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El Caballero



Anzahl Spieler

Für 2 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 90 Minuten


Bewertung (max. 10)

5 Punkte (HOlg)



Verlag

Hans im Glück
Hans im Glück


Autor

Wolfgang Kramer,
Richard Ulrich


Bild



Sonstiges:

El Caballero ist nicht wie es der Titel und die Aufmachung vielleicht vermuten lassen eine Erweiterung zu El Grande sondern ein eigenständiges Spiel, das nur einige Spielprinzipien und das Thema mit dem "großen Bruder" gemeinsam hat.
Durch das Legen von Gebietskarten entsteht im Laufe des Spiels eine Art Inselwelt, in die die Spieler Caballerokarten anlegen und so ihre Caballeros in die entstandenen Regionen bringen. Nach der 4. und nach der 7. Runde (in der erweiterten Version auch nach der 10. Runde) kommt eine Wertung in der alle Gebiete und auch die Wasserregionen Punkte bringen. Wer hier die größten Gebiete kontrolliert und vielleicht noch Schiffe in fischreichen Gewässern kreuzen hat, bekommt am meisten Punkte und gewinnt das Spiel.
Das Spiel beginnt mit einem Inselteil in der Tischmitte. Jeder Spieler legt eine Caballerokarte vor sich, an seinen Hof, so daß die Zahl fünf zu den Spielern zeigt. Damit wird angezeigt, daß jeder Spieler zunächst fünf Caballeros an seinem Hof hat. Wie in El Grande wird die Zugreihenfolge durch das Ausspielen von Machtkarten ermittelt. Der Spieler mit der höchsten Machtkarte beginnt und kann die folgenden Aktionen in beliebiger Reihenfolge ausführen (Aktion 2, das Ablegen einer Gebietskarte ist jedoch nicht freiwillig und muß immer vorgenommen werden!):

Der Nachschub:
Die ausgespielten Machtkarten geben an, wieviele Caballeros die Spieler an ihren Hof holen dürfen. Die Caballerokarte am Hof wird entsprechend erhöht bzw. durch eine weitere Karte ergänzt, falls dies erforderlich sein sollte.

Gebiete erweitern:
Wer am Zug ist, muß eine der fünf offen ausliegenden Gebietskarten an die entstehende Inselwelt anlegen (wurde die Machtkarte mit dem Wert 9 gespielt, werden 2 Gebietskarten angelegt!). Dabei muß beachtet werden, daß Land an Land und Wasser an Wasser angelegt werden muß. Kann keine der ausliegenden Karten sinnvoll angelegt werden, darf man eine Karte auch ausschließlich an eine eingene Caballerokarte angrenzen lassen oder, falls auch das nicht möglich ist, an eine fremde Caballerokarte.

Caballeros in die Regionen senden:
Pro Zug kann jeder Spieler bis maximal 2 Caballerokarten auslegen. Da auf der einen Seite der Caballerokarten die Werte 1 bis 4 und auf der anderen Seite die Werte 5 - 8 angezeigt werden, können pro Zug also maximal 16 Caballeros in die Regionen ausgesandt werden. Selbstverständlich können jedoch nur soviele Caballeros ausgesandt werden, wie zuvor am Hof waren. Die ausgespielten Karten müssen an eine beliebige Gebietskarte angrenzen. Grenzt die Karte an Land, muß die Zahl dem Land zugewendet werden, die der Zahl an Caballeros entspricht, die man in diese Region schicken möchte. Da die Regionen im Laufe des Spiels kontinuierlich anwachsen, können natürlich auch mehr als eine Caballerokarte an eine Region angrenzen und die Machtverhältnisse dort beeinflussen. Hat ein Mitspieler bereits Caballeros in diese Region beordert, muß die Zahl der eigenen Anhänger, die in diese Region sollen, höher oder geringer sein, so daß zu jeder Zeit eindeutige Machtverhältnisse herrschen.
Grenzt eine Caballerokarte ausschließlich an Wasser, muß immer die Seite mit den Ziffern 1 - 4 oben liegen. Hierfür muß, egal welche Zahl dem Wasser zugewandt ist, immer 1 Caballero vom Hof "bezahlt" werden. Solche Züge kann man dafür benutzen, günstig Caballerokarten ins Spiel zu bringen, die ja später an einer ihrer anderen Seiten doch noch an Land angrenzen kann, und dafür müssen dann keine Caballeros mehr vom Hof eingesetzt werden. Caballerokarten "kosten" nur im Moment des Einsetzens! Anstelle des Ausspielens neuer Caballerokarten kann man auch bereits zu einem früheren Zeitpunkt ausgespielte Karten erhöhen, indem man die Karte dreht und nun ein höherer Wert dem Land zugewandt ist.
Im Laufe des Spiels darf aber eine Caballerokarte nur an ein Land angrenzen. Werden weitere Gebietskarten so gelegt, daß eine Karte an mehrere Gebietskarten grenzt, muß diese zurückgenommen werden. Die Caballeros, die sich in dieser Region befanden sind verloren.

