlag

Kosmos
Kosmos


Autor

Gerd Fenchel


Bild



Sonstiges:

Mit La Citta steht innerhalb kurzer Zeit zum zweiten Male Italien im Mittelpunkt eines Spieles. Ging es bei Vino noch um Weinanbaugebiete gilt es bei La Citta ganze Städte zu gründen und für deren Wachstum und Bevölkerung zu sorgen.

Als italienischer Fürst versuchen bis zu 5 Spieler ihren beiden Städte mit je 3.000 Einwohner (3 Bürgerfiguren) zu Größe und Attraktivität zu verhelfen und noch weitere günstig gelegene Städte zu gründen.
Doch vieles gilt es zu bedenken. Kommen erst einmal Bürger in die eigene Stadt, muß man sie auch halten können, d.h. für ausreichend Nahrung sorgen und auch die sonstigen gesundheitlichen, kulturellen und bildungsmäßigen Bedürfnisse der Einwohner befriedigen.

Zu Beginn ist alles noch recht überschaubar. Jeder besitzt zwei Städt, die noch relativ weit voneinander entfernt friedlich vor sich hin wachsen und gedeihen können.
Der Spielplan zeigt einen toskanischen Landstrich, der aus sanften Hügeln, Getreideanbaugebieten, Gebirgsgegenden und Seen besteht. Jede Stadt besteht zu anfangs nur aus einem Castello, das für Nahrung sorgt, sofern es an Getreideanbaugebiete angrenzt. Bei den Einführungsspielen ist dies immer der Fall aber auch beim variablen Spielplanaufbau, bei dem die beiden Städte durch die Spieler eingesetzt werden, sollte darauf geachtet werden, denn nichts besiegelt schneller den Untergang einer Stadt als Bürgerauswanderungen aufgrund von Nahrungsengpässen.

Sechs Jahre (Spielrunden) lang basteln nun die Spieler an ihren Städten nach folgendem Schema:

Startspielerwechsel:
In der ersten Runde noch zufällig ermittelt, wechselt das Recht ein neues Jahr zu beginnen jedes Mal zum linken Nachbarn.

Vorbereiten der "Stimme des Volkes"
Die "Stimme des Volkes" ergibt sich immer aus 4 Karten (vgl. Phase 6). Eine davon wird offen ausgelegt, so daß jeder Mitspieler sie sehen und für sich abschätzen kann, wie das Begehr der Bürger in Phase 6 wohl aussehen könnte. Die drei anderen Karten werden verdeckt aufgelegt.

Einkommen:

Bürgerwachstum:
Jede Stadt erhält einen Bürger als Zuwachs in sein Castello, sofern die neue Einwohnerzahl durch die entsprechenden Stadtausbauten auch unterstützt wird. Mehr als 5.000 Einwohner kann eine Stadt nur dann beherbergen, wenn sie einen Marktplatz hat. Soll die Stadt mehr als 8.000 Einwohner unterbringen, muß zwingend ein Brunnen oder ein Badhaus in der Stadt errichtet werden. Jetzt kann die Stadt einwohnermäßig ohne Einschränkungen weiterwachsen.

Stadtpolitik:
Die Politikrunden sind das Herzstück von La Citta. Fünfmal hat jeder Spieler die Möglichkeit, seine Städte auszubauen, attraktiver zu machen usw. Beginnend mit dem Startspieler kann jeder Spieler entweder eine seiner 3 (gleichen) Aktionskarten ausspielen, eine der 7 offenliegenden Politikkarten auswählen und ausspielen oder eine verdeckte Politikkarte vom Stapel ziehen und ungesehen verdeckt vor sich ablegen, wenn keine andere Aktion für ihn interessant erscheint.
Die eigenen Aktionskarten ermöglichen es einem Spieler seinen Goldvorrat um zwei Goldstücke zu erhöhen, ein einfaches Gebäude zu bauen oder eine neue Stadt zu gründen. Die Politikkarten sind mannigfaltiger. Einige erlauben einen Blick unter die noch verdeckten "Stimme des Volkes"-Karten, andere ermöglichen den Bau größerer Gebäude und wieder andere verdoppeln die Nahrungsproduktion eines eigenen Bauernhofes für das laufende Jahr usw. Die Spieler können frei zwischen ihren Handkarten und den offenen Politikkarten wählen und die entsprechenden Aktionen ausführen.
Beim Ausbau von Städten durch Gebäude ist jedoch noch einiges zu beachten. Städte dürfen niemals zusammenwachsen, d. h. ein Feld zwischen verschiedenen Städten muß immer frei bleiben.
Desweiteren muß jedes neue Gebäude einer Stadt mit einem Bürger besetzt werden können. Stehen keine "freien" Bürger mehr im Castello, kann kein Gebäude mehr errichtet werden. Einzige Ausnahme ist der Marktplatz. Wer ihn errichtet, bekommt den Bürger, der zu dessen Besetzung erforderlich ist, sofort mitgeliefert.
Daß Bauernhöfe an Getreide- und Steinbrüche an Gebirgsfeldern errichtet werden sollten, bedarf eigentlich keiner gesonderten Erwähnung. Brunnen und Badhaus müssen, welch Überraschung, an einem Gewässer errichtet werden.

