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Der Herr der Ringe - Die Gefährten (Kos)



Anzahl Spieler

Für 3 bis 4 Spieler
ab 10 Jahre


Spieldauer

Ca. 60 Minuten


Bewertung (max. 10)

5 Punkte (HOlg)



Verlag

Kosmos
Kosmos


Autor

J.R.R. Hering


Bild



Sonstiges:

Die Zahl der Spiele (und deren Erweiterungen) zum Thema Herr der Ringe ist inzwischen fast unüberschaubar geworden. Nicht so die Qualität der Spiele, die bis auf eine Ausnahme eigentlich kaum über Durchschnitt lag. Diese eine Ausnahme ist das bei Kosmos erschiene Knizia Spiel "Herr der Ringe" mit seiner jüngsten Erweiterung "Die Feinde". Das Besondere an diesem Spiel ist das kooperative Element, das im Bereich der Erwachsenenspiele eine Neuheit ist.

Doch das ist das Spiel zum Buch. Kurz vor der Filmpremiere der bekanntesten Fantasy-Geschichte aller Zeiten ist es höchste Zeit sich dem/den Spiel(en) zum Film zu widmen. Doch hier gibt es zwei Spiele, die sich (wohl aus Lizenzgründen) auch optisch äußerst ähnlich sind. Zum einen gibt es da das Brettspiel "Die Gefährten" von Kosmos und zum anderen das Kartenspiel "Die Gefährten" von Ravensburger.

Auf dieser Seite geht es nun um das Kosmos-Brettspiel (Die Ravensburger-Version kommt nächste Woche!)!

Der diesmal doppelseitige Spielplan ist, wie von eigentlich allen Herr der Ringe Spielen gewohnt, sehr ansprechend. Die Motive der Spielkarten, insbesondere der Gegner, auf welche die Hobbits im Laufe des Spiels treffen, sind zwar qualitativ gut aber wiederholen sich sehr schnell, d.h. es gibt nicht gerade viele unterschiedliche Bilder für die unterschiedlichen Gegner.

Doch nun zum Spiel!

3 oder 4 Spieler sind die Hobbit-Gefährten, die sich durch die 4 Etappen des Spiels "kämpfen" und versuchen Heldenpunkte zu ergattern. Einer ist der Ringträger (Frodo) und damit der Startspieler. Dieser sieht sich zunächst verdeckt die oberste Ereigniskarte und Gegnerkarte an und legt sie anschließend zurück auf den jeweiligen Stapel. Ringträger zu sein hat also den Vorteil, daß man abschätzen kann, wie das kommenden Ereigniss und der nächste Gegner aussehen.
Dieses Wissen läßt sich im weiteren Verlauf eines Zuges ganz gut verwerten. Beginnend mit dem Startspieler wird nämlich reihum mit zwei Würfeln gewürfelt und die Entscheidung getroffen, welche Augenzahl die Zugweite und welche die Kampfstärke in dieser Runde symbolisiert. Bei der Wahl sollte man berücksichtigen, daß derjenige, der am Ende der Züge aller Mitspieler auf dem Spielplan am weitesten vorne steht den Kampf mit dem nächsten Gegner austragen muß.
Gerade bei zwei recht unterschiedlichen Würfelergebnissen führt das in eine Entscheidungsnot. Ziehe ich recht weit nach vorn, hab ich kaum eine Chance den nächsten Kampf zu gewinnen, ziehe ich nicht so weit, bin ich zwar stark aber unter Umständen nicht am Kampf beteiligt. Bewegungskärtchen erlauben es einem Spieler, seine Zugweite zu erhöhen bzw. zu verringern, falls dies mal notwendig wäre. Pro abgegebenem Plättchen erhöht sich die Zugweite um 1 (Zugwürfel plus Bewegungsplättchen; max. 6) bzw. verringert sich (Zugwürfel minus Bewegungsplättchen, Untergrenze: 0, d.h. kein Rückwärtsziehen).
Verläuft ein Kampf positiv, kann man begehrte Heldenpunkte, Bewegungsplättchen oder andere Vergünstigungen, wie z.B. erhöhte Kampfstärke durch Waffen in den kommenden Begegnungen, erhalten. Doch wenn der Kampf nicht wie geplant verläuft, bedeutet das ein Zurückfallen auf dem Spielplan. Die Folgen hiervon sind, daß man unter Umständen an den nächsten Kämpfen nicht teilnehmen kann (nur der/die vordersten werden wohl die Gelegeheit haben) und es schwer hat, möglichst vor den anderen ein Etappenziel zu erreichen. Und das kann entscheident sein, denn es gilt: je eher ein Spieler ein Etappenziel erreicht, desto mehr Punkte bringt das ein! Außerdem trifft man bei den ersten beiden Etappenzielen auf alte Bekannte - Aragorn, Gimli, Legolas, Gandalf und Boromir - die sich den Spielern anschließen und ihn in seinen Kämpfen unterstützen.

Ist ein Gegner besiegt, kommt die entsprechende Karte auf den Ablagestapel und eine neue Runde beginnt. Unterliegt der Hobbit, muß er auf der Bewegungsleiste des Spielplans auf das erste freie Feld hinter dem folgenden Spieler zurückziehen (unter Umständen also bis ganz nach hinten!). Durch Abgabe eines Bewegungsplättchens braucht man nur um ein Feld zurückzuziehen und darf, sofern man noch immer ganz vorn steht, nochmal gegen den Feind antreten. Jeder Gegner kämpft bis zu drei Mal, sollte er nicht vorher besiegt werden, und zwar jeweils gegen den am weitesten vorne Stehenden. Dabei verringert sich dessen Kampfstärke zumeist von Kampf zu Kampf. Ach ja, wie wird eigentlich gekämpft. Ganz einfach, der Hobbit würfelt und addiert seine Kampfstärke. Dieser Wert muß mindestens so hoch sein, wie die Summe eines Würfelwurfes plus die Kampfstärke des Gegners.
Ist ein Gegner auch nach 3 Kämpfen noch nicht besiegt, ist er zumindest derart geschwächt, daß er sich auf den Ablagestapel zurückzieht. Wie auch immer, sobald der Feind verschwunden ist, wird die Reise fortgesetzt, mit einer neuen Runde, die immer der am weitesten vornestehende beginnt, nachdem der Ringträger sich die obersten beiden Karten (Ereignis, Begegnung) angesehen und zurückgelegt hat. Der Ringträger wechselt übrigens immer dann, wenn er am Ende eines Zuges letzter Mann auf dem Spielplan ist.

Erreicht der vorletzte Spieler das vierte Etappenziel endet das Spiel und wer die meisten Heldenpunkte hat, ist der Chef-Hobbit!

Die "Gefährten" von Kosmos setzen die Reihe optisch schöner, nicht allzu anspruchsvoller Spiele mit dem Thema "Herr der Ringe" und einem relativ hohen Glücksfaktor (die erwürfelte Zugweite und Kampfstärke sind nunmal spielentscheident und zufällig!) fort, wobei mir persönlich "Die Gefährten" wesentlich besser gefallen als "Der kleine Hobbit" vom Kosmos-Verlag.

Besonders betonen muß ich jetzt aber unbedingt mal, daß ich beim Thema Herr der Ringe eigentlich persönlich befangen bin. Ich bin bekennender Tolkien-Fan und wie kann ein Fan einer Sache objektiv sein? Geht meist einfach nicht!

Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar!


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