Schiffe kaufen:
Bis zu zwei Schiffe kann ein Spieler kaufen. Pro Schiff muß er 2 Caballeros vom Hof aufwenden. Diese Schiffe können auf eigene Caballerokarten gelegt werden, die an Wasser angrenzen. Je größer ein Wassergebiet ist in dem sich ein Schiff befindet, desto mehr Punkte bringt das bei der Wertung. Fische in den Gewässern erhöhen den Punktewert um 1. In den Gewässern geht es jedoch nicht um Vorherrschaften wie an Land, wo nur derjenige Spieler mit den meisten Caballeros punkten kann, sondern jedes Schiff in einem Gewässer bringt Punkte, auch wenn sie verschiedenen Spielern angehören.

Castillos kaufen:
Pro Runde können ebenfalls bis zu zwei Castillos (oder muß es Castillen heißen?) für je 1 Caballero vom Hof "gekauft" werden. Diese werden auf eigene Caballerokarten (auf jede Karte immer nur ein Castillo!) gelegt und schützen die dortigen Caballeros und Schiffe. Muß beispielsweise eine Caballerokarte zurückgenommen werden, weil sie inzwischen an zwei Gebietskarten angrenzt, sind normalerweise die Caballeros und Schiffe die durch diese Karte repräsentiert wurden verloren. Dem ist nicht so, wenn ein Castillo auf der Karte liegt. In diesem Fall kann man die Caballeros und die Schiffe zurück an seinen Hof nehmen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder einsetzen. Das Castillo selbst ist jedoch verloren.

Caballerokarten vom Tisch zum Vorrat zurücknehmen:
Manchmal kann es sinnvoll sein, Caballerokarten freiwillig vom Spielfeld zurück zum Vorrat zu nehmen, auch wenn dadurch alle Caballeros verloren sind (Ausnahme: Castillo). Man kann so Platz für Gebietserweiterungen schaffen, seine Vorräte an Caballeros am Hof ggf. aufbessern oder Caballerokarten des Gegners bedrohen, indem man sie nun in einem der nächsten Züge an eine zweite Gebietskarte angrenzen lassen könnte und sie zurückgenommen werden müßte.

Versetzen von Schiffen und Castillos:
Schiffe und Castillos können für je einen Caballero vom Hof auf andere Caballerokarten versetzt werden. Hat ein Spieler alle Aktionen die für ihn interessant sind durchgeführt kommt der Spieler mit der zweithöchsten Machtkarte an die Reihe usw. Haben alle Spieler ihre Aktionen durchgeführt, beginnt eine neue Runde. Es werden fünf neue Gebietskarten ausgelegt und, beginnend mit dem Spieler, der in der Vorrunde die niedrigste Machtkarte gespielt hat, werden neue Machtkarten ausgespielt. Die Machtkarten der Vorrunde werden auf einem Stapel am Tischrand abgelegt. Nach dem 4. Stapel, also der vierten Runde kommt es zur ersten Wertung, nach der 7. Runde zur zweiten Wertung und, spielt man die Erweiterung, nach der 10. Runde zur dritten Wertung.
Alle Gebiete und Wasserregionen werden gewertet. Derjenige, der in einem Gebiet die meisten Caballeros hat, bekommt soviele Punkte, wie das Gebiet groß ist (Anzahl der Gebietskarten aus denen es sich zusammensetzt) mit 2 multipliziert. Goldfelder bringen Sonderpunkte. Beim Spiel zu dritt bzw. zu viert erhält noch der zweitstärkste Vertreter die einfache Punktzahl. Für die Schiffe gibt es soviele Punkte, wie die Wasserregion groß ist, in der es sich befindet, wobei Fische einen Zusatzpunkt bringen.
Derjenige mit den meisten Punkten nach den zwei bzw. drei Wertungen ist der Gewinner.
In der erweiterten Version von El Caballero kommen zusätzlich Regeln hinzu. Jeder Spieler bekommt zu Spielbeginn zusätzlich noch 5 Alkalden und 1 Granden. Ein Spieler der am Zug ist hat zusätzlich drei weitere Aktionsmöglichkeiten:

Einsetzen von Alkalden:
Für einen Caballero vom Hof kann ein Alkalde in ein abgeschlossenes Gebiet (das nicht mehr erweitert werden kann) entsendet werden oder auch, zusammen mit einem Schiff, in ein eingeschlossenes Wassergebiet. Durch einen Alkalden werden die Punkte einer Region verdoppelt.

Einsetzen des Granden:
Gegen Abgabe von zwei Caballeros kann der Grande auf eine Caballerokarte gestellt werden. Dadurch wird eine Caballerokarte absolut sicher, sie muß selbst dann nicht zurückgenommen werden, wenn sie an mehrere Gebietskarten grenzt. Allerdings kann eine so geschützte Karte nicht mehr durch drehen erhöht werden.

Versetzen des Granden:
Einen Caballero vom Hof kostet es, den Granden von einer auf eine andere Caballerokarte zu versetzen. Wird der Grande jedoch von einer Caballerokarte entfernt, ist diese nicht mehr geschützt und muß ggf. entfernt werden.
El Caballero ist ein strategisches Legespiel, daß ein klein wenig an Entdecker erinnert (es entstehen Inseln durch das Ablegen von Kärtchen auf denen man Einheiten, hier Caballeros genannt, absetzen kann) und, obwohl es keine Erweiterung zu El Grande ist, seine Verwandtschaft zum Spiel des Jahres 1996 nicht ganz verleugnen kann.

Vielen Dank an Hans im Glück für das Rezensionsexemplar!


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