Die "Stimme des Volkes" spricht:
Jetzt werden die noch verdeckten drei Karten der "Stimme des Volkes" aufgedeckt. Hat eine Kartenfarbe (blau = Gesundheit, schwarz = Bildung, weiß = Kultur) die Mehrheit. Steht dem Volk der Sinn nach diesem Bereich. Bei einem Gleichstand, d. h. zwei Farben sind je zweimal vertreten, trachtet das Volk teilweise nach dem einen, teilweise nach dem anderen Bereich. In diesem Fall kann jeder Spieler für die Bevölkerung seiner Städte entscheiden, welcher Bereich vorherrschend sein soll.

Wanderung der Bürger:
Nun schauen alle Bürger sich um, ob es in der Nachbarschaft nicht vielleicht eine Stadt gibt, die das Bürgerbedürfnis besser befriedigt. Jeder Spieler prüft nacheinander für alle seine Städte ob

Eine Nachbarschaft zu anderen Städten vorliegt (maximal 2 Felder Abstand!) und
Das Bürgerbedürfnis (oder eines der beiden) besser erfüllt ist als in den benachbarten Städten

Ist beides der Fall, wandert aus der betroffenen Nachbarstadt ein Bürger in die eigene Stadt ab.
Wurden alle Abwanderungen berücksichtigt, müssen etwaige nicht mehr durch Bürger besetzte Gebäude abgerissen werden! Man kann zwar seine Bürger umverteilen und damit Einfluß darauf nehmen, welches Gebäude abgerissen wird, allerdings darf kein Gebäude abgerissen werden, daß eine Stadt "auseinanderreißen" würde.

Versorgung der Bürger:
Tja und jetzt gilt es noch das Grundbedürfnis der Einwohner zu befriedigen! Jeder Spieler zählt die Einwohner aller seiner Städte und schaut, ob er zumindest entsprechend viele Nahrungseinheiten mit seinen Castellos und Bauernhöfen erwirtschaftet.
Sollte das nicht der Fall sein, wandern alle nicht versorgten Bürger (der Spieler kann diese frei auswählen!) ab, sie werden vom Spielplan genommen. So eine Unterversorgung hat aber noch weitere Folgen, die sich erst im kommenden Spieljahr bemerkbar machen! Konnte ein Spieler nicht alle Bürger versorgen, darf er in der nächsten Spielrunde nur 4 statt 5 Politikaktionen durchführen.
Sollte es keine weitere Spielrunde geben, sind die Folgen noch schlimmer, denn das bedeutet 5 Minuspunkte.
Nach sechs dieser Runden (Jahre) kommt es zu Abschlußwertung. Jeder Bürger in den eigenen Städten bringt je einen Siegpunkt. Alle eigenen Städte, welche Stadtausbauten aus allen drei Bereichen (also Bildung, Gesundheit und Kultur) besitzen, erhalten einen Bonus von 3 Siegpunkten. Sollte ein Stadtfürst in der letzten Spielrunde das Nahrungsbedürfnis seiner Bevölkerung nicht befriedigt haben, wird das mit 5 Minuspunkten bestraft! Gewinner ist derjenige mit den meisten Siegpunkten, bei Gleichständen entscheidet der Goldvorrat im Stadtsäckel der Mitspieler.

La Citta könnte d a s Spiel 2000 werden. Es hat einfach alles was ein gutes Spiel braucht.
Innerhalb kürzester Zeit ist es mit dem ungestörten Wachstum der Städte vorbei und die Nachbarstädte konkurrieren um die Gunst der Einwohner mit ihren kulturellen und sonstigen Angeboten. Das sorgt für Interaktion und bringt immer wieder Handlungszwänge mit sich.
Die fünf Aktionen der Politikrunde reichen nie aus, alle Bereiche so zu berücksichtigen, wie man das gerne würde.
Mal müßte man vielleicht ein Hospital errichten um an Attraktivität zu gewinnen und die Bonuspunkte für diese Stadt bei Spielende zu bekommen, hat aber nicht ausreichend Bürger und mit einem Wachstum kann auch nicht immer gerechnet werden, da beispielsweise bereits 8.000 Bürger in der Stadt leben und weder ein Brunnen noch ein Badhaus vorhanden sind. Und dann sollte man ja auch noch weitere Städte gründen und dann...und dann...und dann...!

Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar!


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