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"Spielen" stößt bei vielen Menschen auf Ablehnung oder wird zumindest belächelt. Warum? Nun, der Hauptgrund liegt meines Erachtens wohl darin, daß die meisten im "Spielen" etwas sehen, das bestenfalls für Kinder gedacht und geeignet oder eine sinnlose Zeitverschwendung ist.

Für all diejenigen ist diese Seite (obwohl ich mir dessen bewußt bin, daß gerade dieser Personenkreis diese Seite wohl nie zu Gesicht bekommen wird) gedacht. Sie besteht aus Zitaten und dem Auszug aus einem Bericht, den ich mal in einer Spielezeitschrift gelesen habe, die sich mit dem Sinn oder Unsinn vom "Spielen" befassen.


"Also ist der bloß Ernste in dem Sinne ohne Tugend, als er das Spiel verachtet, das doch so notwendig ist für das menschliche Leben wie das Ausruhen."

Thomas von Aquin


"Das Spiel ist das einzige, was Männer wirklich ernst nehmen. Deshalb sind Spielregeln älter als alle Gesetze der Welt."

Peter Bamm


"Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt."

Friedrich von Schiller


"Es ist, als ob unsere Zivilisation den Anblick des Spielenden nicht mehr ertragen könne, weil sie in seinem zweckfreien Tun eine Form der Freiheit wittert, die ihr Konzept stört."

Friedrich Sieburg


"Ein gutes Spiel dauert nie zu lange! Die zur Verfügung stehende Zeit ist zu kurz!"

Holger Kiesel


"Es gibt nicht wirklich schlechte Spiele, es gibt höchstens unpassende Zielgruppen."

Holger Kiesel


Artikel von Uli Geißler in einer Ausgabe der Spielbox:

"Spielen" ist eine Grundtätigkeit des Menschen, die - als eine der ältesten Kulturtechniken - zum Leben dazugehört wie Lesen und Schreiben. Im Spiel erfährt der Mensch sich selbst und seine Umgebung in der wohl intensivsten Weise. Nirgendwo sonst lernt der Mensch so leicht als beim und durch das Spiel. Das Spiel ermöglicht ein Erproben, Kennenlernen und Sammeln von Handlungsweisen, Situationen und Erfahrungen. Ohne Leistungsdruck und frei von Zielbestimmungen kann Dingen auf den Grund gegangen, können Situationen erfaßt und der "Ernstfall" getestet werden. Verhaltensweisen können entdeckt und in ihrer Wirkung erforscht werden - alles ohne lebensentscheidende Konsequenzen. Das Spiel ist Bildungsinstanz ebenso wie Kulturvermitllung, ja es ist sogar selbst Kultur. Spielen ist lustvolles Vergnügen, Erfolgserlebnis und verschafft Erkenntnisse über die Menschen. Und: Spielen ist eine Art "Katalysator für die Seele".
Wer meint, "Spielen" geschehe in einer Schutzzone, einem Schonraum für Unfertiges, Nicht-Ernstes, unangetastet von den Wahrheiten des Lebens, der täuscht sich gewaltig. Auch ist Spielen kein oberflächliches Entspannungsmittel, wenngleich es diese Funktion durchaus erfüllen kann. Den üblichen Weg gehen, das System des Stärkeren akzeptieren und sich unterordnen, Führung ohne Widerspruch hinnehmen - all das sind Eigenschaften von Unselbständigkeit, ja Unmündigkeit. Bedeutend mehr ist der Mensch gefordert, soll er kooperativ sein, sein Gegenüber ernst nehmen, andere Vorgehensweisen entwickeln und sachlich durchsetzen, Niederlagen aufrichtig verkraften.
Insbesondere Erwachsene brauchen das Spiel. Sie sind diejenigen, die sich in festen Gefügen bewegen, Gewohnheiten entwickelt haben und dadurch unflexibel geworden sind. Um dieses System zu durchbrechen - und hier beginnt Kreativität -, sollten Erwachsene, aber auch Kinder und Jugendliche, immer wieder miteinander und untereinander dem Spiel nachgehen, insbesondere dem auf Kommunikation ausgelegten Spiel. Im gemeinsamen Spiel können sich die Beteiligten vorbereiten auf die alltägliche Realität konkurrierender Gegebenheiten.
Anforderungen unterschiedlichster Art werden im Spiel gestellt und schärfen Geistes- und Sinnesfähigkeiten in vielfacher Weise. Leistungsvergleiche können ohne bleibende "Schäden" angestellt und verarbeitet werden. Kreativität ist unabdingbare Notwendigkeit für ein erfülltes Leben, denn sie fordern die Sinne, den Geist und den Körper ständig neu heraus. Somit sollte das Spiel zu den Pflichtübungen eines Menschen, gleich welchen Alters, gehören..."


Die Qualität der Brett- und Gesellschaftsspiele hat sich in den letzten Jahren stark verbessert und differenziert. Es gibt eine große Auswahl an guten Spielen, die für die unterschiedlichsten Bedürfnisse und Anforderungen stundenlangen Spielspaß bieten. Es ist für jeden Geschmack ein passendes Spiel zu finden.