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  News vom: 24.09.2006 - Spielemesse in Essen 2005


  Spielemesse - Essen 2005

Drei Tage Spielemesse in Essen und ein Mensch mutiert zu einem Wesen, das ohne Schlaf, Nahrung und sonstige banale Bedürfnisse auskommen kann, bis er einfach vor Erschöpfung über einem Spielbrett zusammenbricht.

Man möchte nur noch die neuen Spiele aufreißen, den Duft tief inhalieren und genüsslich Figuren und Plättchen ausstanzen, Spielregeln lesen und draufloszocken.

Wie jedes Jahr stellt sich hinterher die Frage: Was war DAS Spiel der Messe?



Nun, dem ersten Eindruck nach ist es für mich Antike von Eggert-Spiele.

Im Gegensatz zu Neuland, kommt zu dem ansprechenden Spielmechanismus auch noch eine tolle Grafik dazu. Eine Testrunde zu fünft bestätigte den guten Eindruck sofort.

So sehr mich Antike ansprach, so wenig gefiel mir Dolmengötter. Trotz einer super Bewertung in der Spielbox und einem sicherlich guten Spielmechanis hat sich hier das Motto ?Das Auge spielt mit? durchgesetzt.

In diesem Jahr gab es einige Spiele Rund um das Thema Spiele. Neben Aloha von Cwali und Big Kini (Edition PlayMe) haben mich besonders Indonesia von Splotter Spellen und Kaivai von pfifficus angesprochen.



Unübertroffen ist jedoch die Menge an neuen Spielen mit dem Namen Sudoku. Fast jeder der größeren Verlage hatte ein Sudoku im Angebot.Die Flut neuer Spiele Quantitativ und Qualitativ hervorragend, so dass die Kauflust höchstens vom Geldbeutel und dessen immer spärlicher werdenden Inhalt gebremst wurde.

Giveaways, so schien es mir, wurden durch die Verlage dieses Jahr nicht so viele angeboten und bei den wenigen hat dann auch des öfteren der Fehlerteufel zugeschlagen. Der 6nimmt! Boosterpack beispielsweise war wohl ein Fehldruck. Ansonsten sind mir Diamanten-Joe von Zoch aufgefallen, der in Verbindung mit einer Spende zu bekommen war (eine gute Idee aus dem letzten Jahr von Hans im Glück) und die Catan Flusserweiterung sowie die Sonderkarten für Blue Moon von Kosmos.

Ein Missverständnis gab es bei dem Kartenset Ereignisse auf Catan, welches nur in Kombination mit dem Buch ? Im Zeichen des Sechsecks? (die Geschichte Catans) für 5 Euro gab und nicht wie angekündigt für 1,50 EUR. Viele wollten eben nur die Karten und so gab es wohl manche Diskussion an der Kosmostheke.

Und es gab auch einige ?Enttäuschungen?, was die Erhältlichkeit von Neuheiten anging.

Besonders enttäuscht war ich als ich feststellen musste, das Shear Panic aufgrund von Vorbestellungen schon vor dem eigentlichen Beginn der Messe ausverkauft war.
Allerdings konnte man bereits am Stand seine eMail-Adresse hinterlassen, ein Art Voranmeldung für die zweite Auflage.



Tempus und die Ringkrieg Erweiterung ?Die Schlachten des Dritten Zeitalters? hatten es leider auch nicht mehr rechtzeitig nach Essen geschafft und so waren leider nur Prototypen zu sehen.



Das Preisniveau der Messe, so kommt es mir immer wieder vor, ist auf einem seit der Einführung des Euro gewohnt hohen Niveau. Kaum ein Spiel, das nicht ein reines Kartenspiel ist, kann man noch unter 20 Euro haben und das obwohl Ausstattung manchmal eher etwas spärlicher ist.

Drachenreiter von Amigo hat das Spielprinzip von Ben Hur übernommen und das Thema eines römischen Wagenrennens durch eine Drachenwettflug ersetzt. Schön ist auch, um noch etwas bei Amigo zu bleiben, dass Zatre hier ein neues Zuhause gefunden hat und somit weiterhin erhältlich ist - vielleicht wird dadurch das Spiel sogar noch etwas populärer.

Auch Oltre Mare ist Dank Amigo wieder erhältlich und das mit einer ansprechenden Ausstattung, wenn auch die Schiffe wohl teilweise Produktionsfehler (siehe Information auf der Amigoseite) aufweisen. Das lässt sich ja glücklicherweise beheben.

Palatinus von daVinci konnte mich (noch) nicht überzeugen. Es war kein Spiel, dass ich vom ersten Eindruck her einfach gleich haben musste.

Hans im Glück war wieder mit einer bewährten Mischung vertreten. Ein "großes" Brettspiel, ein Kartenspiel und ein Klassiker.



Die bemalten Miniaturen zum Spiel ?Schatten von Camelot? aus dem Hause Days of Wonder sehen toll aus und werten das geniale kooperative Spiel optisch noch weiter auf, man soll es nicht für möglich halten!

Die Erweiterungen zu Memoir?44 waren von den offensichtlich auch in Deutschland zahlreich vorhandenen Fans schnell vergriffen, zumindest auf der Messe.

