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  News vom: 30.11.2013 - Messebericht zur Spiel 2013


  Endlich war es wieder einmal soweit! Oktober! Genauer gesagt das dritte Oktoberwochenende, denn das ist ja das vorgezogene Weihnachten aller (Brett-)Spieler und demzufolge immer wieder ein heiß ersehntes Ereignis! Vieles war in diesem Jahr wie gewohnt, ein neuer Besucherrekord mit rund 156.000 Besuchern (ca. 8.000 mehr als im Vorjahr) zum Beispiel, die mehr als 800 Neuheiten und die Preisvergaben "Deutscher SpielePreis", "Bestes Familien- und Erwachsenenspielspiel" sowie "Bestes Kinderspiel".

Messehalle 3

Zumindest eines aber war in diesem Jahr völlig neu und absolut ungewohnt, die Messehallen. Die alten Messehallen werden abgerissen und durch neue ersetzt, so dass zumindest für die Übergangszeit ein Umzug in die für die Spieler (noch) ungewohnten Hallen 1, 2 und 3 sowie die Galerie erforderlich wurde. Versüßt wurde dieser Umstellungsaufwand für die Messebesucher durch die Tatsache, dass sich durch den Umzug die Gesamtfläche der Messe auch 48.000 Quadratmeter erhöht hat.

Galerie

Kein Wunder also, dass auch in diesem Jahr die Zahl der Aussteller und Neuheiten wieder übertroffen werden konnte und die Spiel mit Ausstellern aus 39 Nationen noch internationaler war als sonst. Der Andrang, sowohl an den Spieletischen als auch in den Gängen war aber gefühlt unverändert heftig. Ohne Voranmeldung, die an einigen Ständen möglich war, musste man sich auf sein Glück verlassen oder Wartezeit einplanen, um die eine oder andere Neuheit zu testen.

Besonders viel Gedränge war rund um die Verkaufspassage der "Heidelbären". Dort musste man schon wenige Minuten nach Öffnung der Messehallen anstehen, um überhaupt erst in die Passage eingelassen zu werden.

Heidelberger Verkaufspassage

Vier Tage waren natürlich wie immer eine viel zu kurze Zeit um auch nur einen Bruchteil der mehr als 800 Neuheiten zu sichten, geschweige denn zu testen. Auf meinen Rundgängen sind mir persönlich ganz besonders die folgenden Neuheiten aufgefallen, von denen ich mit Sicherheit etliche noch genauer unter die Lupe nehmen werden.

Da war natürlich (wieder) die "Neuheit" von Fragor Games. Mush Mush! hieß das Spiel und ist eine Art Neuauflage von Snow Tails. Trotzdem und obwohl die Ausstattung nicht so ganz der Hingucker wie in früheren Jahren ist, waren bereits am Freitag nur noch einige Exemplare am Stand verfügbar.

Mush Mush!

Tolkien ist noch immer ein Thema, auch auf der Spiel. Pünktlich zum Start des zweiten Teils der Hobbit-Filme gab es nicht nur ein Spiel zum Film sondern auch die Neuauflage eines Klassikers.

Tolkien

Das Spiel Nauticus war ja schon vor der Messe erhältlich, sich aber das Spiel von Autor Wolfgang Kramer erklären zu lassen hat schon was besonderes.

Nauticus

Wolfgang Kramer

Klein aber fein kam Loveletters daher. Nur 16 Karten, dafür abersehr ansprechend gestaltet, groß und qualitativ hochwertig, sorgen mit kurzem Regelwerk für reichlich Spielspass.

Loveletters

Das Gegenstück dazu Caverna, wohl eine Art Weiterentwicklung von Agricola, mit äußerst gewichtiger Ausstattung. Dieses Spiel möchte man keinen langen Messetag mit sich rumschleppen müssen.

Caverna

Caverna

Uwe Rosenberg kann es allen Unken zum trotz auch kurz. Die Glasstraße ist doch tatsächlich unter zwei Stunden spielbar, auch in voller Besetzung, und das kommt bei Uwe Rosenberg ja nun nicht jeden Tag vor. Auf den ersten Blick erinnert die Glassstraße an Ora et Labora. Zwar weniger komplex, dafür aber mit einem weiter perfektionierten Ressourcenrad.

Die Glasstraße

Die Glasstraße

Der Überrasschungs-Hit Hanabi bekam mit seiner Deluxe-Version eine pompöse Ausstattung, wobei mir die Spielsteine, welche die Karten ersetzen sollen, nicht wirklich optimal erscheinen. Etwas klein und man kann bei unglücklicher Handhabung erfühlen, welchen Stein man vor sich hat. Egal, ich bleibe beim Kartenspiel.

Hanabi Deluxe

Leichte Materialkritik war vom Spiel Madeira zu vernehmen, wobei es spielerisch wohl recht gut zu sein scheint.

Madeira

Madeira

Während vor einigen Jahren die düsteren Themen, beispielsweise Zombies, in erster Linie in Spielen von kleineren Verlagen oder aber Pegasus zu finden waren, erfreuen sich die Untoten wohl immer größerer Beliebtheit, denn in diesem Jahr waren Zombies auch in Spielen von Asmodee, Kosmos oder Queen Games zu finden.

Dark Darker Darkest

Optisch und thematisch ansprechend war für mich auch Lewis und Clarke, wobei ich auch zeitgründen noch keinen näheren Blick auf das Spiel werfen konnte, von dem aber zu hören war, dass es wohl kein Leichtgewicht zu sein scheint.

Lewis & Clarke

Bereits getestet und für gut befunden ist Russian Railroads aus dem Hause Hans im Glück, ein Workerplacement-Spiel vom allerfeinsten in einem für Vielspieler und Sammler angenehmen Schachtelformat. Mein erster Eindruck deutet schon jetzt auf eine absolute Empfehlung und eines der Messehighlights hin.

Russian Railroads

Toll anzuschauen aber spielerisch unbrauchbar und nur für das Regal gedacht sind die Figuren zu Small World. Bei einem Preis von 75 EUR muss jeder für sich entscheiden, ob ihm das die Sache wert ist.

Small World Figur

Auch Prominenz, nicht nur aus der Spielebranche, war in diesem Jahr auf der Messe anzutreffen. Comedian Kaya Yanar stellte das Spiel Typisch Deutsch (Huch! and friends) vor und ging mit den Besuchern auf eine unterhaltsame Reise quer durch Deutschland. Es war wieder einmal viel geboten. Absolut jeder müsste auf der Messe das für sich passende Spiel gefunden haben. Ob Krimis, Tabletop, Kinder- und Familienspiele, Strategiehämmer, Comics oder Brettspiele für Tablets, alles gab es in den Messehallen zu bestaunen.

Schade, dass es schon wieder vorbei ist, und schon beginnt wieder die (Vor-)Freude auf das nächste Jahr!

Messeausgang