Arche Opti Mix (Doris & Frank) ist ein Blickfang. Die Grafik ist einfach toll (Doris ist die Beste), spielerisch konnte es mich allerdings nicht überzeugen.

Bei Eagle Games gab es wie immer wieder opulent ausgestattete Spiele. Nachdem ich aber von Civilisation seinerzeit recht enttäuscht war (tolles Thema, tolle Ausstattung, schwache Regeln), setze ich meine Hoffnungen aber auf Conquest of the Empire. Die Neuauflage des gleichnamigen Spiels aus der MB Gamemaster Serie, da kann man nicht viel falsch machen. Gefallen die ?neuen? Regeln nicht, spielt man einfach nach den alten.



Marquis von Czarnè fand ich äußerst ansprechend! Die Ausstattung und Aufmachung wirkt sehr edel und auch spielerisch hoffe ich keinen Fehlkauf getan zu haben.



Pegasus hatte unter anderem ?Zombies?, ?Gefangen in der Geisterbahn? und ?Helden in der Unterwelt? von Lutz Stepponat im Programm. Vor allem auf die Fortsetzung der Heldenreihe bin ich sehr gespannt, die nach "Rückkehr der Helden" und "Im Schatten des Drachen" nun eine zweite Erweiterung bekommen hat.



Phalanx Games hatte die mit Spannung erwartete Erweiterung für den Ringkrieg leider noch nicht dabei, aber Mesopotamien und Packeis am Pol machen dafür einen recht guten Eindruck.



Ravensburger hatte außer dem obligatorischen Sudoku eigentlich nur die Insel dabei, die so neu ja nun nicht mehr ist. Nachdem mich King Arthur zunächst doch sehr gereizt hat und die anschließende Ernüchterung noch immer anhält, habe ich die Insel keines Blickes gewürdigt.

Spinnentwist von Sphinx Spieleverlag ist ein Zweipersonenspiel, das den harten Kampf der Spinnenmännchen was die Fortpflanzung angeht zum Thema hat. Dieses Spiel passt eigentlich in jedes Budget, auch in meins.

Ca$h'n Gun$ ist auch ein überaus witziges Fungame in der richtigen Besetzung, aber leider mit über 30 Euro etwas zu teuer geraten.

Das ehemalige Bastelspiel Gods (Spiele aus Timbuktu) von Michael Schacht gab es noch als Restbestand, wurde jedoch verdienterweise auch als ?richtiges? Schachtelspiel (limitiert auf 666 Stück) angeboten.

Reef Encounter von Richard Breese ist mit einer etwas anderen Grafik bei dem italienischen Verlag ?What's Your Game?? im Angebot gewesen. Ob nun besser oder nur anders, das ist wohl Geschmackssache, mir persönlich hat die alte Ausgabe vielleicht besser gefallen. Die Neuauflage ist für meinen Geschmack etwas zu dunkel geraten.



Caylus von Ystari erinnerte spontan irgendwie an Morgenland bzw. Keydom. Muss nicht noch mal sein, oder doch? Mal sehen.



Wie immer muss auch ein Blick auf die Kosmos Neuheiten geworfen werden. Falls 30 Tische am Kosmosstand waren, wurden was die Neuheiten angeht an 29 Tischen Elasund gespielt. Der 30. Tisch war dann von den ganz harten Tolkien-Fans besetzt die sich auf Beowulf von Knizia einliessen und sich vom Spiel bespielen ließen. Aber da muss die Tolkiengemeinde wohl durch.



Mit dem dampfhammerharte Fußballspiel der wilden Fußballkerle und dem Zweierspiel Tooor! (einer verbesserten Variante von Finale) bereitet sich Kosmos auf die WM 2006 vor.

Nach einem Rundgang auf der Messe, verbunden mit dem geradezu stressigen ?Abarbeiten? der Spielboxliste und der eigenen Top-20 blieb man dann mit leerem Geldbeutel am Kosmosstand hängen und beäugte wehmütig die 3D-Variante der Siedler von Catan. Allein die Schatztruhe, in der das Spiel ausgeliefert werden wird, ist schon fast ein Muss für die Spielervitrine.

Aber der Preis?.Mehr als 200 Euro lässt das Spielerherz mal schnell ausrechnen, was das in normalen Spielen ausmacht. Und doch bleibt die Sehnsucht?So gilt wohl bei vielen der erste und der letzte Blick auf der Messe diesem Spiel.



Interessant fand ich schon im letzten Jahr ?Thud?. Das Spiel basiert auf Terry Pratchetts Scheibenwelt, in der Zwerge und Trolle gegeneinander kämpfen. 30 Euro haben mich damals vom Kauf absehen lassen. Auch dieses Jahr wurden am Verlagsstand 30 Euro verlangt, nicht aber an einem kleinen Stand in Halle 6, der das Spiel im Hinblick auf die deutsche Ausgabe für 15 Euro verkloppte. Das Spiel auf der Messe mitgenommen, die deutsche Anleitung im Internet besorgt und schon hatte ich ein tolles Spiel.

Tja, und schneller als man denkt ist die Messe auch schon wieder vorbei. Was bleibt ist ein leerer Geldbeutel, ein tolles Erlebnis und viele neue Spiele so wie der feste Vorsatz, auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.